Gewerkschaftstag 2019 der IG Metall: “Miteinander für morgen – solidarisch und gerecht”

Dossier

23. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall in FrankfurtUnter dem Motto “Miteinander für morgen – solidarisch und gerecht” findet der 24. Ordentliche Gewerkschaftstag der IG Metall vom 6. bis 12. Oktober 2019 in der Messe Nürnberg statt. Fast 500 gewählte Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Deutschland schnüren hier das Arbeitspaket für die nächsten vier Jahre. (…) Das Debattenpapier gibt Mitgliedern die Möglichkeit, sich über die zentralen Themen zu informieren und auszutauschen. Die Rückmeldungen werden bei der Erstellung der Entschließungen und Leitanträge des Vorstands berücksichtigt. Es geht um Deine Einschätzungen und Erfahrungen. Sie sind wichtig für die Debatten am Gewerkschaftstag und darüber hinaus. Darum: Macht mit! Mitmachen – so geht’s: Debattenpapier durchlesen und mit Freunden, Kollegen oder in IG Metall-Gremien diskutieren. Hier geht’s zum Debattenpapier. Teile uns Deine Antworten,  Einschätzungen und Hinweise mit. Hier kannst Du Deine Rückmeldungen erfassen. Rückmeldungen kannst Du bis zum 1. März abgeben. Die Beiträge werden anschließend ausgewertet und bei der Erstellung der Entschließungen und Leitanträge des Vorstands berücksichtigt…” Meldung der IG Metall vom 12.12.2018 externer Link: “Debattenpapier zum Gewerkschaftstag: Deine Meinung ist gefragt!” und das Debattenpapier “Miteinander für morgen – solidarisch und gerecht” externer Link , siehe dazu:

  • Vorgegebenes präzisieren. Vor IG-Metall-Gewerkschaftstag: Debattenpapier des Vorstands enthält selektive Fragen an Mitglieder New
    “… Der Vorstand möchte, so der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, »keine blinden Jasager« fördern. Darum wurde ein Debattenpapier verfasst, das Anregungen zur Diskussion von Anträgen für den Gewerkschaftstag geben soll. Das Debattenpapier liegt der aktuellen Metallzeitung, dem Mitgliedermagazin der IG Metall, bei. Unter der Überschrift »Die IG Metall in einer ungewissen Zeit« schildert der Vorstand, wie Deutschlands größte Industriegewerkschaft sich in Zeiten von Globalisierung, technologischer Transformation und Klimawandel bewähren kann. Man will dies »partnerschaftlich mit anderen Gruppen in der Gesellschaft, aber auch konfliktbereit« tun. Leitbild scheint ein »geeintes, demokratisches und soziales Europa« zu sein, wobei das »europäische Sozialstaatsmodell« als Gegenentwurf zum »hemmungslosen Marktradikalismus amerikanischer Prägung und dem autoritären, repressiven Staatskapitalismus Chinas« verstanden wird. Was das heißt, wird jedoch nicht näher ausgeführt. (…) Bei aller Benennung des spaltenden, ausweichenden und aggressiven Verhaltens der Unternehmerseite wird die Rolle der Kapitalseite nicht hinterfragt und der Klassenkompromiss hochgehalten. Auf den Gewerkschaftstag und seine Beschlüsse können die Metallgewerkschafter Einfluss nehmen – durch die Wahl ihrer Delegierten sowie die Einbringung von Anträgen. Würden sie sich hierbei allein auf das Debattenpapier stützen, könnte bestenfalls mit Spezifizierungen und kleinen Korrekturen gerechnet werden. Im schlimmsten Fall legt das Debattenpapier ein argloses »Weiter so« nahe. Um in ungewissen Zeiten konfliktbereiter zu werden, müsste die Gewerkschaft jedoch über den Debattenaufschlag des Vorstands hinausgehen.” Artikel von Milan Nowak in der jungen Welt vom 22.01.2019 externer Link (im Abo)
  • [Kommentar zum Debattenpapier] IG Metall-Vorstand: im Glauben fest… 
    Der IGM-Vorstand hat als Beilage zur „metall“ Jan/Febr 2019 (Auflage 2,2 Mio) ein „Debattenpapier“ zur Vorbereitung auf den IGM-Gewerkschaftstag im Okt 2019 veröffentlicht.
    „Die Entwicklung des globalen Kapitalismus ist menschengemacht. Wir können und werden sie beeinflussen. Das ist das Versprechen der Demokratie, der Mitbestimung in der Wirtschaft, der Emanzipation des Menschen von fremdbestimmten Zwängen“, wird anfangs behauptet und zur Verwirklichung dann gefordert: „… eine gerechte Wirtschaftsordnung … fairen Anteil vom geschaffenen Wert … gerechte Verteilung … fairen Weltmarkt (Seite 5) … gerechte Wirtschaftsordnung … fairen Handel … Standort Deutschland … Weltmarkt fair regeln .. die Werte fair und gerecht verteilen (6) … fairen Wettbewerb (7) … fairen Anteil an der Wertschöpfung (8) … gerechte Verteilung von Arbeit“ (11)
    Regeln muss das „der Sozialstaat“, „… aber auch die Arbeitgeber! Denn auch ihre Gewinne hängen von … Zuversicht in der Gesellschaft ab.“ (7)
    So wie eh und je propagiert der IGM-Vorstand (mehrheitlich SPD) den Glauben an den fairen und gerechten Kapitalismus, „für alle“, – mit nur einer Einschränkung: „Wir treten dafür ein, dass auch in Zukunft die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland und in Europa gesichert ist…“ (12), genauer, vorher in derselben „metall“- Ausgabe heißt es (S.15): „Dabei will die IG Metall die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland sichern.“
    Den Deutschen Kapitalismus mit Zuversicht und Sozialstaat fair und gerecht zusammen mit den Arbeitgebern und so weiter Amen.” Kommentar von Wolfgang Schaumberg vom 7.1.2019 – siehe dazu auch:
  • Gut aufgestellt in die Zukunft. 
    Für die zukünftige Arbeit der IG Metall wird 2019 ein wichtiges Jahr: Auf dem Gewerkschaftstag vom 6. bis 12. Oktober schnüren fast 500 gewählte Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Deutschland das Arbeitspaket für die nächsten vier Jahre. Schon jetzt kann sich jedes Mitglied der IG Metall in diese Debatten einbringen und so die Zukunft der IG Metall mitgestalten. Dazu hat der Vorstand der IG Metall ein Debattenpapier verfasst, das wir dieser Ausgabe der metallzeitung beigeheftet haben. Es gibt Mitgliedern die Möglichkeit, sich über die zentralen Themen zu informieren und auszutauschen…” Themenbeitrag zum Gewerkschaftstag und Debattenpapier in der Metall 1-2/2019 externer Link auf S. 13-17