"Vor 20 Jahren startete die sogenannte Tafel-Bewegung auch in Deutschland. Inzwischen gibt es rund 900 Tafeln, die allein im vergangenen Jahr von mehr als 1,5 Millionen Bürgern genutzt wurden. Doch gibt es tatsächlich Grund zum Feiern? Im Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Selke. Vor wenigen Tagen feierten die Tafeln in Deutschland ihr 20-jähriges Bestehen. Einst aus den Vereinigten Staaten zu uns hinübergeschwappt, versorgt diese soziale Bewegung Bedürftige mit “überschüssigen, aber qualitativ einwandfreien Lebensmitteln”. Was sich anhört, wie ein funktionsfähiges Hilfe-System zur Linderung von Not und Armut lässt sich durchaus auch kritisch betrachten. Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Selke, Professor für Soziologie an der Fakultät “Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft” der Hochschule Furtwangen University im Schwarzwald…"  Interview von Ursula Pidun  in der Spreezeitung vom 26. Februar 2013 » weiter
 
"Die Lage in Tunesien „beruhigt“ sich ebenso wenig wie in Ägypten. In beiden Ländern bekommen die islamistischen Regierungsparteien die Lage nicht in den Griff, haben aus Sicht vieler Menschen in keiner Weise zur Verbesserung der Lebenssituation beigetragen, und rufen durch ihre repressiven Vorhaben und Praktiken breite Widerstände hervor. Durch den Verzicht auf wichtige Regierungsämter versucht die tunesische Haupt-Regierungspartei En-Nahdha nun, die Situation halbwegs in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig wurden nun erste Verhaftungen von Verdächtigen im Mordfall Chokri Belaïd bekannt gegeben. Unterdessen tut sich Negatives hinter den Kulissen des Getöses im Parteienstreit: So wurde der Gesetzentwurf zur Schuldenstreichung sang- & klanglos zurückgezogen. Ein wichtiger Rückschritt wurde auf diese Weise vollzogen..." Artikel von Bernard Schmid vom 27.2.2013 » weiter
 
Tarifvertrag zur Schlechterstellung von LeiharbeiternDas sagt DGB-Vorsitzender Michael Sommer im Interview mit der Saarbrücker Zeitung (Stefan Vetter) vom 23.02.2013, das der DGB am 26.02.2013 auf seiner Startseite dokumentiert. Wir sehen es ganz genau so! Weiter im Interview heißt es allerdings zudem: "… Saarbrücker Zeitung: Herr Sommer, durch die schlechten Arbeitsbedingungen bei Amazon ist die Leiharbeit erneut ins Zwielicht gerückt. Steht diese Beschäftigungsform jetzt grundsätzlich in Frage? Michael Sommer: Nein, Leiharbeit ist ein Teil der Flexibilisierung der Arbeitswelt. Allerdings zum Abfangen von Auftragsspitzen und nicht zum Zwecke von Lohndumping. Amazon hat Menschen in schlimmster Manier ausgebeutet…" » weiter
 

DossierArbeitsmarktpolitik - Montage von Toldi

In der tat eine ungewöhnliche Allianz: FDP und Paritätischer Wohlfahrtsverband erarbeiten gemeinsam ein Konzept, mit dem auch die Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt öffentlich gefördert werden soll - um die Vorgaben der 1€-Jobs zu umgehen? Jedenfalls klings das nach einem neuen Feld für die Erwerbslosenindustrie... Siehe dazu neu:
  • Stellungnahme des ver.di- Erwerbslosenausschuss- Dortmund zur Initiative „Menschen teilhaben lassen- Neue Perspektiven für  Langzeitarbeitslose schaffen“ vom „Deutschen Paritätische Wohlfahrtsverband“, kurz dem „Paritätischen“ und dem sozialpolitischen Sprecher der FDPBundestagsfraktion Pascal Kober MdB.
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"Stress, Arbeitsdruck, Multi-Tasking: 43 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, dass in den vergangenen zwei Jahren die Belastungen im Job zugenommen haben. Zu diesem Ergebnis kommt der "Stressreport Deutschland 2012" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Brauchen wir also eine gesetzliche Anti-Stress-Verordnung, wie die Gewerkschaften fordern? In unserem Pro und Contra kommen zwei Experten zu Wort…"  Positionen und Abstimmung bei Betriebsratspraxis24 » weiter
 
Die Krankschreibungen von Arbeitnehmern aufgrund psychischer Leiden erreichten 2012 einen neuen Höhepunkt. Laut aktuellem DAK-Gesundheitsreport haben sich zwischen 1997 und 2012 die Fehltage durch Depressionen und andere psychische Krankheiten mehr als verdoppelt (plus 165 Prozent). Dieser Trend bei den Krankschreibungen lässt auf den ersten Blick vermuten, die Deutschen würden sich zu einem Volk von psychisch Kranken entwickeln. Epidemiologische Studien belegen jedoch: Psychische Störungen sind seit Jahrzehnten in der Bevölkerung nahezu gleich verbreitet. „Das Bewusstsein und die Sensibilität von Ärzten und Patienten diesen Krankheiten gegenüber haben sich deutlich verändert“, betont Herbert Rebscher, Chef der DAK-Gesundheit…“ DAK-Pressemitteilung vom 26.2.2013 » weiter
 
Einigung beim umstrittenen Meldegesetz: Ämter können Privatdaten künftig nur mit Zustimmung herausgeben – die aber dürfen die Firmen selbst einholen…“ Artikel von Felix Werdermann in der taz online vom 25.02.2013 » weiter
 
"Ende letzten Jahres wurde dem Gesamtbetriebsrat ein Strategiepapier unter dem Namen  „Referenzwerk 2020“ vorgestellt, das eine Kriegserklärung an alle unsere gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Regelungen der letzten Jahrzehnte ist. Der Vorstand rüstet auf zur großen Schlacht auf dem Automobilmarkt. Damit sie diese wahnwitzige Schlacht um Absatzmärkte, Umsatz und Gewinn für sich entscheiden, sollen wir, die Arbeiter und Angestellten auch noch die letzten Reste der einst erkämpften besseren Arbeits- und Entlohnungsbedingungen auf dem Altar des Kapitalismus opfern. Diese Schlacht wird zurzeit in allen großen Autokonzernen vorbereitet. Bei BMW und bei Porsche gibt es bereits geheime Betriebsvereinbarungen dazu, von denen nur Eckpunkte, aber nicht die Inhalte bekannt sind. Und da spielen unsere IG Metall-Funktionäre eine üble Rolle (siehe dazu auch Artikel zur Tarifrunde), anstatt diese Papiere öffentlich zu machen, wird gemeinsame Sache mit dem Kapital gemacht und dadurch die Arbeiter der einzelnen Hersteller gegeneinander ausgespielt..." Flugblatt vom Februar 2013 - geschrieben, verteilt und finanziert von Vertrauensleuten und Betriebsräten des Daimler-Werkes Bremen. » weiter
 
"Auch 2012 haben Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen weiter zugenommen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) ist der bundesweite Krankenstand 2012 insgesamt nur geringfügig um 1,4 Prozent gestiegen und liegt bei 3,88 Prozent. Bei den psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeiten ist der Anstieg mit  5,7 Prozent jedoch deutlich höher als in allen anderen Diagnosekapiteln. Im Durchschnitt war jede Erwerbsperson in Deutschland laut TK 2012 14,2 Tage und damit 0,2 Tage mehr als im Jahr zuvor arbeitsunfähig. Fast zweieinhalb Tage davon entfielen auf psychische Erkrankungen…" Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse vom 26. Februar 2013 zum TK-Gesundheitsreport » weiter
 
Eine kleine Gewerkschaft für Hafenarbeiter hat Zulauf: Contterm. Viele Mitglieder waren vorher bei Ver.di und sind enttäuscht von der Arbeit der Großgewerkschaft. Die erkennt im Konkurrenten nur „eine Erscheinung“. Artikel von Simone Schnase in der TAZ vom 26.02.2013 » weiter
 
Der Autohersteller kämpft an allen Fronten: Der Nachfolger des Astra verspätet sich, GM und IG Metall streiten über die Schließung von Bochum, und auf den Schultern des neuen Chefs lastet alle Hoffnung. Artikel von Christoph Ruhkamp in der FAZ vom 25.02.2013 » weiter
 

DossierBelegschaftsversammlung bei Opel Bochum am 22.1.2013 - wir danken bo-alternativ für das Foto!

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Adam Opel AG, Steven Girsky hat am 22.01.2013 alle Mitarbeiter informiert, dass nach 2014 keine Fahrzeuge mehr in Bochum gebaut werden, falls die Belegschaft zu keinen Zugeständnissen bereit ist. Das Dossier zum aktuellen Erpressungsversuch und zum Stand der Verhandlungen » weiter
 
Nach Ausgliederungen: Gericht zwingt Chefs der Magdeburger Volksstimme zum Aufstellen eines Sozialplans. Betriebsrat klagt wegen Arbeitsbehinderung. Artikel von Susan Bonath in der jungen Welt vom 26.02.2013 » weiter
 
“Nach dem Aus der "Financial Times Deutschland" (FTD) und schwierigen Verhandlungen zwischen Gruner+Jahr und dem Betriebsrat haben sich die Parteien auf einen Sozialplan geeinigt. Die Mitarbeiter werden eine Abfindung von einem halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr und einem weiteren halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr bei Verzicht auf eine Kündigungsschutzklage bekommen, wie das Verlagshaus am Montag mitteilte...” Meldung auf Indotco Media vom 25.02.2013 » weiter
 
„Der Tarifkonflikt bei RWE wurde in der vierten Verhandlungsrunde beigelegt. Die Entgelte der 30.000 Beschäftigten steigen in zwei Stufen um 2,75 und 1,75 Prozent, außerdem gibt es zwei Einmalzahlungen von je 250 Euro. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung ist zunächst bis Ende 2014 verlängert, Verhandlungen über eine Anschlussregelung werden unverzüglich aufgenommen. Die Übernahme von Ausgebildeten wollen Arbeitgeber und Gewerkschaften zeitnah regeln. (…)  Das Ergebnis im Einzelnen: Für Januar 2013 gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro. Rückwirkend zum 1. Februar 2013 werden die Entgelte um 2,75 Prozent angehoben. Vom 1. Februar 2014 an steigen die Entgelte um weitere 1,75 Prozent, zudem gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro. Der Tarifvertrag gilt bis zum 31. Dezember 2014. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung wird bis Ende 2014 verlängert. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich verpflichtet, unverzüglich Verhandlungen über eine Nachfolgeregelung aufzunehmen. Ziel ist, bis Ende 2013 zu einem Ergebnis zu kommen. Arbeitgeber und Gewerkschaften wollen unverzüglich Verhandlungen über die Übernahme von Ausgebildeten aufzunehmen und noch in diesem Frühjahr zu einer Vereinbarung zu kommen. Bei RWE habe sich die beiden Gewerkschaften IG BCE und ver.di zu einer Tarifgemeinschaft zusammengeschossen.“ Meldung bei der IG BCE vom 25.02.2013 » weiter
 

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