Kampf bei Amazon in Poznan/Polen: Flugblätter, Berichte etc. zu den Arbeitsbedingungen und Arbeiterkämpfen

Dossier

Polnische Gewerkschaft fordert höhere Löhne für Amazon-MitarbeiterBei diesem Dossier handelt es sich um den – fortzusetzenden – Beginn einer Dokumentation von Flugblättern, Berichten und anderen Texten zu den Arbeitsbedingungen und Arbeiterkämpfen bei Amazon in Polen (in umgekehrter chronologischer Reihenfolge). Das Material und die Übersetzungen kommen aus dem Kreis, der mithilft, die “Grenzübergreifenden Treffen von Amazon-ArbeiterInnen” zu organisieren, an denen bisher vor allem ArbeiterInnen aus Deutschland und Polen teilgenommen haben. Zum einführenden Überblick über die Entwicklung bei Amazon in Polen empfehlen wir den Artikel von Ralf Ruckus: “Der amerikanische Traum für zwei Euro pro Stunde. Zum Arbeiterkampf bei Amazon in Polen”. Das hier vorliegende, übersetzte Material füllt diese Geschichte, dokumentiert Stimmen von ArbeiterInnen und Flugblätter, gibt detaillierte Infos usw… Wir danken den ÜbersetzerInnen und hoffen auf baldige Fortsetzung dieser wichtigen Dokumentation! Siehe neu:

  • “Wir kennen das Sachverständigengutachten über die Arbeit bei Amazon: “Kann psychische und physische Schäden verursachen””
    In Polen gab und gibt es hitzige Diskussionen in den landesweiten Medien über ein Gerichtsgutachten, das im Zuge eines Prozesses gegen eine Person erstellt wurde, die am Bummelstreik im Juni 2015 im Amazon-Lager in Poznan teilgenommen haben soll. Zum Gutachten über die Arbeitsbedingungen bei Amazon in Polen aus Anlass des Prozesses um den Bummelstreik 2015 siehe die deutsche Übersetzung eines Artikels von Adriana Rozwadowska am 30. Januar 2018 in der Gazeta Wyborcza
  • Die Inicjatywa Pracownicza zu den letzten Lohnerhöhungen 
    Ende August fanden bei Amazon Betriebsversammlungen (sog. All-Hands) zum Thema Gehaltsspiegel statt. Dabei wurde uns mitgeteilt, dass der Grundlohn für die große Mehrheit der Lagerarbeiter_innen (Level 1) ab September um 1 Zloty auf 16 Zloty steigt. Auch die Zulagen für Betriebszugehörigkeit steigen: nach einem Jahr gibt es 17 Zloty, nach zwei Jahren 18 Zloty. Angesichts von zunehmend prekären Arbeitsverträgen und gestiegenen Nomen ist die Belegschaft mit diesen Lohnerhöhungen aber nicht zufrieden. (…) In der letzten Zeit sind auch die Normen (Mindestziele) gestiegen. Im Lauf der letzten 12 Monate sind sie in einigen Bereichen (Prozesse: LP/Receive, Pack Multi, Returns) um 40 Prozent, in anderen (Pack Single, Receive, Geschenke) um 20-30 Prozent gestiegen. Die Lohnerhöhungen bleiben also weit hinter dieser Arbeitsverdichtung zurück. (…) Deshalb rufen wir zusammen mit Amazon-Beschäftigten aus anderen europäischen Ländern zu einem Internationalen Aktionstag am 24. November 2017 auf – unter der Parole „Make Amazon Pay“, d.h. „Amazon muss zahlen“…” Mitteilung von OZZ Inicjatywa Pracownicza Amazon vom 6. September 2017 externer Link auf der Aktionsseite amazing workers, siehe zum Aktionstag unser Dossier Kampagne „Make Amazon Pay – Block Blackfriday“ am 24.11.17 – Aktionswoche zur Unterstützung der Streikenden bei Amazon
  • Zu Unrecht entlassene Arbeiterin bekommt über 5.000 Zloty Entschädigung von Amazon
    Ein Vergleich, den Amazon am 23. März 2017 vor dem Arbeitsgericht in Poznań mit einer zu Unrecht gekündigten Arbeiterin geschlossen hat, ist nach einer Woche rechtskräftig geworden. Der Vergleich verpflichtet die Firma Amazon Fulfillment Polen, der Klägerin als Entschädigung für die rechtswidrige Kündigung des Arbeitsvertrags einen Betrag von 5.550,70 Zloty [etwa 1.300 Euro] zu zahlen. Nach Auffassung der Gewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (IP, Arbeiterinitiative), die die Beschäftigten des Konzerns organisiert, bestätigt der Vergleich bereits bestehende Zweifel an der Zulässigkeit von Kündigungen aufgrund von Krankheit und Nichterfüllung der Norm…” Stellungnahme der Gewerkschaft Inicjatywa Pracownicza vom 31. März 2017  zu den laufenden Arbeitsgerichtsprozessen gegen Amazon in Polen
  • Amazon Polen: Über 2000 Beschäftigte wollen streiken. Restriktive polnische Arbeitsgesetze verbieten jedoch einen Streik
    Die Streikabstimmung bei Amazon in Polen Ende Mai/Anfang Juni hat zwar genug Stimmen für einen Streik ergeben, aber da die Wahlbeteiligung unter 50 Prozent der Beschäftigten lag, darf nicht gestreikt werden. Die ArbeiteraktivistInnen der Basisgewerkschaft IP werten die Streikabstimmung in ihrer “Erklärung vom 23. Juni 2016 dennoch als Erfolg, weil sie das Ausmaß des Unmuts und die Kampfbereitschaft eines großen Teils der Belegschaft zeigte und sie neue MitstreiterInnen aus der Belegschaft gewinnen konnten. Siehe dazu auch:

    • Eine Einschätzung des Ergebnisses bietet der Artikel: Amazon Polen: Über 2000 Beschäftigte wollen streiken. Restriktive polnische Arbeitsgesetze verbieten jedoch einen Streik
      “… Beschäftigte polnischer Amazon-Versandzentren, die in erster Linie den deutschen Markt beliefern, versuchen seit über einem Jahr, eine weitere Streikfront zu eröffnen. Bei einer Streikurabstimmung in den drei polnischen Amazon-Versandzentren bei Poznań und bei Wrocław, die von Ende Mai bis Mitte Juni lief, stimmten über 2.000 Beschäftigte für die Durchführung von Streikaktionen. Da aber weniger als fünfzig Prozent der etwa 5.500 Beschäftigte zählenden polnischen Amazon-Gesamtbelegschaft an der Abstimmung teilnahmen, darf nach polnischem Arbeitsrecht kein Streik durchgeführt werden. Die Urabstimmung wurde nicht von der mit Ver.di im internationalen Gewerkschaftsdachverband UNI Global Union verbundenen und auch bei Amazon in Wrocław vertretenen Solidarność organisiert, sondern von der Basisgewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (IP, deutsch: Arbeiterinitiative). Die IP hat bei Amazon insgesamt über 350 Mitglieder – davon über 300 am Standort Poznań-Sady und mittlerweile auch ein paar Dutzend in den Versandzentren in Wrocław…” Artikel von Ralf Ruckus und Jan Podróżny in telepolis vom 26.06.2016 externer Link. Weiterhin wichtig im Text: “… Die Streikurabstimmung wurde also für alle in den polnischen Amazon-Werken Beschäftigten gemeinsam durchgeführt – nicht nur für die insgesamt etwa 5.700 Festangestellten in Poznań und Wrocław, sondern auch für die insgesamt etwa 4.000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter, deren Zahl je nach Verkaufssaison stark schwankt. Nach polnischem Arbeitskampfrecht dürfen Gewerkschaften nur dann zum Streik aufrufen, wenn sich mehr als fünfzig Prozent aller Beschäftigten an einer betrieblichen Urabstimmung beteiligen und eine Mehrheit für Streik stimmt. (…) Nach den von der IP am 23. Juni veröffentlichten Zahlen stimmten in Poznań und Wrocław 1.605 Festangestellte und 496 Leiharbeiter mit “Ja”, 39 Festangestellte und 10 Leiharbeiter mit “Nein”. Nach Abzug von 9 ungültigen Stimmen betrug der Anteil der “Ja”-Stimmen insgesamt 97,3 Prozent. Die Zahl der “Ja”-Stimmen hätte auch nach polnischem Recht unter Umständen für einen Streik gereicht, wenn eine Mehrheit der Beschäftigten sich an der Urabstimmung beteiligt hätte. (…) Nach der Streikurabstimmung ist der Weg zu einem legalen Streik erst einmal verstellt. Dass fast ein Drittel der direkt bei Amazon Beschäftigten sowie einige Hundert Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen für Streik stimmten, ist allerdings ein deutliches Zeichen für das Ausmaß der Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen. (…) Die IP setzt auch auf verschiedene  Kampfmaßnahmen. In ihrer Erklärung zum Ergebnis der Streikurabstimmung schreibt sie: Wir kennen bereits die Grenzen, die einem den Gesetzen entsprechenden Streik in unserem Betrieb gesetzt sind. Aber unser Ziel ist nicht der Streik als solcher. Er ist ein Mittel, wie die Arbeiterinnen und Arbeiter Druck ausüben können, es gibt jedoch noch andere: Unterschriftenlisten, unbequeme Fragen bei den standups [Morgenappell in jeder Abteilung], sich nicht von den Managern herumscheuchen zu lassen wie Vieh, die Entwicklung von Kontakten mit Amazon-Beschäftigten in anderen Ländern, Straßenproteste – und viele andere mehr.”
  • Arbeitsgerichtsprozess gegen Amazon in Polen und Streikabstimmung
    Am 31. Mai fand in Poznań ein Arbeitsgerichtsprozess gegen Amazon Polen statt, der auf den Bummelstreik Ende Juni 2015 zurückgeht. Mit jenem Bummelstreik setzten sich die Arbeiter_innen bei Amazon in Poznań-Sady gegen ihre Arbeitsbedingungen zur Wehr, und sie unterstrichen zudem ihre Solidarität mit dem gleichzeitig stattfinden Streik der Kolleg_innen in deutschen Amazon-Lagern. Wir dokumentieren hier in deutscher Übersetzung die Erklärung der Gewerkschaft Inicjatywa Pracownicza vom 31.5.2016  zum Prozess und zum Zusammenhang mit der derzeit stattfindenden Streikurabstimmung bei Amazon in Poznań und Wrocław
  • Urabstimmung über Streik bei Amazon in Poznań und Wrocław
    Bei Amazon in Polen läuft von Ende Mai bis Mitte Juni 2016 eine Streikurabstimmung aller direkt bei Amazon Beschäftigten und aller Leiharbeiter_innen. Als das Management Ende 2015 die Schlichtung abbrach, war klar, dass Amazon die Forderungen nach höheren Löhnen, längeren Pausen und anderen Verbesserungen nicht erfüllen wird, wenn es nicht durch Arbeitskampfmaßnahmen dazu gezwungen wird. Die Amazon-Arbeiter_innen in der Inicjatywa Pracownicza haben deswegen Anfang Mai die Weichen für Streik gestellt. Die Streikurabstimmung ist der erste Schritt. Wir dokumentieren hier die Ankündigung der Urabstimmung, die Forderungen und ein Flugblatt, das dazu in Poznan verteilt wurde:

    • Ankündigung der Urabstimmung über Streik bei Amazon in Poznań und Wrocław
      “… In Polen haben wir die ersten Lohnerhöhungen vor fast einem Jahr erst nach Protestaktionen in Poznań bekommen. Wenn du wirklich willst, dass sich etwas ändert, dann werde aktiv! Schluss mit dem Jammern, es werden nicht andere etwas für uns tun.  Beteilige Dich an der Streikurabstimmung! Werde Mitglied der Gewerkschaft Inicjatywa Pracownicza – und sei es, um dabei zu sein und andere zu unterstützen. Gewerkschaften ohne Mitglieder haben nichts zu sagen!...” die Übersetzung der Ankündigung und Aufforderung zur Beteiligung an die Arbeiter_innen vom 12. Mai
    • Die Urabstimmung bei Amazon läuft
      Die Inicjatywa Pracownicza bei Amazon hat die ersten zwei Tage der Urabstimmung hinter sich. Respekt an alle, die ihre Stimme abgegeben haben!!! Am Freitag, Sonntag und Montag werden wir von der IP weiter an den Urnen auf die Belegschaft von Amazon bei Poznań warten. In beiden Schichten, im Raucherbereich und in der Kantine. Wir haben gezeigt, dass wir eine Rekordzahl an Paketen verschicken können. Zeigen wir, dass wir auch unsere Macht zeigen und für Streik stimmen können. In den ersten Juniwochen findet die Urabstimmung in den Amazon-Zentren bei Wrocław statt…” Übersetzung der Mitteilung der Inicjatywa Pracownicza bei Amazon vom 24. Mai 2016  samt dem Text des Flugblattes an die Arbeiter_innen dazu
  • Am 15. März 2016 erschien in der polnischen Presse ein Interview mit Kerry Person, Direktor von Amazon Polen: „Will jemand streiken? OK! Die anderen arbeiten währenddessen.“ Siehe die Übersetzung des Interviews ins Deutsche 
  • Ab dem 8. März 2016 wurde das Flugblatt „All-hands: Alle Hände an Deck … im Namen des Rattenrennens!“ vor und in den Lagern in Poznań und Wrocław verteilt
    Das folgende Flugblatt der IP wurde aus Anlass der letzten Betriebsversammlungen, den sogenannten all hands, ab dem 8. März 2015 an Beschäftigte in POZ1, WRO1 und WRO2 verteilt. In POZ1 lief das in der Betriebskantine, obwohl es dafür keine ausdrückliche Erlaubnis gab. Der GM (general manager) kam und wies die Verteiler_innen der IP an, damit aufzuhören, aber sie antworteten, sie würden weitermachen und er solle doch die Polizei holen, wenn er wolle. Er ist dann gegangen, und die Verteilaktion ging weiter. Ein paar Tage später schickte er der IP einen Brief mit der Aufforderung, eine Vereinbarung über die gewerkschaftlichen Aktivitäten auf dem Betriebsgelände zu unterschreiben. Von Leuten aus der Solidarność kam die Information, dass sie diese Vereinbarung auch vorliegen hatten und ablehnten, weil es Amazon nur um die Einschränkung gewerkschaftlicher Rechte ging. Die Verteilaktion in Wrocław fand vor WRO1 und WRO2 statt. Nachher meldeten sich weitere Arbeiter_innen bei der IP, um Mitglied zu werden.” Hier der Flugblatttext in der Übersetzung ins Deutsche 
  • Am 1. März 2016 veröffentlichte die Inicjatywa Pracownicza eine Erklärung zu den 1.-März-Aktionen gegen prekäre Beschäftigung: Steht auf, Protestiert, Streikt! Amazon-Arbeiter_innen aus Polen und Deutschland für einen gemeinsamen Kampf gegen prekäre Arbeitsverträge! Siehe die Übersetzung der Erklärung ins Deutsche
  • Am 19. Februar 2016 verteilten Amazon-Arbeiter_innen aus Poznań vor dem Lager in Brieselang (bei Berlin) ein Flugblatt mit dem Titel „Ohne Kampf gibt es keine Chance auf ein besseres Leben!“: Wir schreiben euch aus Polen als Beschäftigte im Versandzentrum POZ1 bei Poznan, ungefähr 200 km von der deutschen Grenze. Wir machen genau dieselbe Arbeit wie ihr, für denselben Konzern. Es gibt Unterschiede zwischen uns z.B. verdienen wir in Polen viel weniger , aber genau diese Unterschiede benutzt Amazon, um uns gegeneinander auszuspielen und aus unserer und eurer Arbeit noch mehr Profit herauszuholen. Darum suchen wir den Kontakt mit euch: Wir wollen mit euch zusammen lernen, wie wir stärker werden und die Bedingungen im ganzen Amazon-Konzern verbessern können. Wir haben dieselben Probleme…” Siehe das Flugblatt
  • Am 17. Dezember 2015 erschien in der polnischen Presse der Artikel „Der Pole, ein perfekter Picker. Wie bei Amazon gearbeitet wird“.: “Der folgende Artikel wurde von einem Journalisten geschrieben, basiert aber auf Interviews mit Arbeiter*innen. Ein paar Details sind falsch so ist der water spider jemand, der andere Arbeiter*innen mit Kartons und Paletten versorgt, nicht mit Wasser. Insgesamt ist der Artikel jedoch lesenswert, weil er Licht auf die Widersprüche bei der Arbeit wirft Widersprüche, die Amazon ausnutzt, um seine Logistikzentren und Warenlager am Laufen zu halten.” Siehe die Übersetzung des Artikels ins Deutsche 
  • Am 16. Dezember 2015 erschienen gleich mehrere Texte:
    • In Poznań und in Wrocław ein Flugblatt verteilt: „Amazon sagt uns: ‚Ihr seid die besten Arbeiter in Europa!‘ Wir fragen: ‚Warum verdienen wir dann am schlechtesten in Europa?‘“ Auf der Rückseite des Flugblatts stand ein Unterstützungsbrief von Amazon-Arbeiter_innen aus Leipzig an solche in Poznań. Siehe die Übersetzung des Flugblatts ins Deutsche 
    • Am gleichen Tag erscheint der Unterstützungsbrief von Amazon-Arbeiter_innen aus Poznań an die in Leipzig: “Mit großer Aufmerksamkeit verfolgen wir Eure Proteste und Streiks und wollen Euch hiermit unsere Anerkennung und Unterstützung ausdrücken. Eure Entschlossenheit gibt uns Kraft. Unser FC in Poznań wurde erst im Herbst 2014 eröffnet, aber wegen der Arbeitsbedingungen, der Normenhetze und der niedrigen Löhne haben die Beschäftigten schon nach wenigen Monaten angefangen sich zu organisieren…” Siehe den Unterstützungsbrief 
    • In ihrem Bericht beschreibt eine Leiharbeiterin, die im Lager in Poznań beschäftigt ist, die anstrengende Arbeit in der Vorweihnachtssaison: “Gestern wurde bei Amazon der Rekord im Versand gebrochen. Die Arbeiter haben innerhalb von 24 Stunden über eine Million Pakete gepackt. Die Manager sind stolz und bekommen dafür ihre Prämie, vielleicht wird sogar jemand befördert. Was heißt es für die Tausende von Arbeitern?…” Siehe die Übersetzung des Berichtes ins Deutsche 
    • Bericht zur Kundgebung vor dem Lager in Poznań, die die Inicjatywa Pracownicza Amazon während des Schichtwechsels zusammen mit Unterstützer_innen durchführte: “In Sady bei Poznań führte die Inicjatywa Pracownicza Amazon zusammen mit Unterstützer*innen eine Protestaktion durch. Sie fand während des Schichtwechsels an der Zufahrtsstraße zur Firma statt, wo jeden Tag zig Werksbusse durchfahren und die Leute zur Arbeit bringen. Auf den Transparenten war zu lesen: Wir fordern höhere Löhne, Wir sind keine Roboter und Streikaktion bei Amazon. Den Vorbeifahrenden wurden Flugblätter in die Hand gedrückt mit der Überschrift Amazon sagt uns: Ihr seid die besten Arbeiter in Europa.‛ Wir fragen: Warum verdienen wir dann am schlechtesten in Europa?‘“ Es waren auch Medienvertreter präsent…” Siehe die Übersetzung des Berichtes ins Deutsche 
    • Ein kurzer Bericht zur Kundgebung bei Adecco in Warschau: “Im Rahmen der landesweiten Kampagne gegen Leiharbeitsfirmen, hat die Warschauer öffentliche Kommission der OZZ IP am 16. Dezember vor dem Hauptsitz von Adecco Polen eine Solidaritätskundgebung mit den bei Amazon Polska beschäftigten Leiharbeiter*innen organisiert. Wir haben uns mit ca. 50 Leuten vor dem Firmensitz im Zentrum von Warschau versammelt, um unseren Widerstand gegen die arbeiterfeindlichen Aktivitäten beider Firmen auszudrücken…” Siehe die Übersetzung des Berichtes ins Deutsche 
  • Am 18. November 2015 wurde in Poznań ein Flugblatt verteilt. Das Management feierte den Eingang des einmillionsten Artikels im Lager, Arbeiter_innen schrieben, was sie dazu meinen. Siehe die Übersetzung des Flugblatts ins Deutsche 
  • Am 21. Oktober 2015 verteilte die Inicjatywa Pracownicza an die Amazon-Arbeiter_innen in Poznań ein Flugblatt zu Leiharbeit: „Probleme mit dem Lohn oder mit Leiharbeitsfirmen? Wir müssen zusammen aktiv werden!“: “… Oft versuchen wir, wenn Probleme auftauchen, aktiv zu werden, aber wir tun das nicht gemeinsam, auch deshalb, weil wir die Spaltung in grüne und blaue Badges akzeptieren. Dabei ist es meist keine Frage der Qualifikation oder der Arbeitsleistung, sondern reiner Zufall, ob wir über eine Agentur oder direkt eingestellt wurden. Faktisch arbeiten wir das Gleiche und wollen das Gleiche: höhere Löhne, stabile Beschäftigung, weniger Druck und mehr Einfluss auf den Betrieb…” Siehe die Übersetzung des Flugblatts ins Deutsche