IG Metall

Ich bin ein LeiharbeiterErgebnis des ZOOM-Workshops ist eine Liste von Forderungen an die Zuständigen in der IG Metall und eine Vielzahl von Themen, denen wir uns als Netzwerk in der nächsten Zukunft annehmen wollen und müssen. Als Kernforderungen wurden die folgenden zehn Punkte beschlossen: (..) Ein Abschluß bei den Tarifverhandlungen in Höhe 8.50 € ist zu wenig! (..) Mehrarbeitszuschläge müssen ab der ersten Stunde gezahlt werden! Die Ausschlussfrist muss von drei Monaten auf sechs Monate erhöht werden! (..) Auch die Kündigung des Manteltarifvertrages muss ernsthaft diskutiert werden!” Ergebnis des  Zoom-Workshops 2013 vom 14. bis 16.6.2013 in Freiburg auf der Startseite von Zoom externer Link

DossierMetall-Tarifrunde 2013

Die Tarifrunde ist eröffnet: Am 19. März beginnen die ersten Verhandlungen in den Tarifgebieten Bayern und Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland). Die Entgelttarifverträge enden am 30. April 2013. Siehe dazu “Metall-Tarifrunde 2013: Forderungen aus den Betrieben“, den Abschluß und erste Kommentare:

  • Zitat von Berthold Huber:  „5,6% höhere Entgelte“ „fair und angemessen“
    “Wir wollen uns nicht dazu äußern, dass unsere Gewerkschaft mitunter behauptet hat, wir hätten in dieser Tarifrunde 5,6% durchgesetzt. Wir sind alle erwachsen und können alle rechnen. Wir hatten 5,5% für 12 Monate gefordert und wir haben für die ersten 12 Monate 3,4% bekommen, wobei davon zwei Monate Nullrunden sind. Macht im Durchschnitt für 12 Monate 2,83%. Außerdem werden wir dann im Mai 2014 nicht um eine neue Erhöhung streiten, sondern sind für weitere acht Monate auf eine Erhöhung von 2,2% festgelegt. Aber haben wir etwas anderes erwartet? Als die Tarifrunde gerade erst begonnen hatte, haben wir genau das in unserem Flugblatt geschrieben und auch die Gründe dafür genannt: „Tarifrunde: Statt Cent-Schacher – Streik gegen Leiharbeit und Werksverträge”…” Flugblatt vom Juni 2013   – geschrieben, verteilt und finanziert von Vertrauensleuten und Betriebsräten des Daimler-Werkes Bremen (weiterlesen »)

Die IG Metall hat die größte Beschäftigtenbefragung in Deutschland durchgeführt. Mehr als eine halbe Million Menschen machten mit. Sie fordern einen politischen Kurswechsel, eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt sowie faire, sichere Arbeit. Und: Sie wollen mehr beteiligt werden in betrieblichen aber auch in politischen Prozessen…” IGM-Meldung vom 18.06.2013 externer Link. Siehe dazu: (weiterlesen »)

IG Metall will neue Branchen erschließen. Ihre Devise: Die Beschäftigten wissen oft besser, was sie wollen, als die Gewerkschaft. Unterwegs mit einem »Organizing-Blitz«. Artikel von Johannes Schulten in junge Welt vom 04.06.2013 externer Link

IG Metall Baden-Württemberg will nach umstrittenem Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie über künftige Tarifpolitik diskutieren. Artikel von Gesa von Leesen in junge Welt vom 30.05.2013 externer Link (weiterlesen »)

IG Metall-Alternative zu Blockupy?Der aktuellen Startseite der IG Metall externer Link ist zu entnehmen: “25./26. Mai: Wolkenkratzer Festival. Auch die IG Metall macht mit. Wir laden ein in das Main_Forum, in dem die IG Metall-Vorstandsverwaltung untergebracht ist.” Hierbei das Bild eines Transparentes am IGM-Gebäude samt dem Text: “Frau Merkel, Europas Jugend braucht Ausbildung und Arbeit! Ihre IG Metall“. Kein Kommentar, aber wir nehmen gerne welche entgegen!

IG-Metall-Chef Berthold Huber wird sich voraussichtlich im Herbst verabschieden. Was heißt das für die mächtigste Gewerkschaft Deutschlands? Artikel von Eva Völpel in der taz online vom 20.05.2013 externer Link. Aus dem Text: “… Der Nachfolger von Berthold Huber dürfte der 60 Jahre alte Detlef Wetzel werden. Der schlanke, graubärtige Mann mit dem rollenden R aus dem nordrhein-westfälischen Siegerland steht seit 2007 als Hubers Vize in den Startlöchern. Wetzel ist die treibende Kraft hinter dem Umbauprogramm der IG Metall der letzten Jahre: auf Wachstum trimmen, Mitgliederbetreuung und -werbung verbessern, Lehrlinge, Leiharbeiter und tariflose Bereiche wie die Windenergiebranche organisieren, so die Kernelemente der Erneuerung. (…) Dieser Kurs, für den Huber seit jeher stand, schmeckt nicht allen in der Organisation. So mancher in der Frankfurter Zentrale wünscht sich vielmehr, die IG Metall würde deutlicher in die Gesellschaft hineinwirken. Jenseits von Feuerwehrrettungsprogrammen wie in der Krise 2009, als die Gewerkschaft plötzlich bei der Regierung mit Ideen für eine Abwrackprämie sowie dem erweiterten Kurzarbeitergeld hoch im Kurs stand…”

IG Metall warnt angesichts des teuren Debakels um den »Euro Hawk« vor einem Ende deutscher Drohnen-Programme. »Für Deutschland wäre es eine Katastrophe, wenn nach dem Stopp des >Euro Hawk< die Politik jetzt einen Komplettausstieg aus dem unbemannten Fliegen beschließen würde«, sagte der Beauftragte der IG Metall für die EADS-Rüstungstochter Cassidian, Bernhard Stiedl, am Mittwoch. Deutschland dürfe sich nicht aus einer Schlüsseltechnologie auch für die zivile Luftfahrt zu verabschieden. »Das wäre so, als würde die deutsche Automobilindustrie auf die Entwicklung des Elektromotors verzichten, mit allen negativen Folgen für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze«, sagte Stiedl.” dpa/jW-Meldung in junge Welt vom 23.05.2013 externer Link. Siehe dazu den Kommentar: (weiterlesen »)

Quelle:  Interview mit Hans-Jürgen Urban von Kai Burmeister in spw 1/2013 externer Link

Aus dem Text: “… Die Gewerkschaften, allen voran die IG Metall, konnten durch ihr Engagement für eine „Abwrackprämie“ und bessere Kurzarbeitsregeln maßgeblich zur Stabilisierung von Branchen und Beschäftigung und damit zum „deutschen Arbeitsmarktwunder“ beitragen. Das waren ansehnliche und keineswegs selbstverständliche Defensiverfolge. (…) Wichtig ist: Die neuen Sozialpakte konnten an Traditionen und Restbestände sozialpartnerschaftlicher Politik in Deutschland anknüpfen, sind aber vor allem Kinder der Krise des Finanzmarktkapitalismus. (…) Da Realkapital, Staat und Gewerkschaften in der Akutphase der Krise geschwächt und gleichermaßen in eine Defensivposition abgedrängt wurden, habe ich im Anschluss an internationale Forschungsergebnisse auch von einem „Korporatismus der Schwachen“ gesprochen. (…) Ob eine Korporatismusverweigerung bessere Resultate gebracht hätte, kann nicht zuletzt mit Blick auf Entwicklungen in anderen Ländern bezweifelt werden. Mitunter waren und sind  Konfrontationsstrategien und Militanz eher Ausdruck gewerkschaftlicher Schwäche als von Kraft. Auch unter den Bedingungen einer kapitalistischen Schockkrise setzt die Einbindung von Gewerkschaften in korporatistische Bündnisse ein Mindestmaß an Mobilisierungs- und Verhandlungsmacht voraus. Geschwächte Gewerkschaften ohne Vetomacht werden nicht integriert, sondern marginalisiert. Und gerade das fand ja in vielen Ländern Europas statt. Also: Nur auf der Grundlage ausgebauter Organisationsmacht haben die Gewerkschaften eine reale strategische Wahl zwischen Kooperation oder Konfrontation; und diese Wahl muss nicht ideologisch, sondern verhandlungstaktisch entschieden werden. (…) Die gewerkschaftliche Mobilisierung für einen solchen Pfadwechsel ist bisher eher kläglich. Ihr politisches Mandat muss ein europapolitisches Mandat werden. Ohne Kapitalismuskritik kein solidarisches Europa. Und ohne ein solidarisches Europa keine gute Zukunft für die Gewerkschaften!

Das Desaster von Thyssen Krupp wirkt nach. Die Verantwortlichen müssen sich fragen lassen, wie sie so versagen konnten, dass nun die Existenz des Konzerns bedroht ist. IG-Metall-Chef Berthold Huber zieht Konsequenzen und will nun einen härteren Kurs in Aufsichtsräten fahren…” Artikel von Karl-Heinz Büschemann in Süddeutsche Zeitung online vom 2. Februar 2013 externer Link. Aus dem Text: (weiterlesen »)

Die IG Metall gewinnt zusätzliche Mitglieder und fordert Schritte zur Eindämmung des Niedriglohnsektors. Die Mitglieder spülen auch Geld in die Kassen. Artikel von Peter Dietz und Eva Roth in der FR online vom 23. Januar 2013 externer Link

Siehe dazu: (weiterlesen »)

Quelle: Artikel von Gastautor vom 20. Januar 2013 bei Randzone externer Link – “Beiträge zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft”

“Wenn ein sogenannter Leiharbeiter ein Kampagnen-T-Shirt der Gewerkschaft IG Metall (IGM) mit der Aufschrift “Gleiche Arbeit – Gleiches Geld” im Auftrag der selben Gewerkschaft kommissionieren und verpacken muß, so ist das wohl mehr als zynisch. Doch lesen Sie selbst, was uns ein rz-Leser dazu schrieb…”

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Dossier

  • Sichere Arbeit und ökologischer Wandel
    „”Wir werden die Politik daran messen, ob sie den Kurswechsel in Wirtschaft und Gesellschaft mit Investitionsoffensiven, sicheren Arbeitsbedingungen und ökologischem Denken umsetzt”, kündigte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, heute in Berlin an…“ IGM-Meldung vomm 07.12.2012 externer Link
  • Berliner Erklärung „Kurswechsel – für ein gutes Leben“
    Die Zerstörung des Sozialen verhindern, die Ausplünderung der Natur beenden! Die Berliner Erklärung externer Link
  • Jugend-Aktion zum IG Metall-Kurswechselkongress: “Aktionsrepublik NEUstaat”
    Die Junge Generation ist das Opfer von Krise und Sparpolitik. In einigen europäischen Staaten liegt die Jugendarbeitslosigkeit bereits über 50 Prozent. Dagegen protestiert die IG Metall Jugend mit einer Aktion anläßlich des IG Metall-Kurswechselkongresses in Berlin. Symbolisch rufen sie ihren eigenen neuen Staat aus: die “Aktionsrepublik NEUstaat”. “Hoch lebe Europas Jugend! Hoch lebe die Neue Europäische Union!”, rufen die rund hundert jungen Aktiven, die sich zur Ausrufung der “Aktionsrepublik NEUstaat” am Berliner Congress Center versammelt haben. Sie trage blaue, hautenge Ganzkörperanzüge, sogenannte “Morphsuites”. Ebenso wie die drei Aktivisten, die am Donnerstag einen neuen, eigenen Staat der europäischen Jugend ausgerufen haben: Die “Neue Europäische Union – Aktionsrepublik NEUstaat”…“ IGM-Meldung vom 07.12.2012 externer Link
    . Siehe dazu:

  • Siehe zur Bewertung des Kongresses: “The Times They Are a-changin`”. (W)ENDE des marktradikalen Dogmas? Nur unter steigendem Krisen(Blasen)-Druck. Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 9.12.2012 unter Diskussion > EU > Europäische Wirtschaftspolitik > EU und die Finanzkrise

„Der Rüstungskonzern Rheinmetall hatte angekündigt, seine Panzerproduktion (Rheinmetall Landsysteme, „Partner für die Sicherheit von heute und morgen“) von Kiel nach Unterlüß zu verlagern, mindestens aber die Belegschaft um 130 Personen zu verkleinern. Durch Tarifverhandlungen mit der IG Metall wurde dieses Konzept jetzt „deutlich geändert“ (IG Metall Küste, 26.10.2012): Es werden „nur“ 90 Beschäftigte entlassen, die übrigen leisten einen „Solidarbeitrag zur Sanierung des Unternehmens“ in Form von längerer wöchentlicher Arbeitszeit (1,2 Stunden) und Lohnkürzungen (zusammen 7,5%). „Dies ist eine deutliche Verbesserung und als Erfolg für den Standort Kiel zu werten“, so die IG Metall in einer Erklärung externer Link. Wieso Beschäftigte einen „Solidarbeitrag zur Sanierung“ leisten müssen bzw. wieso die IG Metall solch eine Vereinbarung trifft, ist gänzlich unverständlich angesichts von 350 Millionen € Gewinn im Jahr 2011 und erwarteten Umsatz- und Gewinnsteigerungen im Jahr 2012.“ Kommentar von Stephan Krull vom 28.10.2012