IG BAU

"... Wer als Erwerbsloser oder Arbeiter die AfD wählt, wählt gegen seine eigenen Interessen!"Der Bundesvorstand der IG BAU hat am 12. November fünf „Grundsätze gegen Rechts“ beschlossen. Das Positionspapier zeichnet ein Verständnis der IG BAU von Demokratie und Solidarität und legt eine klare Abgrenzung nach rechts fest. Die Grundsätze bilden eine Werte- und Argumentationsgrundlage, an der sich alle haupt- und ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen der IG BAU orientieren können. (…) Während es in den letzten Jahrzehnten zu unserer Alltagsarbeit gehörte, Angriffe auf die soziale Grundordnung abzuwehren, gerät heute auch die demokratische Grundordnung immer stärker in Bedrängnis. (…) Diese Entwicklung erfordert unsere Antworten und unser geschlossenes Handeln. Die IG BAU-Grundsätze gegen Rechts spiegeln unser Verständnis von Demokratie und Solidarität wieder, das maßgeblich ist für das Handeln der IG BAU und ihrer Mitglieder…” Mitteilung der IG Bau vom 26. November 2018 externer Link zu den Grundsätzen gegen Rechts vom November 2018 der IG Bau externer Link : NIE WIEDER FASCHISMUS! DIE IG BAU IN VIELFALT VEREINT. Die 5 Grundsätze lauten: 1. Menschenrechte verteidigen, 2. Klare Kante gegen Rechts zeigen (“Wenn die IG BAU Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus bekämpfen will, dann muss sie auch zur AfD Haltung annehmen“), 3. Solidarität statt Ausgrenzung (“Wir wehren uns gegen ein exklusives Verständnis von Solidarität, wie es die AfD propagiert. Unser Zusammenhalt bleibt stark, wo der Horizont der Rechten endet.“), 4. Faire Arbeit für alle!, 5. Verantwortung für Demokratie übernehmen

21. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG BAUDer Schlichterspruch sieht eine Lohnerhöhung von mindestens 5,7 Prozent vor. Außerdem soll es eine weitere Annäherung der niedrigeren Ost-Einkommen an das Westniveau geben. Der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Dietmar Schäfers, sprach vom “besten Tarifabschluss in Deutschland in diesem Jahr”. Für die Arbeitgeber sagte deren Verhandlungsführer Uwe Nostitz: “Wir haben die Kuh vom Eis geholt.” Streiks seien damit abgewendet. Die Beschäftigten im Westen sollen laut Ergebnis zum 1. Mai rückwirkend ein Lohnplus von 5,7 Prozent erhalten, bei einer Vertragslaufzeit von 26 Monaten, sagte der frühere SPD-Politiker Clement. Die Ost-Löhne sollen rückwirkend zum 1. Mai sogar um 6,6 Prozent – und nochmals um 0,8 Prozent zum 1. Juni 2019 steigen. (…) Die zuständigen Gremien von Bauindustrie, Baugewerbe und IG BAU müssen dem Vertrag bis zum 26. Mai zustimmen. “Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie das auch tun”, sagte Clement. Auch die Verhandlungsführer äußerten sich optimistisch“ – aus der Meldung „Bauarbeiter sollen deutlich mehr Geld bekommen” am 12. Mai 2018 bei Spiegel Online externer Link, die einzige Stelle, an der die Verbandsdemokratie noch erwähnt wird… Siehe dazu auch die Mitteilung der IG BAU zum Ergebnis und einen Beitrag über den Herrn Schlichter, sowie zu den Ausgangspositionen vor den Schlichtungsverhandlungen und ihrer Reichweite innerhalb der Branche:

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“Bei der zur Risch-Gruppe gehörenden IHG Industrie-Service in Duisburg arbeiten ca. 140 Kollegen sowie je nach Arbeitsanfall 30 bis 60 Leiharbeitskräfte, die hauptsächlich mit stahlwerksnahen Dienstleistungen bei Thyssen beschäftigt werden. In den vergangen Jahren wurden für die IHG aufgrund einer drohenden wirtschaftlichen Schieflage bereits mehrfach Sanierungstarifverträge abgeschlossen, die mit deutlichen finanziellen Einbußen für die Mitarbeiter verbunden waren. Schon damals fühlten sich die Kollegen nicht ausreichend darüber informiert, ob ihre Firma tatsächlich vor derartigen wirtschaftlichen Probleme stünde, oder ob hier nicht einfach mit dem allgemeinen Hinweis auf die „Wirtschaftskrise“ versucht wurde, die Gewinne der Firma auf Kosten der Löhne für die Beschäftigten zu steigern…” Aus der Darstellung des Solidaritätskreis IHG (Kontakt: solidaritaetskreis-ihg@gmx.de). Siehe dazu neu am 18. Mai 2016 den Prozessbericht:

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  • Einvernehmliche Lösung
    Die Redaktion des LabourNet Germany hat am 9.12.2015 erfahren, dass – unter der Vermittlung von Günter Wallraff und Albrecht Kieser (work-watch) – in der Angelegenheit eine einvernehmliche Lösung erzielt wurde.

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DGB-Satire zum 1. Mai 2015: "Die Diktatur der Bosse gestalten wir!"Zwischen den acht Gewerkschaften des DGB-Dachverbandes gibt es immer wieder Streit um Zuständigkeiten. Oft stehen sich die Industrievertreter und Dienstleistungsgewerkschaften gegenüber. Bei einem Treffen vereinbaren die vier Industrie-Gewerkschaften eine engere Kooperation – ohne die vier Vereinigungen für Beschäftigte im Dienstleistungsbereich. Warum keine Dienstleistungsgewerkschaftler dabei sind? “Das müssen Sie die fragen”, sagte Kirchner von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft…” Artikel von Detlef Esslinger in der Süddeutschen online vom 15. April 2015 externer Link. Siehe dazu die Kooperationsvereinbarung im Wortlaut , weitere Informationen und erste Kommentare im Beitrag, der zum brisanten Dossier um das Ende des DGB werden könnte…

  • Achtung Spalter am Werk – die „Spielchen“ einiger DGB-Gewerkschaften
    Die IG Metall, die IG Chemie, die Eisenbahnergewerkschaft EVG und die IG Bau haben gemeinsam mit dem DGB-Vorsitzenden Mitte April 2015 ein Kooperationsabkommen geschlossen. Zwar informiert, aber nicht offiziell eingeladen, waren die anderen vier DGB-Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und NGG, die als renitent gegenüber den Arbeitgebern und der Bundesregierung gelten. Das Abkommen soll, wie offiziell verlautet, dazu dienen, Abgrenzungsprobleme zwischen den beteiligten Organisationen zu vermeiden. So weit so gut. Aber wenn sich vier Einzelgewerkschaften zusammentun und die anderen vier DGB-Gewerkschaften bewusst außen vor lassen, ist das schon eine eindeutige Aussage. Bei dieser Ausgrenzung macht scheinbar auch der DGB-Vorsitzende mit. Da geht es wohl um mehr…” Beitrag vom 16. Mai 2015 beim Gewerkschaftsforum Dortmund externer Link (weiterlesen »)

21. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG BAU9.-12. September 2013: 21. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG BAU unter dem Motto „ARBEIT.LEBEN.Gerechtigkeit. Wann, wenn nicht jetzt!“. Die Gewerkschaft wählt eine/n neue/n Vorsitzernde/n. Siehe dazu:

Kommentar eines ehemaligen Hauptamtlichen vom 12.9.2013

21. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG BAUNach 18 Jahren hat der König sein Königreich verlassen. 18 Jahre dirigierte Klaus Wiesenhügel die IG BAU. Unzählige innergewerkschaftliche Strukturreformen, 18 Jahre tarifpolitische Höhen und Tiefen. Nach 18 Jahren als Bundesvorsitzender der IG BAU ist Klaus Wiesenhügel auf dem 21.Gewerkschaftstag der IG BAU nicht mehr als Bundesvorsitzender angetreten. Als Mitglied des Schattenkabinetts von Peer Steinbrück ist Klaus Wiesenhügel als Arbeits – und Sozialminister einer sozialdemokratischen Regierung vorgesehen. Mit Klaus Wiesenhügel verliert die IG BAU Ihren König, der die IG BAU hart und zentralistisch regierte. Es endete eine Ära von 18 Jahren, die nicht gerade vom Erfolg geprägt wurde. Tarifpolitische Erfolge standen bei der IG BAU selten auf der Tagesordnung. Politische Aussagefähigkeit wurde klein geschrieben. Als Baumeister einer neuen Gewerkschaft, einer neuen IG BAU wollte sich Wiesenhügel einen Namen machen. Das Ergebnis ist verherrend. Die Mitgliederzahlen haben sich in der Ära Wiesenhügel halbiert, die IG BAU hat sich aus der Fläche zurückgezogen, hauptamtliche Sekretäre wurden entmündigt. Wiesenhügel wollte die IG BAU den Mitgliedern zurückgeben. Zurück lässt er eine ” zahnlose” Gewerkschaft, die noch weiter verschlankt werden soll, um eigenständig zu überleben. Die Frage, die sich die Delegierten auf dem Gewerkschaftstag stellen mussten! (weiterlesen »)