Antifaschismus und die neuen alten Rechten

Pro Asyl: Rassismus führt zum Verlust Ihres MitgefühlsWieder Dortmund, wieder eine perfide Drohgebärde von Rechtsextremen: Vor einem Asylbewerberheim kam es zu einem Aufmarsch Vermummter mit brennenden Fackeln. 13 Personen wurden festgenommen…Beitrag bei Die Welt vom 7. Februar 2015 externer Link. Siehe dazu:

nazis in dortmund blokierenTodesdrohungen gegen Journalisten, der Sturm auf das Rathaus, Hetze gegen Anne Frank, eine antisemitische Anfrage: Die Dortmunder Naziszene tritt so offen und antisemitisch auf wie seit langem nicht mehr…Beitrag von Stefan Laurin bei den Ruhrbaronen vom 4. Februar 2015 externer Link (aktualisierter Beitrag, zuerst in der Jungle World). Aus dem Text: “… Sie bedrohen Mitarbeiter dieses Blogs und Kollegen der Ruhr Nachrichten, des Nordstadtblogs und freie Fotografen – die Dortmunder Neonazis setzen auf Eskalation und das nicht nur auf Twitter und Facebook. (weiterlesen »)

Köln stellt sich querNach den erfolgreichen Gegendemonstrationen und kreativen Aktivitäten der drei beteiligten Kölner Bündnisse und vor allem der vielen engagierten Kölnerinnen und Kölner hat KÖGIDA in Köln aufgegeben. Nach der Absage der geplanten Demonstration am 28. Januar wegen Fiebers hat die KÖGIDA / PEGIDA nun endgültig genug von Köln. (…) Auch bundesweit gilt es nach wie vor mit kreativen Gegenaktionen deutlich zu machen, dass weder PEGIDA, noch KÖGIDA, noch DÜGIDA, noch sonst eine fremdenfeindliche Bewegung durch unsere Straßen ziehen soll. Dazu bedarf es einer bundesweiten Kampagne und Vernetzung! Stellen wir uns gemeinsam quer und setzen uns ein gemeinsam ein für Vielfalt und Freiheit!Pressemitteilung des Bündnisses Köln stellt sich quer vom 2. Februar 2015 externer Link.

Sozialkonferenzn: Antimuslimischer Rassismus in der Mitte der GesellschaftBildungsträger, Gewerkschaften, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, Geschichtswerkstatt, Jugend- und Antifa-Gruppen laden zur 18. Antifaschistischen Sozialkonferenz zum Thema “Antimuslimischer Rassismus und die Mitte der Gesellschaft”: Samstag 7.2.15 von 11 bis 16 Uhr in Hannover im Pavillon (direkt hinterm Hauptbahnhof). Einladung zur Konferenz externer Link . Aus der Einladung: “… Nicht erst seit den verstärkten öffentlichen Aktivitäten von lslamisten tarnt sich antimuslimischer Rassismus als Islamkritik. Der Bau von Moscheen wird zur Mobilisierung von Protestkundgebungen genutzt. In diesem Klima kommt es zu Brandanschlägen und anderen gewalttätigen Übergriffen. (weiterlesen »)

Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben sie nicht, können aber “Auskunftsbereitschaft” im fünfstelligen Bereich vorweisen: Unter “Pegida mag Dich – was Fans von Pegida noch so gefällt” stellt ein anonymes Kollektiv aus Dresden statistische Auswertungen von Facebook-Profil-Infos virtuell bekennender Pegida-Anhänger zur Verfügung externer Link. (weiterlesen »)

Entspanntes Wochenende in Freiburg: “Die Polizei war schon vor Ort, die Antifa hatte mobilisiert – doch eine Demo der NPD in Freiburg wurde nun vom Veranstalter abgesagt. Der Grund: Die Teilnehmer waren in der falschen Stadt…Meldung auf badische-zeitung.de vom 31. Januar 2015 externer Link.  Aus dem Text: (weiterlesen »)

Bremen gegen Afd-ParteitagAm 31. Januar hält die AfD ihren Bundesparteitag im Hotel Maritim an der Bürgerweide ab. Wir wollen in Hör- und Sichtweite mit einer breiten und vielfältigen Demonstration ein Zeichen setzen: Gegen Rassismus und Rechtspopulismus – für Solidarität und soziale Gerechtigkeit!Info vom Bremer Bündnis gegen Rechtspopulismus und Rassismus externer Link. Aus dem Text:”Wir wenden uns außerdem gegen die Pegida-Demonstrationen in Dresden und anderen Städten. Diese Demonstrationen sind gefährlich, weil sie den Boden für rassistische Übergriffe bereiten und die Bevölkerung spalten. Unter dem Deckmantel des Protestes gegen eine angebliche Islamisierung wird gegen Flüchtlinge im Allgemeinen und Menschen islamischen Glaubens im Besonderen gehetzt. Dabei beklagen die WortführerInnen von Pegida die Opfer des Terrors durch den Islamischen Staat und organisieren jeden Montag Demonstrationen gerade auch gegen die Menschen, die vor dem Terror des IS fliehen…” Infos und Aufruf unter http://gegen-rassismus-bremen.de/ externer Link. Dazu neu:

#NieWieda: Vielfalt statt PegidaAuch wer das sogenannte Abendland nicht in Gefahr sieht, hat sich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass sich dessen selbst berufene Verteidiger_innen in Größenordnungen sammeln, die bisher als unwahrscheinlich galten. Bereits gewohnt ist der Gedanke, dass die Bedrohung, die sie fürchten, »Islam« heißt, und sie meinen, dass er durch Migrant_innen getragen werde, die durch zunehmende Zahl für eine sukzessive »Islamisierung« sorgen…Beitrag von Felix Korsch in der ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 601 / 20.1.2015 externer Link.  Aus dem Text: (weiterlesen »)

Gewerkschaftsgliederungen ziehen sich in Nordrhein-Westfalen aus Protesten gegen rassistische »Pegida«-nahe Aufmärsche zurück. Harsche Kritik nicht nur von Antifaschisten…Artikel von Markus Bernhardt in der jungen Welt vom 29. Januar 2015 externer Link. Aus dem Text: (weiterlesen »)

Gegegn Pegida inMecklenburg-Vorpommern

www.mvgida.de

… Eine Schweriner Gruppe wollte diesem oft dumpfen Rassismus mit einer kreativen Aktion begegnen. So wurde die Domain mvgida.de registriert und dort mehrere Inhalte platziert, wie sie von der Facebook-Seite der Gruppierung bekannt sind. Schließlich verteilten die Organisatoren unter den Mvgida-Sympathisanten mehrere Schilder, auf denen für die Website geworben wurde. Diese trugen die Pappen in der Tat vor sich her – und dachten, für ihre Bewegung so zusätzlich werben zu können. Bis 19.30 Uhr war dies auch der Fall, dann wurde der Inhalt jedoch komplett ausgetauscht…Beitrag von Oliver Cruzcampo bei Endstation rechts vom 26. Januar 2015 externer Link. Aus der Rundmail, in der sich die Gruppe erklärt:

  • … Tatsächlich fordert die Website „ungeliebte Pegida-Anhänger“ auf, „sich richtig zu informieren und nicht alles nachzugackern“. Ein Link zur Liste der Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern soll von dieser Seite aus die Möglichkeit geben, mit den demokratisch gewählten Volksvertretern in Gespräch zu kommen. Ein weiterer Link führt zum Leitfaden zur Durchführung einer eigenen Demonstration ohne die Vereinnahmung durch rechtsradikale und demokratiefeindliche Organisationen. Für Menschen, die sich von der rechten Szene trennen wollen, werden im dritten Link Informationen bereit gestellt…

2014: rechte Hetze gegen Flüchtlinge

Ausschnitt aus der Infografik von Pro Asyl und der Amadeu Antonio Stiftung

Eine Dokumentation der Amadeu Antonio Stiftung und PRO ASYL illustriert ein erschreckend hohes Maß an flüchtlingsfeindlicher Hetze und Gewalt: Im Jahr 2014 kam es in 153 Fällen zu Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte und in 77 Fällen zu tätlichen Angriffen auf Flüchtlinge. In Folge der vielen Anschläge und Übergriffe leben Flüchtlinge und Migranten in Deutschland vielerorts in Angst. „Es ist katastrophal, dass Menschen, die hier Schutz suchen, rassistische Anschläge und Übergriffe befürchten müssen“, so Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL.Presseerklärung von Pro Asyl vom 26. Januar 2015 externer Link. Dazu: (weiterlesen »)

Im NSU-Komplex gibt es mehrere zentrale Fragen, mit denen sich unabhängige Antifaschist_innen dringender denn je auseinandersetzen müssen, um der bislang sehr wirkmächtigen Erzählung des Generalbundesanwalts, der Geheimdienste und der Polizei entgegen zu treten: Denn Strafverfolger und Geheimdienste propagieren entgegen aller Fakten und einschlägigen Zeugenaussagen unbeirrt den Mythos vom isolierten Trio, von dessen terroristischen und mörderischen Aktivitäten kein einziger der zahllosen Unterstützer_innen informiert gewesen sei, und stellen den NSU-Komplex als ein singuläres, schon jetzt abgeschlossenes Ereignis ohne Wiederholungsgefahr dar…” Diskussionsbeitrag von Hilde Sanft und Ulli Jentsch, erschienen im Antifaschistischen Infoblatt 4.2014, dokumentiert auf dem Blog NSU-Watch NRW externer Link

Überblick zu den Gegenaktivitäten:Wir stellen uns quer: Pegida-Ableger blockiert

  • 26.1. – Am Montag gegen PEGIDA & Co
    Am Montag wollen die rechten Demagogen von Pegida – und ihre diversen regionalen Ableger – wieder gegen eine angebliche “Islamisierung des Abendlandes” demonstrieren. Dabei sollen die schrecklichen Morde in Paris instrumentalisiert werden, um gegen Muslime und Flüchtlinge zu hetzen. Doch PEGIDA ist nicht das Volk. In zahlreichen Städten wollen am Montag wieder viele Menschen ein deutliches Zeichen für Weltoffenheit, Toleranz und ein friedliches Zusammenleben setzen.Kleine Übersicht von Yves Venedey auf dem Campact-Blog vom 23. Januar 2015 externer Link;  große Übersicht auf der Facebook-Seite #nopegida externer Link

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In Auschwitz fand einer der zentralsten Angriffe auf die Menschlichkeit in der Geschichte der Zivilisation statt. Wie gelang es den Überlebenden, diesen Angriff zu überstehen? Was gab ihnen die Kraft zum Weiterleben? Gemeinsam mit Esther Bejarano, Éva Fahidi und Yehuda Bacon, drei Auschwitz-Überlebenden, macht sich Filmautor Thomas Gonschior für die Dokumentation “Mut zum Leben” auf eine Spurensuche…Filmvorstellung auf phoenix.de externer Link – Sendetermine: Di. 27.01.15, 08.15 Uhr & 15.45 Uhr, Phoenix. Aus dem Text: (weiterlesen »)

Aufruf gegen den Aufmarsch der rassistischen PEGIDA-Bewegung am kommenden Montag (19.1.) in Duisburg externer Link.  Aus dem Text: “… PEGIDA NRW hat sich nicht zufällig die Problemstadt Duisburg für den Aufmarsch am kommenden Montag ausgesucht. PRO NRW, AFD und NPD konnten bei der letzten Kommunalwahl mehr als 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. In Duisburg sind die Rassist*innen keineswegs Aliens, die von außerhalb über die Stadt hereinbrechen – sie kommen vielmehr aus der Mitte der Gesellschaft. Besonders deutlich wurde das bei der jahrelangen antiziganistischen Stimmungsmache, die von Polizei, Teilen der Presse und „besorgten Bürgern“ gemeinsam betrieben wurde. Auch heute noch ist der Antiziganismus in Duisburg virulent. In Stadtteilen wie Neumühl sind organisierte Neonazis nur Trittbrettfahrer bei den rassistischen Protesten gegen Geflüchtete. Gute Voraussetzungen für PEGIDA. Lassen wir die rassistische Hetze von PEGIDA nicht unwidersprochen zu. Gegen die rechtsradikalen Parteien im Stadtrat, gegen die xenophobe Stimmungsmache in den Stadtteilen! (…)” Dazu neu:

  • PegIdA & DPolG Hand in Hand! Duisburg braucht mehr Widerstand! – Bericht zur ersten Pegida-Demo in Duisburg
    … Neutralität der Polizei? – Fehlanzeige! Der Abend hat gezeigt, dass nicht nur Pegidas „Distanzierung“ von Rechts leere Worte waren, sondern auch das Neutralitätsgebot der Polizei. Diese drückte ihre Zustimmung zu Pegidas Thesen mit der Hupe ihres am Kundgebungsplatz geparkten Einsatzfahrzeuges aus…Bericht vom Antifa Infoportal Duisburg vom 24. Januar 2015 externer Link. (weiterlesen »)

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)

Fuck Rassismus

Grundinfos

  • Rechtsorientierte Jugend und Gewerkschaft. Hausarbeit von Roland Sieber  (Semester 2008/2009) an der Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main (im LabourNet Archiv)
  • „Den Kampf gegen jeglichen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus führen, gerade auch in den Gewerkschaften!“ Flugblatt Nr. 21 vom April 2010 von „GewerkschafterInnen und Antifa gemeinsam gegen Dummheit und Reaktion" (im LabourNet Archiv)
  • Rechtes Spektrum und Gewerkschaften. Zusammenfassung einer Hausarbeit an der Akademie der Arbeit in der Universität Franfurt am Main von Roland Sieber  vom Juni / Juli 2009 (im LabourNet Archiv)
  • Rassismusfreie Zone? Gewerkschaften zwischen Antirassismuskampagnen und Standortsicherung. Artikel von Mag Wompel  - S. 64-72 des Buches "WiderstandsBewegungen. Antirassismus zwischen Alltag und Aktion", herausgegebenen von der Gruppe Interface bei Assoziation A im Juni 2005 (im LabourNet Archiv)

Siehe auch im LabourNet Germany

Wir lassen uns das Dagegensein nicht verbieten

Siehe auch im www