Costa Rica

Im Fokus

Video: Das Gütesiegel“Beschäftigte des Aldi-Zulieferers Fyffes in Honduras und Costa Rica arbeiten unter teils katastrophalen Bedingungen, Gewerkschaften werden unterdrückt. Aldi muss dafür sorgen, dass die Arbeiter/innen auf seinen Zulieferer-Plantagen für faire Arbeitsbedingungen eintreten können! Aldi übernimmt nach eigenen Angaben „Verantwortung für sichere und faire Arbeitsbedingungen“. Für die Arbeiter/innen, die dafür sorgen, dass in den Regalen des Supermarktgiganten tropische Früchte landen, gilt dies offensichtlich nicht. So arbeiten Beschäftigte des Aldi-Nord-Zulieferers Fyffes in Honduras und Costa Rica unter teils katastrophalen Bedingungen…” Kampagne von Oxfam Deutschland externer Link (ohne Datum) mit der Bitte um Unterstützung der Oxfam-Forderung durch Unterschrift

Neuer Hafenstreik an Costa Ricas Atlantikküste – Polizei eskortiert StreibrecherNeue Regierung – alte Gewohnheiten: Luis Guillermo Solís ist sei Mai 2014 Präsident, einer jener Koalitionen, die man im gutbürgerlichen Sprachgebrauch Mitte-Links Regierung nennt. Als jetzt erneut, wie seit 2006 (als die Privatisierungspläne erstmals umgesetzt werden sollten) mehrfach, die Hafenarbeiter der Gewerkschaft SINTRAJAP von Limón and Moín an der Atlantikküste am 22. Oktober in den Streik traten, um sich gegen die Privatisierung zu wehren, wurden sie bereits am nächsten Tag von der Polizei überfallen – neben 68 Festnahmen brachten sie auch noch Streikbrecher mit, allerdings gelang es bisher nicht, die anliegenden Schiffe abzufertigen. Wie in anderen mittelamerikanischen Ländern auch, ist es in Costa Rica der Global player A.P. Moller-Maersk Group aus Dänemark der mit seinem Tochterunternehmen APM Terminals in den Genuß eines 33 Jahresvertrages kommen soll – als eine Gesellschaft, die den Containerverkehr betreiben darf. Die Meldung Solís administration, striking dockworkers at loggerheads over port concession externer Link am 23. Oktober 2014 bei der Tico Times. Hintergrund: (weiterlesen »)

SINDEU, die Gewerkschaft der Beschäftigten an der Universität von Costa Rica organisiert seit über drei Wochen einen Streik gegen die Entlassung von 450 Beschäftigten in dem öffentlichen Gesundheitsprogramm EBAIS. Dies wäre die bisher größte Entlassungswelle im öffentlichen Dienst in Costa Rica. EBAIS ist ein Sozialprogramm, das die Universität zusammen mit der Nationalen Versicherungskasse in besonders schlecht versorgten Gebieten seit langem organisiert hat, und das sowohl erste Hilfeprogramme umfasst als auch diverse Schritte der Gesundheitserziehung. Die 45 Zentren sollten bereits Anfang 2013 geschlossen werden, und das gesamte Projekt an eine Privatuniversität vergeben. Die Gewerkschaft kritisiert die Behauptung der Universitätsverwaltung, dies käme die Staatskasse billiger und rechnet nach, dass die geplanten 36 privaten Zentren teurerer werden, als die bisherigen 45. Bereits zu Anfang des Jahres hatten Proteste der betroffenen Bevölkerung und ein Streik dazu geführt, dass das Projekt bis Februar 2014 fortgesetzt werden wird – gegen die Bekundung der Universitätsleitung, damit sei nun aber endgültig Schluss richtet sich der Streik, der erneut von der betroffenen Bevölkerung unterstützt wird. Das Streikbulletin Lo que debemos saber sobre la huelga de los EBAIS em Costa Rica  der Gewerkschaft SINDEU vom 29. November 2013

Privatlizenz. Zum Schiessen

Sechs zum Teil schwerverletzte Menschen: Das ist das Ergebnis des Eingreifens des privaten Sicherheitsdienstes des Unternehmens “Matas de Costa Rica” gegen Landbesetzer. Diese waren teilweise wenige Tage vorher bereits von öffentlichen Sicherheitskräften vom Eigentum der Herrschaften entfernt worden, waren aber zurückgekehrt. In der Meldung “Clashes between squatters and private security leave six with gunshot wounds externer Link am 10. Januar 2013 bei insidecostarica ist keine Rede davon, dass die Gewalttäter irgendwie viellicht, eventuell, irgendwann dann auch mal ein bisschen zur Verantwortung gezogen werden können. Schliesslich gilt Costa Rica ja als demokratisches Musterland Mittelamerikas..

Die geplante Privatisierung der Verladearbeiten im Hafen von Moin/Limon ruft den Widerstand, nicht nur der Gewerkschaft Sintrajap, sondern auch eines großen Teils der Bevölkerung der Stadt und der Provinz Limon hervor – die Regierung reagiert mit Repression durch Polizeieinheiten. Gegen die Vergabe des Monopols an den multinationalen APM-Konzern protestiert und organisiert auch die CGT Costa Rica, wie in der Erklärung “Respuesta del Gobierno al pueblo de Limón: gases y garrote”  vom 14. Juni 2012 deutlich gemcht wird.