Bochum

  • opel bochum schliessungDer Sozialtarifvertrag
    Ende des Jahres schließt das Opel-Werk in Bochum, nun legen die Verhandlungs“partner“ für die etwa 3.300 Mitarbeiter einen Sozialtarifvertrag vor. Das Dokument als pdf-Datei
  • Keine Abstimmung über Tarifvertrag bei Opel in Bochum
    „Opelaner quittieren die Ausführungen von Opel-Vorstand Schumacher und IG-Metall-Verhandlungsführer Giesler zum Sozialtarifvertrag mit Schweigen. Bis zum 30. September wird entschieden, wer einen der 465 Jobs im Warenverteilzentrum bekommt. 150 Beschäftigte erledigen dort bis 2015 die Restarbeiten…Artikel von Andreas Rorowski auf Der Westen vom 16.06.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Die Verhandlungskommission der IG Metall wird den ausgehandelten Vertrag mit Opel am Mittwoch bewerten. Eine Abstimmung in der Belegschaft sei „emotional nicht verkraftbar“, so Bevollmächtigter Knut Giesler. „Ich glaube dass die Menschen nicht objektiv auf dieses Ergebnis blicken, und dazu stehe ich, dass es deutlich über dem ist, was normalerweise in der Industrie erreicht wird, dass man diese Objektivität in einer solchen emotionalen Betroffenheit Menschen nicht zweimal zumuten kann.“…(weiterlesen »)

Opel Sold OutDer Streit um das angekündigte Ende der Autoproduktion im Opel-Werk Bochum wird vor Gericht fortgesetzt. Das Landgericht Darmstadt befasst sich am Dienstag (27. Mai) mit der Klage des Bochumer Betriebsratschefs Rainer Einenkel gegen den Autobauer. Das Aufsichtsratsmitglied wirft der Adam Opel AG vor, das Kontrollgremium im Frühjahr 2013 nicht korrekt über Pläne informiert zu haben, die Produktion des Familienwagens Zafira Ende 2014 vom Ruhrgebiet ins Stammwerk nach Rüsselsheim zu verlagern. Die Entscheidung besiegelte das Aus der Autofertigung in Bochum Ende 2014. Opel will an dem traditionsreichen Standort auf einem ehemaligen Zechengelände nur ein Warenverteilzentrum erhalten. Von rund 3300 Beschäftigten sollen 700 im Ruhrgebiet bleiben. (…)  Beobachter werfen Einenkel allerdings reinen Aktionismus vor, der niemandem nutze. Selbst wenn das Gericht wider Erwarten einen Formfehler erkennen sollte – das Unternehmen hat die Schließung des Werkes im Aufsichtsrat bereits beschlossen. Wie auch immer das Gericht entscheidet, für das Unternehmen steht fest: Die Entscheidung, die Autofertigung in Bochum zu schließen, ist unumstößlich. Und: Opel geht davon aus, dass der Sozialtarifvertrag für Bochum schon in den nächsten Tagen unterschrieben werden kann.“ Artikel von Harald Schmidt im Neues Deutschland vom 23.05.2014 externer Link. Siehe dazu:

  • Hilflose Geste. Betriebsratschef von Opel Bochum streitet vor Gericht gegen Schließungsbeschluß. Die Vernichtung Tausender Arbeitsplätze wird das nicht stoppen
    Der Konflikt um die Schließung des Bochumer Opel-Werks wird nun auch juristisch ausgetragen. Am Dienstag trat der Betriebsratsvorsitzende der Ruhrgebietsfabrik, Rainer Einenkel, vor dem Darmstädter Landgericht als Kläger gegen seinen »Arbeitgeber« auf. In seiner Funktion als Aufsichtsratsmitglied monierter er, das Kontrollgremium habe im April vergangenen Jahres keine korrekte Entscheidung über die Vorbereitungen zur Stillegung des Standorts getroffen. Zu einer gütlichen Einigung kam es am Dienstag naturgemäß nicht. Doch auch ein Gerichtsbeschluß im Sinne Einenkels würde die Bochumer Opelaner wohl nicht vor einem Jobverlust bewahren. Der Versuch, den Beschluß der Opel-Spitze juristisch anzugreifen, erscheint hilflos…” Artikel von Daniel Behruzi, Darmstadt, zuerst erschienen in der jungen Welt vom 28.05.2014 (weiterlesen »)

Artikel von Daniel Behruzi, Darmstadt, erschienen in der jungen Welt vom 28.05.2014

Der Konflikt um die Schließung des Bochumer Opel-Werks wird nun auch juristisch ausgetragen. Am Dienstag trat der Betriebsratsvorsitzende der Ruhrgebietsfabrik, Rainer Einenkel, vor dem Darmstädter Landgericht als Kläger gegen seinen »Arbeitgeber« auf. In seiner Funktion als Aufsichtsratsmitglied monierter er, das Kontrollgremium habe im April vergangenen Jahres keine korrekte Entscheidung über die Vorbereitungen zur Stillegung des Standorts getroffen. Zu einer gütlichen Einigung kam es am Dienstag naturgemäß nicht. Doch auch ein Gerichtsbeschluß im Sinne Einenkels würde die Bochumer Opelaner wohl nicht vor einem Jobverlust bewahren. (weiterlesen »)

detroit projektMit dem Projekt „This is not Detroit“ antwortet das Schauspielhaus Bochum auf die Deindustrialisierung der Stadt. Artikel von Hans-Christoph Zimmermann in der TAZ vom 20.05.2014 externer Link. Aus dem Text: „(…) Der Film ist Teil des Großprojekts „This is not Detroit“, mit dem das Bochumer Schauspielhaus zusammen mit Urbane Künste Ruhr auf die Stilllegung des Opel-Werks 2016 reagiert. Nach der Montanindustrie verliert Bochum in einem zweiten Strukturwandel nun auch noch die Automobilindustrie. Die Vision einer deindustrialisierten Stadt erschüttert das Selbstverständnis der Ruhrgebiets-Stadt. „This is not Detroit“ versucht seit vergangenen September diesen Prozess mit Gesprächsrunden, Vorträgen, Symposien, Ausstellungen und Kunstaktionen zu begleiten…“

Allein für den Personalabbau muss der Autohersteller Opel nach F.A.Z.-Informationen mehr als eine halbe Milliarde Euro zahlen. Die Kosten der Produktionsverlagerung nach Rüsselsheim kommen noch hinzu. Trotz der jüngsten Absatzerfolge hält Opel an der geplanten Schließung der Fabrik in Bochum fest. (…) Das Geld wird neben Abfindungen – die pro Person im Durchschnitt bei etwa 110.000 Euro liegen – auch für die Finanzierung einer Transfergesellschaft und für Vorruhestandsregelungen eingesetzt. Insgesamt geht es um 3300 Arbeitsplätze, die nach dem Aus für die Autoproduktion in Bochum Ende 2014 wegfallen. Damit nicht genug: Hinzu kommen noch Kosten für die Verlagerung der Produktion des bisher in Bochum produzierten Familienvans Zafira an den Opel-Stammsitz in Rüsselsheim und dazu noch Ausgaben für die Sanierung des Grundstücks in Bochum samt der Reinigung von Altlasten…“ Artikel in der FAZ vom 15.05.2014 externer Link

„In der konstituierenden Sitzung des Bochumer Opel-Betriebsrates am 7. Mai 2014 wurde Rainer Einenkel mit 76% erneut zum Vorsitzenden des Betriebsrates gewählt. Als stellvertretender Betriebsratsvorsitzender wurde Murat Yaman bestätigt. Beide Betriebsräte wurden zusätzlich in den Gesamtbetriebsrat gewählt. Als Mitglieder des geschäftsführenden Betriebsratsausschuss wurden gewählt: Helmut Bonk, Bernd Brenneke, Annegret Gärtner-Leymann, Peter Gabriel, Dietmar Hahn, Michael Müller, Bernd Wozniczka. Als Mitglied des Europa-Betriebsrates wurde Rainer Einenkel bestätigt.
Arbeitsschwerpunkte des neuen Betriebsrates: Opel will das Bochumer Opel-Werk Ende 2014 schließen. Der Bochumer Betriebsrat steht vor den kompliziertesten Verhandlungen in seiner Geschichte. Wir werden auch zukünftig vor der Verantwortung und schwierigen Entscheidungen nicht weglaufen. Unsere Schwerpunkte bleiben:
1. Juristische Klärung der Verlagerung des Zafira nach Rüsselsheim. Die Klage wird am 27. Mai 2014 am Landgericht Darmstadt behandelt.
2. Nachbesserung der Austrittsprogramme.
3. Verbindliche Festlegung von Arbeitsplätzen und Ersatzarbeit. Arbeitsplätze statt Arbeitsamt.
4. Der Bochumer Betriebsrat hat das Vertrauen der Belegschaft. Zuständig für die Bochumer Belegschaft bleiben die hier gewählten Betriebsräte und nicht Betriebsräte anderer Standorte. Darum keine Einschränkung in der Interessenvertretung und der Handlungsfähigkeit des gewählten Bochumer Betriebsrates
.“ Meldung auf der Seite von Rainer Einenkel vom 07.05.2014 externer Link

„Nach einer Entscheidung des Opel-Vorstandes sollen Ende 2014 mindestens 3.300 Bochumer Opelaner ihren Arbeitsplatz verlieren. Zusätzlich betroffen sind viele Arbeitsplätze aus der Zulieferindustrie, dem Handel und sonstigen Gewerbebetrieben. Es droht ein Ausbluten der Region. Dazu einige aktuelle Informationen der letzten Tage:…“ Das Info des Betriebsrates vom 05.05.2014 bei Bo Alternativ externer Link

"Wir bleiben Opel" - Demo in Bochum (2012)Am 9. April 2014 wurde im Bochumer Werk der neue Betriebsrat gewählt. Es war eine sehr hohe Wahlbeteiligung. 72 Prozent der Wahlberechtigten haben sich an der Wahl beteiligt. Unsere Liste “Gemeinsam” erhielt 62,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Gleichzeitig hat unsere Liste die absolute Mehrheit in allen Werksteilen und Bereichen bekommen. 18 Betriebsrätinnen und Betriebsräte der Liste “Gemeinsam” werden dem neuen 25 köpfigen Betriebsrat angehören. Das vorläufige Wahlergebnis mit den gewählten Betriebsräten:
Liste 1 “Gemeinsam”: 18 Mandate
Liste 2 “Offensiv”: 3 Mandate
Liste 4 “Einheit für Bochum”: 1 Mandat
Liste 5 “Opelaner Belegschaft”: 2 Mandate
Liste 6 “Kontrast”: 1 Mandat
Wir Kandidatinnen und Kandidaten der Liste “Gemeinsam” bedanken uns für das Vertrauen. Es war ein weitgehend sachlicher und dennoch schwieriger Wahlkampf. Alle Versuche während des Wahlkampfes, den Bochumer Betriebsrat für die weiteren Verhandlungen zu schwächen, sind gescheitert. Der Bochumer Betriebsrat steht derzeit vor den schwierigsten und kompliziertesten Verhandlungen seit Bestehen der Bochumer Opel-Werke. Mit diesem Ergebnis werden wir gemeinsam mit allen gewählten Betriebsräten, den Vertrauensleuten und den Beschäftigten gestärkt in die weiteren Verhandlungen gehen. Wir werden auch weiterhin Verantwortung übernehmen. Das Vertrauen der Belegschaft haben wir. Mit solidarischem Gruß Rainer Einenkel / Murat Yaman (Listenführer der Liste 1 “Gemeinsam”)“ Meldung auf der Seite von Rainer Einenkel vom 10.04.2014 externer Link

„Wenn Opel im Dezember seine Werkstore für immer schließt, dann droht mehr als 3000 Beschäftigten die Arbeitslosigkeit; es sei denn sie finden einen Ersatzarbeitsplatz. Etwa 2000 Beschäftigte im Werk I haben dabei keinen einfachen Stand: Sie sind zwischen 45 und 55 Jahre alt…“ Artikel von Andreas Rorowski auf Der Westen vom 09.04.2014 externer Link

„Im Bochumer Opelwerk hat in der Nacht zu Mittwoch die letzte Betriebsratswahl vor der Schließung zum Jahresende begonnen. Für das 25-köpfige Gremium haben sich fast 900 Kandidaten in sechs Listen beworben – und damit fast jeder dritte Opel-Mitarbeiter. Eine ungewöhnliche Situation…“ Artikel von Thomas Aschwer in den Ruhrnachrichten vom 09.04.2014 externer Link

"Wir bleiben Opel" - Demo in Bochum (2012)Article by Wolfgang Schaumberg, English version and summary of “Opel-Krise und Gegenwehr”  8. August 2012

Since 2001, GM — active throughout Europe under the brand-name “Opel” — has reduced its number of employees in Europe to 40,000.  That’s 8,000 less than in the year 2008.  GM now has 55,000 employees in China.  After two factories were already closed in Portugal and Belgium, GM announced last year that it would end production in one of its four German factories, in Bochum, at the end of 2014 and sell the production area, which is as large as about 200 soccer fields.  For decades, Opel Bochum was GM’s largest production facility, and in 1992 still had 19,200 employees.  Step by step, the labor force was reduced to 3,500, but always in the face of tough resistance struggles like in no other facility.  Even internationally, the labor force at Opel attracted attention through its independent so-called “wildcat strike” in the year 2000 (3 days) and in particular in 2004 (6 days).  (See https://vimeo.com/44512168 externer Link , a film with English subtitles about the Opel Bochum strike of 2004). (weiterlesen »)

„Etwa 1000 Metaller bei der Kundgebung am Verhandlungshotel sind enttäuscht über die Zahl der Teilnehmer und die Unverbindlichkeit von Ulrich Schumacher. Eine empörte Gruppe organisiert eine spontane Demo auf dder nahegelegenen Kreuzung Castroper Straße/Stadionring…“ Artikel von Andreas Rorowski auf Der Westen vom 24.03.2014 externer Link

„Die IG Metall ruft alle Mitglieder bei Opel und Partnerbetrieben für Montag, den 24. März um 11.55 Uhr zu einer Protestkundgebung zur Verhandlung über den Sozialtarifvertrag bei Opel auf. Das Motto lautet: “Opelaner brauchen Zukunft”. Kundgebungsort ist die Rundsporthalle am Stadion in der Küppersstraße. Im Aufruf heißt es: “Opel muss Klarheit schaffen. Wir brauchen endlich verlässliche Antworten: Verbindliche Ersatzarbeitsplätze.  Belastbare Investitionszusagen. Verlässliche Antworten auf alle offenen Fragen. Verbesserte Austrittsprogramme. Wir müssen Druck machen. Es ist 5 vor 12. Opel hatte genug Zeit. Jetzt muss Opel am Verhandlungstisch liefern.« Es redet u. a. der Bezirksleiter der IG Metall NRW Knut Giesler.Der Aufruf bei Bo-Alternativ vom 20.03.2014 externer Link

Immer wieder: Werksschliessungsdrohungen bei Opel BochumMehr als 2000 Beschäftigte des Opel-Werks im Ruhrgebiet informieren sich während der Arbeitszeit über neue Vereinbarung, die das Ende des Standorts besiegeln könnte. Artikel von Daniel Behruzi aus der jungen Welt vom 06.02.2014

Nach der Bekanntgabe einer neuen Standortvereinbarung für die Opel-Werke Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach ist die Aufregung in Bochum groß. Die Beschäftigten aller drei Schichten – insgesamt über 2000 Arbeiter – informierten sich am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch in jeweils einstündigen Versammlungen über die Situation. Der in der vergangenen Woche unterzeichnete Vertrag gilt für die Ruhrgebietsfabrik zwar nicht, betrifft diese aber doch: Denn darin wird offenbar die Verlagerung der Zafira-Produktion von Bochum ins hessische Rüsselsheim erstmals festgeschrieben. Das würde das Ende der Autofertigung im Ruhrgebiet endgültig besiegeln. Für die Belegschaften der anderen Opel-Standorte wird hingegen der Ausschluß betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2018 verlängert. (weiterlesen »)

„In einer Erklärung des Betriebsrates und der IG Metall-Vertrauensleute der Bochumer Opelwerke heißt es: »„Liebe Mitarbeiterin, lieber Mitarbeiter“ war auf der Weihnachtsbotschaft vom Opel-Vorstandsvorsitzenden Dr. Karl-Thomas Neumann an die Opel-Belegschaft zu lesen. Keine Post und keine Weihnachtsbotschaft vom Opel-Vorstandsvorsitzenden erhielten die viertausend Menschen in den Bochumer Opel-Werken und Partnerbetrieben. Vergessen und weg. Auch in einer zugehörigen 72-seitigen Broschüre “Opel is back” mit Rückblick auf die vergangenen 24 Monate wurde das Werk Bochum kein einziges Mal erwähnt. Vergessen wurden die 50 Jahre Opel-Bochum, die Leistung der Bochumer Belegschaft und die mehrfache Absage der Feierlichkeiten für dieses Werk…“ Die Erklärung im Wortlaut bei Bo-Alternativ vom 17.12.2013 externer Link

Siehe auch im LabourNet Germany

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)

Grundinfos

GoG-Oma

Immer wieder: Werksschliessungsdrohungen bei Opel Bochum

Sechs Tage der Selbstermächtigung. Der Streik bei Opel in Bochum Oktober 2004