Thyssen-Krupp: Betriebsräte protestieren gegen Stahlfusion

Dossier

Thyssen-Krupp: Betriebsräte protestieren gegen Stahlfusion - Aktionstag am 31. August 2016 in DuisburgThyssen-Krupps Betriebsrat wehrt sich gegen eine mögliche Fusion mit Tata Steel: Der Zusammenschluss sei nicht notwendig – und zudem riskant. Der Konzernchef hatte sich zuvor für Fusionen ausgesprochen. (…) Für den 31. August hat die IG Metall die Beschäftigten zu einer Demonstration vor der Hauptverwaltung der Stahlsparte in Duisburg aufgerufen. In der Ruhrgebietsstadt tritt an diesem Tag der Aufsichtsrat von Steel Europe zusammen. Das Unternehmen beschäftigt rund 27.000 Mitarbeiter. Die Arbeitnehmervertreter befürchten im Fall einer Fusion einen Jobabbau und die Schließung von Standorten.” Reuters-Meldung vom 12.08.2016 beim Handelsblatt online externer Link. Siehe dazu weitere Informationen, Kritik und Aktionstage auf der Aktionsseite externer Link und hier dazu:

  • Fusion mit Fallen. Joint Venture der Stahlkonzerne Thyssen-Krupp und Tata: IG Metall wehrt sich gegen Privilegien des niederländischen Standorts New
    Scheitert die Fusion der Stahlsparten von Thyssen-Krupp und Tata Steel Europe am Widerstand der deutschen Belegschaft und der IG Metall? »Einen Freistaat IJmuiden werden wir nicht akzeptieren«, sagte Tekin Nasikkol, der stellvertretende Betriebsratschef von Thyssen-Krupp am Mittwoch gegenüber Reuters. »Es ist nicht akzeptabel, dass nur wir in Deutschland für die Risiken des Joint Ventures einstehen sollen und die niederländische Gesellschaft sich aus der Verantwortung nimmt.« Der Hintergrund: Tata Steel Nederland beansprucht die Gewinne aus seinem großen Walzwerk in IJmuiden weiterhin exklusiv für sich. Sie sollen nicht in die gemeinsame Bilanz einfließen und deshalb auch nicht mit eventuellen Verlusten des Zusammenschlusses an anderen Standorten verrechnet werden. Die Tageszeitung De Volkskrant berichtete am Mittwoch, der indische Mutterkonzern habe das den Niederländern bereits vor einem Monat bestätigt. »Unter solchen Voraussetzungen können wir der geplanten Fusion auf gar keinen Fall zustimmen. Denn das würde bedeuten, dass künftig die deutschen Stahlstandorte für alle möglichen Verluste aufkommen müssten, während das holländische Management fröhlich Gewinne abzieht«, heißt es in einer Erklärung der IG Metall. (…) Die 21.000 Beschäftigten in der Thyssen-Krupp-Stahlsparte in der Bundesrepublik haben im Januar ebenfalls eine Jobgarantie bis zum 30. September 2026 bekommen. Nur deshalb stimmten die deutschen Stahlkocher mit 92 Prozent für die Fusion mit Tata. Drei Viertel der Beschäftigten hatten an der Abstimmung teilgenommen. Nun fühlen sie sich hintergangen. Aus der Zeitung haben sie von den Bedingungen erfahren, die Tata plötzlich stellt. Die Konzernführung hielt es nicht für nötig, die Arbeitervertreter darüber zu informieren…” Artikel von Gerrit Hoekman in der jungen Welt vom 31.03.2018 externer Link
  • Stahl-Beschäftigte von Thyssen-Krupp haben abgestimmt: Über 90 Prozent für Tarifvertrag 
    Mit einem Tarifvertrag will die IG Metall die Arbeitsplätze der rund 27 000 Stahlwerker von Thyssen-Krupp langfristig sicher machen. Die IG Metall-Mitglieder unter den Beschäftigten waren in den letzten Wochen aufgerufen, über den Vertrag abzustimmen. Heute wurde ausgezählt. Das Ergebnis: 92,2 Prozent Zustimmung. Von 13. Januar bis 3. Februar konnten die rund 21 000 IG Metall-Mitglieder in der Stahlsparte von Thyssen-Krupp (TK) über den Tarifvertrag abstimmen, den die IG Metall kurz vor Weihnachten mit der Konzernleitung ausgehandelt hatte. 71,3 Prozent beteiligten sich an der Wahl. Ihr Votum war sehr eindeutig: Fast 15 000 stimmten zu – das waren 92,2 Prozent. Die Resonanz war so positiv, dass die IG Metall in den Stahlwerken während der Abstimmungszeit 550 neue Mitglieder gewann...” Pressemitteilung der IG Metall vom 05.02.2018 externer Link
  • Stahl-Fusion ThyssenKrupp und Tata: Stimmt gegen den Tarifvertrag der IG Metall! Verteidigt alle Arbeitsplätze! 
    “Die IG Metall organisiert gegenwärtig in allen deutschen Standorten von ThyssenKrupp-Stahl eine Abstimmung über den Tarifvertrag, den sie kurz vor Weihnachten mit dem Konzern ausgehandelt hat. Mit diesem Tarifvertrag soll die Fusion des größten deutschen Stahlproduzenten mit dem britischen Stahlkonzern Tata Steel durchgesetzt werden. Ziel der Fusion sind einschneidende Rationalisierungsmaßnahmen und ein massiver Arbeitsplatzabbau in Deutschland und in Großbritannien. Die Sozialistische Gleichheitspartei (SGP) ruft die rund 27.000 Stahl-Beschäftigten an allen acht deutschen ThyssenKrupp-Standorten dazu auf, den Tarifvertrag abzulehnen und gegen ihn zu stimmen. Die Nein-Stimme muss zum Auftakt gemacht werden, um Aktionskomitees in allen Stahlwerken aufzubauen und gemeinsam mit den Stahlarbeitern von Tata Steel in Großbritannien Kampfmaßnahme zur prinzipiellen Verteidigung aller Arbeitsplätze zu organisieren. (…) Die Verteidigung von Löhnen, Arbeitsplätzen und sozialen Errungenschaften erfordert eine internationale Perspektive. Die transnationalen Konzerne und Banken verfolgen in ihrem Krieg gegen die Arbeiterklasse eine internationale Strategie. Deshalb müssen die Arbeiter ebenfalls eine internationale Strategie für den Klassenkampf entwickeln, um ihre Interessen zu verteidigen. Die Aktionskomitees müssen Verbindung zu den Arbeitern in ganz Deutschland, Europa und weltweit aufnehmen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Die Sozialistische Gleichheitspartei ist bereit, jede ernsthafte Initiative zur Ausweitung und internationalen Entwicklung der Streiks zu unterstützen.” Aufruf der Sozialistischen Gleichheitspartei (SGP) vom 16. Januar 2018 bei World Socialist Web Site externer Link
  • Tata will TKS ganz übernehmen 
    Was bringt uns die Zukunft bei Thyssenkrupp? Um das einschätzen zu können, ist der Tarifvertrag Zukunft Stahl wichtig. Aber viel wichtiger ist die Konzernpolitik von Thyssenkrupp und Tata-Steel. Die zieht in verschiedene Richtungen. (…) Wer nur auf die Paragraphen des Tarifvertrags Zukunft Stahl starrt, wird sich bald wundern, wo wir landen. Der Tarifvertrag Zukunft Stahl erlaubt Ausgliederung, Fusion, drastischen Arbeitsplatzabbau, mehr Arbeitshetze, Anlagenschließung und Umzug der zentralen Verwaltung der TKS. Die einzig wirkliche Beschäftigungssicherung gilt für die Ausbildungsplätze. (…) Aber für unsere Arbeitsplätze gibt es keine Festschreibung der „Kapazitäten“. In § 8 Tarifvertrags steht: „Betriebsbedingte Kündigungen (…) werden vor dem 30.09.2026 nicht stattfinden“. Die brauchen weder Hiesinger noch Tata-Steel. Tausende KollegInnen werden bis dahin in Rente gehen. Für ihre Arbeitsplätze gibt es keine „Beschäftigungssicherung“. Außerdem heißt es im § 8: „erforderlich werdende Personalanpassungen (werden) sozialverträglich gestaltet“. Schon jetzt klagen alle über Arbeitshetze durch Unterbesetzung. Die KollegInnen mit AÜG- und Werkvertrag sind ganz außen vor. Der so einmalige Erfolg der IG Metall ist ein Messer ohne Griff. (…) Die IG Metall-Bürokraten verkaufen den Entwurf des Tarifvertrags Zukunft Stahl als großen Wurf für die Zukunft. Das ist schon deshalb merkwürdig, weil Stahl für Herrn Hiesinger und die Aktionäre keine Zukunft hat. Noch merkwürdiger: Es verhandelten auf zwei Seiten a) der ehemalige IGM-Vorsitzende Wetzel mit b) dem ehemaligen 1. Bezirksleiter der IGM NRW, Burkhard. Was ist dabei herausgekommen? (…) Noch kann nachgelegt werden. Verhandlungen über den Tarifvertrag Zukunft Stahl bieten die Möglichkeit, offiziell für MEHR in den Streik zu treten z. B. die bestehende Arbeitsplatzkapazität (d.h. die jetzige Anzahl der Arbeitsplätze) wie bei den Ausbildungsplätzen bis 2026 festschreiben zu lassen. Das dürfte Tatas Wunsch nach einer Fusion drastisch senken…” Beitrag von und bei RIR (Revolutionäre Initiative Ruhrgebiet) vom 13.01.2018 externer Link
  • Thyssenkrupp + Tata-Steel Ijmuiden: Erste gemeinsame Aktion gegen die Fusion – und Wetzel fällt uns in den Rücken!
    Mittwoch, 20.12.17, Ijmuiden: Begeistert wurde die Delegation von ThyssenKrupp Hamborn-Beeckerwerth von 3.500 KollegInnen bei Tata-Steel in Ijmuiden empfangen. „Fusion – Nein, Danke!“ war das gemeinsame Motto. Das war ein super Auftakt für einen gemeinsamen Kampf. Bis dahin hatte die Gewerkschaft FNV keine Verhandlungen mit Tata-Steel geführt. Donnerstag, 21.12.2017, Duisburg: „Am Donnerstagabend einigten sich Management und Belegschaftsvertreter nach heftigem Ringen über die Bedingungen, die eine Fusion der Stahlsparten von Thyssen-Krupp und Tata mit Zustimmung der Belegschaft möglich machen soll“ (Handelsblatt 22.12.2017). Wer hat uns verraten? IGM-Bürokraten! Während die TK-Delegation in Ijmuiden auf der Bühne stand, handelten Wetzel & Co. einen Separat-Abkommen mit Hiesinger aus. Es wurde nicht nur das Ultimatum von Hiesinger erfüllt, der einen Verhandlungsentwurf vorlegen sollte, sondern direkt von den IGM-Bürokraten angenommen. Damit ging nicht nur die Spaltungspolitik der TK- und Tata-Vorstände auf. Damit ist die IG Metall-Bürokratie den KollegInnen in Ijmuiden und unserem Kampf gegen die Fusion voll in den Rücken gefallen. Gefühlte 95 % der Stahlkocher von Thyssenkrupp und Tata sind gegen die Fusion. Doch die IGM-Bürokraten sind für Fusion. (…) Zwar gibt es ein Verhandlungsergebnis. Auch erklärte IGM-Bezirksleiter NRW, Giesler: „Die Tarifkommission hat heute beschlossen, dass wir den Mitgliedern die Zustimmung zum Ergebnis empfehlen werden“. Aber das vollständige Verhandlungsergebnis ist vorerst für die Masse der IGM-Mitglieder und Stahlkocher geheim. Die VKL Thyssenkrupp veröffentlicht nur Teilausschnitte des Textes. Deshalb fordern wir die sofortige, vollständige Offenlegung des Vertragstextes!…” Beitrag vom 23.12.2017 von und bei Revolutionäre Initiative Ruhrgebiet externer Link
  • [IG Metall] Thyssen-Krupp: Neun Jahre sichere Arbeitsplätze garantiert 
    Ein Jahrzehnt Sicherheit für die Stahlwerker von Thyssen-Krupp hatte die IG Metall gefordert. Neun Jahre hat die IG Metall durchgesetzt. Mit dieser Nachricht können die Beschäftigten jetzt in die Weihnachtsfeiertage gehen. (…) Der Konzern sichert den rund 27 000  Beschäftigten zu, dass es neun Jahre lang keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird und die Standorte erhalten bleiben. Außerdem setzte die IG Metall durch, dass während dieser neun Jahre pro Jahr mindestens 400 Millionen Euro in die Standorte investiert werden, um ihre Zukunft zu sichern. (…) Die IG Metall konnte auch eine weitere wichtige Forderung durchsetzen. Sie rang Thyssen-Krupp das Zugeständnis ab, mindestens sechs Jahre mit 50 Prozent an dem künftigen Gemeinschaftsunternehmen beteiligt zu bleiben. Damit bleibt der Konzern in der Verantwortung für den Erfolg oder Misserfolg des Joint Ventures mit Tata. (…) Nicht verhindern konnte die IG Metall, dass die Firmenzentrale des künftigen Gemeinschaftsunternehmens nach Amsterdam verlegt wird und damit aus der (paritätischen) Montanmitbestimmung fällt. (…)Im Januar sollen die gut 20 500 IG Metall-Mitglieder der betroffenen Stahlstandorte über das Ergebnis abstimmen…” Pressemitteilung der IG Metall vom 22.12.2017 externer Link, siehe dazu einen ersten Kommentar:

    • Einigung mit Tücken
      “… Wenn es allerdings im Januar um die Zustimmung aller Standorte des Konzerns zu dem Kompromiss geht, könnte die Freude schon vorbei sein, denn die Einigung weist einige Tücken auf. Für »Betriebsteile« an mehreren Standorten soll bis Ende 2020 eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt werden. Hier könnten also Kündigungen durch die Hintertür drohen. Auch die Montanmitbestimmung konnten die Arbeitervertreter nur für wenige Jahre sichern. Zudem verpflichtet sich ThyssenKrupp, sechs Jahre lang 50 Prozent an dem Joint Venture zu halten. Was dann passiert, ist unklar, denn bei der Frage des Firmensitzes konnten sich die Mitarbeiter nicht durchsetzen. Der Konzern wird in den Niederlanden ansässig sein, nicht mehr im Ruhrgebiet…” Kommentar von Sebastian Weiermann vom 23.12.2017 bei ND online externer Link
  • 10 Punkte gegen Fusion und Ausgliederung 
    Detlef Wetzel (früherer IGM-Vorsitzender und Aufsichtsratsmitglied bei Thyssenkrupp Steel) setzte am 23.11.2017 auf der Kundgebung in Andernach auf Verhandlungen. Aus dem „NEIN“ zu Fusion & Ausgliederung ist über Nacht ein „JA, WENN“ geworden. Unsere Vorschläge: 1. Wir lehnen Fusion und Ausgliederung nach wie vor ab. 2. Deshalb: Sofortiger Abbruch der Verhandlungen. (…) 5. Treff der Betriebsräte, shop stewards, Delegierten von Tata und TKS, um ein gemeinsames Vorgehen bis hin zum Vollstreik zu beraten. 6.      Die KollegInnen von HKM werden aufgefordert, den Kampf mit uns gemeinsam zu führen. Keine Vereinbarungen Standort für Standort. (…) 10. Diskussion über die Vergesellschaftung der Stahlindustrie…” Aus was tun bei Thyssenkrupp Steel vom 7.12.2017 externer Link
  • Stahlwerker haben die Faxen dicke: Beschäftigte von Thyssen-Krupp auf Großkundgebung in Andernach 
    Tausende Beschäftigte aus Thyssen-Krupp-Standorten der ganzen Republik sind seit heute morgen, 10.15 Uhr, in Andernach auf der Straße. Sie demonstrieren für die Zukunft der Stahlwerke und ihrer Arbeitsplätze. Die Demo endet um 5 vor 12 mit einer großen Kundgebung…” IG Metall-Meldung vom 23.11.2017 externer Link, siehe dazu: Auf nach Andernach! Der Aufruf auf der Aktionsseite externer Link, dort auch Aktionsinfos
  • Internationale Aktion oder Andernach? 
    Die Multis Tata-Steel und Thyssenkrupp ziehen gemeinsam an einem Strang. Doch die internationale Zusammenarbeit der Gewerkschaften und Betriebsräte ist katastrophal. Was macht eigentlich der Europäische Metallgewerkschaftsbund? In Britannien haben die drei Stahlarbeitergewerkschaften ein gemeinsames Stahl-Koordinierungs-Komitee gegründet. Doch international fehlt eine Koordination zwischen Pt. Talbot, Ijmuiden, Hamborn-Beeckerwerth, Terni (…) Die IG Metall NRW ist für den Verbleib des TKS-Hauptquartiers „in Deutschland“. Vor allem die  Mitbestimmung im Aufsichtsrat soll erhalten bleiben. Im Betriebsrat gilt Pt. Talbot als „veraltet“. Einigkeit sieht anders aus. Wofür hat man eigentlich einen Europäischen Metallgewerkschaftsbund? In ihm sind die IG Metall, CNV und FNV,  Community und GMB Mitglied. Warum arbeiten sie nicht zusammen? Sowohl Tata-Steel wie Thyssenkrupp haben  einen Europabetriebsrat. Warum arbeiten die beiden Eurobetriebsräte nicht Hand in Hand? Notwendig ist ein internationales Koordinierungs-Komitee aus Gewerkschaften, Eurobetriebsrat, Betriebsräten, Vertrauensleuten, shop stewards. (…) Stattdessen geht’s am 23.11. nach … Andernach! Ein wichtiges Stahlwerk und ein schöner, alter Ort. Doch unsere Demos sind immer weiter vom TK-Hauptquartier entfernt, wo die Entscheidungen fallen. Zufall oder Absicht?…” Aus: was tun bei Thyssenkrupp steel vom 07.11.2017 externer Link
  • Reaktion des Gesamtbetriebsrates Tata Steel Nederland auf das Memorandum of Understanding (MoU) 
    “… Am 18. Oktober 2017 hat die Geschäftsleitung von TSN den GBR in groben Umrissen über den Inhalt des Memorandum of Understanding (MoU) zwischen der Tata Steel Ltd. und der thyssenkrupp AG informiert. Wie der GBR bereits mitteilte, werden zahlreiche Stellen abgebaut und wird es nicht bei 4.000 Stellen im gesamten Joint Venture bleiben. Das neue Unternehmen wird, den aktuellen Erwartungen zufolge, große Teile der unterstützenden Dienste in Niedriglohnländer auslagern. (…) Der GBR wird nicht zulassen, dass TSN Schulden aufgesattelt werden, ohne dass dem Vorteile gegenüber stehen. (…) Der GBR stellt fest, dass wir uns am Anfang einer langen und unsicheren Reise befinden, die – wie es sich bisher abzeichnet – für TSN und seine Mitarbeitern nicht gut verlaufen wird. (…) Die Mitarbeiter von TSN können sich darauf verlassen, dass der GBR Beschlüsse des Anteilseigners, die für TSN und insbesondere TSNs Mitarbeiter negative Folgen haben, nicht einfach so akzeptiert.” Pressemitteilung vom 20. Oktober 2017 des Gesamtbetriebsrat Tata Steel Nederland . Siehe dazu:

    • Betriebsrat Tata Steel Niederlande gegen thyssenkrupp-Fusion
      “In neun Monaten so viel verdient wie im gesamten letzten Jahr – bei thyssenkrupp Steel scheint es gut zu laufen. Doch der Konzern redet die Sparte krank, meint der Betriebsrat. Er sieht keinen Grund für eine Fusion mit Tata. (…) Die Stahlkocher von thyssenkrupp hatten gegen die Pläne protestiert. Nun wächst auch bei den Beschäftigten von Tata Steel in den Niederlanden der Widerstand gegen die geplante Fusion. (…) Der Gesamtbetriebsrat von Tata Steel Nederland (TSN) teilte laut „Handelsblatt“ vor dem Wochenende mit, er werde die Fusionspläne nicht unterstützen. Diese würden für die rund 10.000 Tata-Beschäftigten in den Niederlanden nicht gut verlaufen. Es werde wohl kaum bei dem von Thyssen und Tata angekündigten Abbau von insgesamt 4.000 Stellen bleiben. „Es ist vollkommen unklar, wie das neue Unternehmen finanziert wird und bei wem die Schulden untergebracht werden“, hieß es seitens des Betriebsrates von TSN. (…) Auf das geplante Joint Venture sollen offenbar Schulden von insgesamt 6,5 Milliarden Euro abgewälzt werden. Der Überschuldungsgrad sei immens hoch. Außerdem herrsche große Unruhe in der Belegschaft über die Zukunft ihrer Arbeitsplätze. Die Arbeitnehmervertreter befürchten, dass nach 2020 zahlreiche Jobs gestrichen werden. Dann läuft bei thyssenkrupp der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen aus…” Beitrag von Friedrich Oehlerking vom 23. Oktober 2017 bei WEKA online externer Link
  • Thyssenkrupp Steel: Fusion und Ausgliederung einfach hinnehmen? Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. 
    Mit der Einsetzung einer „Arbeitsgruppe“ will Thyssenkrupp-Vorstand Hiesinger unseren Kampf beenden. Ist der Kampf gegen Fusion und Ausgliederung beendet, bevor er richtig begonnen hat? Darauf zielt die „Arbeitsgruppe“ zwischen Vorstand, IGM und Betriebsrat ab. Mit ihr will Hiesinger jeden weiteren Kampf verhindern. Werkgespräche statt Gegenstrategie  Am 3.5. und 22.9. kamen nicht mehr als je 7.500 KollegInnen zur Kundgebung. Viele (z.B. von HKM) wurden von der IG Metall NRW nicht mobilisiert. Das Feld wird Hiesinger überlassen. Sein Schuhputzer Goss verliert sich bei „Werkgesprächen“ mit der Belegschaft in Einzelheiten, damit wir unseren Kampf aus den Augen verlieren. 10 Hintern auf 10 Sitzen. Für die Spitzen von IG Metall & Betriebsrat ist die Montanmitbestimmung im Aufsichtsrat am wichtigsten. Die bleibt erhalten, so Hiesinger zur BILD-Zeitung. Was hat sie uns gebracht? Seit 1 1/2 Jahr keine Informationen über die Fusion. Keine volle Mobilisierung gegen Fusion und Ausgliederung. Die Tätigkeit „unserer“ Aufsichtsräte: 10 Hintern auf 10 Sitzen! Sitzen nicht die Betriebsräte Segerath und Nasikkol (seit 1.6.2016) dort?…” “Was tun bei Thyssenkrupp Steel” vom 18.10.2017 externer Link von und bei Revolutionäre Initiative Ruhrgebiet
  • Einsame Stahlarbeiter
    In Bochum demonstrierten heute tausende Stahlarbeiter gegen die Zusammenlegung der Stahlsparten von Thyssenkrupp und Tata, die mindestens 2000 Arbeitsplätze kosten wird. So beeindruckend der von der IG Metall organisierte Protest auch war,  auf die Unterstützung einer  Gesellschaft, die jedes Gefühl dafür verloren hat, woher ihr Wohlstand kommt, können sie nicht mehr zählen. (…) Die Wut der Betriebsräte war spürbar. Sie waren ignoriert und betrogen worden und sie wissen, dass der Kampf gerade erst begonnen hat. Aber sie wissen auch, wie dieser Kampf enden wird, zu oft haben sie ihn gekämpft und verloren: Die 2000 Arbeitsplätze sind weg, weitere werden wahrscheinlich folgen. Die IG Metall wird gute Abfindungen für die Arbeiter herausholen, die Thyssenkrupp bereits eingepreist hat. Mehr ist nicht drin. (…) Früher war das mal anders. Als 1987 um das Stahlwerk in Rheinhausen gekämpft wurde, stand das ganze Ruhrgebiet still, stellte sich die Region an die Seite der Stahlarbeiter. Und hatte, ganz nebenbei, Erfolg (…) Auch im Ruhrgebiet hat die jahrzehntelange Propaganda von Ökohysterikern und Industriefeinden ihre Wirkung gezeigt: Industrie gilt nicht mehr als der Kern der Wirtschaft, der sie ist. Nirgendwo wird mehr geforscht, nirgendwo entstehen mehr Innovationen und exportfähige Produkte , nirgendwo sonst wird die Grundlage unseres Wohlstandes erarbeitet. Sie gilt als rückständig, schmutzig, passt nicht zu den Träumereien von einer postindustriellen Gesellschaft oder gar den grün-braunen Visionen der Postwachstumsökonomie. Der Protest der IG Metall ist nicht mehr anschlussfähig…” Kommentar von Stefan Laurin vom 22. September 2017 bei den Ruhrbaronen externer Link
  • Thyssen-Krupp: Die Stahl-Jobs werden verschwinden, so oder so 
    “Das Wohl des Landes hing mal vom Stahl ab, aber die Zeiten sind vorbei. Der Strukturwandel lässt sich nicht aufhalten. Wieder so eine Nachricht über das atemberaubende Tempo, mit dem sich die Wirtschaft derzeit verändert. Der deutsche Thyssen-Krupp-Konzern und die indische Tata-Gruppe wollen ihre europäischen Stahlwerke unter dem Dach einer gemeinsamen Firma zusammenlegen. Das neue Unternehmen wird seinen Sitz in den Niederlanden haben, insgesamt 4000 Stellen sollen wegfallen, je zur Hälfte bei Thyssen-Krupp und bei Tata. Die Einigung ist zwar erst vorläufig, der Aufsichtsrat kann das Projekt noch verwerfen, es ist aber unwahrscheinlich, dass er das tun wird. (…) So oder so wird es immer weniger Stahl-Jobs geben. Es kommt daher darauf an, den Strukturwandel nicht aufzuhalten (das funktioniert sowieso nicht), sondern ihn zu fördern und zu gestalten. Die deutsche Wirtschaft ist in dieser Hinsicht weit, jedenfalls betriebswirtschaftlich gesehen. Gesellschaftlich und regionalpolitisch hat der Wandel oft nicht funktioniert. Der Duisburger Stadtteil Marxloh, einst geprägt von der Stahlindustrie, gilt heute bei der Polizei als hochproblematischer Brennpunkt. Die wirtschaftlichen Umbrüche der vergangenen Jahrzehnte haben Verliererregionen geschaffen. Es ist eine politische Aufgabe, dies zu ändern.” Kommentar von Nikolaus Piper vom 20. September 2017 bei der Süddeutschen Zeitung externer Link inkl. eines kurzen Videos – auf die Großdemonstration am 22.9.2017 in Bochum haben wir bereits hingewiesen (s.u.)
  • [Großdemonstration am 22.9.2017 in Bochum] thyssenkrupp vor der Zerschlagung? Jetzt geht es ums Ganze – der gesamte Konzernverbund steht auf dem Spiel! 
    Am Freitag, dem 22. September, findet in Bochum um 9.00 Uhr ab dem thyssenkrupp Werk Bochum, Tor Süd, Essener Str. 244 ein Demonstrationszug mit anschließender Kundgebung um 10.00 Uhr auf dem Platz vor dem Kolosseum, Alleestraße 144, für den Erhalt der Arbeitsplätze bei der thyssenkrupp Steel Europe AG statt. Zusätzlich zu den Standortschließungen und Restrukturierungswahnsinn in allen Sparten spitzt sich die Situation bei thyssenkrupp gerade dramatisch zu…” Aufruf bei der IG Metall Bochum externer Link
  • Thyssen-Krupp: „Streik, bis die Vorstandspläne vom Tisch sind”
    Maoistische Betriebsräte und marxistische IG Metaller rüsten zum letzten Gefecht in der Stahlindustrie. Grund sind der geplante Zusammenschluss mit Tata Steel und drohende Entlassungen. (…) Man könnte die Parade der Kleinstparteien als rückwärtsgewandte Linksfolklore abtun, wenn die selbst ernannten Arbeiterführer nur vor Tor 9 tätig wären. Doch sie agitieren seit Jahren auch erfolgreich innerhalb der Werksmauern. Kein anderer deutscher Konzern muss mit so vielen linksradikalen Aktiven leben wie die Stahlsparte von Thyssen-Krupp. Stahlchef Andreas Goss (53) verdreht die Augen, wenn man ihn auf die dunkle Materie anspricht: „Wir haben einige sehr spezielle Leute im Betriebsrat.“ (…) Während sich die MLPD und ihre Sympathisanten seit Jahren geschickt in der IG Metall wegducken, setzt die Linke auf den Alleingang: Binali Demir, der für die Partei im Duisburger Stadtrat sitzt, zieht mit einer eigenen „Belegschaftsliste“ und vier Betriebsräten ins letzte Gefecht. (…) Die Fusionsverhandlungen mit der indischen Tata Steel stehen nach Berichten von Eingeweihten vor ihrem Abschluss. Die Betriebsräte befürchten baldige Massenentlassungen. Vielleicht nicht zu Unrecht. Unter ihnen kursiert die Idee, einen „sehr harten Kampf wie damals in Rheinhausen“ (Römmele) anzuzetteln. Ein hochrangiger Thyssen-Krupp-Manager tut das nicht als bloße Revolutionsrhetorik ab: „Da braut sich tatsächlich etwas zusammen.“…” Artikel von Bernd Ziesemer vom 30.5.2017 bei der Welt online externer Link – die sich offenbar sehr fürchtet vor der “Errichtung der Diktatur des Proletariats” bei „Rheinhausen II“… Uns würde es natürlich freuen und wäre eine kämpferischere Umbenennung des Dossiers gerne wert!
  • Ende eines Zyklus: Konzernspitze und Investoren von Thyssen-Krupp wollen Fusion mit Tata durchdrücken. Gewerkschaft fordert Stopp der Verhandlungen
    “Es war so laut, dass Spaziergänger im anliegenden Park die Betriebsversammlung bei Thyssen-Krupp-Steel mit verfolgen konnten. Wegen des großen Andrangs von 4.500 Arbeitern musste ein Teil der Veranstaltung am Donnerstagabend vor das Werktor in Duisburg verlegt wegen. (…) Der Vorstandschef der Stahlsparte, Andreas Goss, wollte die Befürchtungen der Stahlarbeiter zerstreuen, die um ihre Arbeitsplätze bangen. Eine mögliche Fusion mit dem indischen Multi Tata-Steel liegt in der Luft. »Dieser Vorstand steht nicht dafür, dass wir 4.000 Arbeitsplätze abbauen. Wir bereiten das auch nicht vor«, sagte der Manager. Das mag sein, nur wird Goss das nicht zu entscheiden haben, erklärte Thomas Kennel, zweiter Geschäftsführer der IG Metall Duisburg-Dinslaken, am Freitag gegenüber jW. Die Entscheidungen würden vielmehr an der Konzernspitze der Thyssen-Krupp-AG und ihrer Anteilseigner getroffen. Unter diesen dränge besonders die schwedische Cevian-Gruppe, die rund 15 Prozent der stimmberechtigten Aktien der Thyssen-Krupp-AG hält, auf schnelle Rendite. Die langfristigen Ziele des Unternehmens seien den Investoren egal…” Beitrag von Simon Zeise bei der jungen Welt vom 15. Mai 2017 externer Link
  • Wie in den 1980ern: Kurt Stenger über die Proteste der Duisburger Stahlarbeiter
    Es erinnert ein bisschen an die späten 1980er Jahre: Die Stahlkocher von ThyssenKrupp im Ruhrgebiet kommen aus dem Demonstrieren nicht mehr heraus. Erst protestierten sie gemeinsam mit Unternehmenschefs und Kollegen anderer Konzerne aus ganz Europa gegen Dumpingprodukte aus China. Nun sind sie Einzelkämpfer – breite Solidarität angesichts möglicher Schließungspläne Fehlanzeige. Bei der anstehenden Übernahme der ThyssenKrupp-Stahlsparte durch den Weltmarktführer Tata wird es Doppelstrukturen mit britischen Werken geben – dort hofft man, das Heben der Synergieeffekte werde zu Lasten anderer gehen. Die Zeiten, als das halbe Ruhrgebiet in Aufruhr war und die Blockade der Rheinhausener Rheinbrücke bundesweit für Aufsehen sorgte, sind aber lange vorbei. (…) Und so fordern die Einzelkämpfer vom Grobblechwerk in Duisburg-Süd nur ganz moderat: »Klarheit über die Zukunft unserer Stahlstandorte«. Der Betriebsrat benötigt Informationen, um sich bei den Umbauplänen überhaupt einbringen zu können. Letztlich geht es nur um möglichst sozialverträglichen Stellenabbau – wie in den 1980ern.” Kommentar von Kurt Stenger bei neues Deutschland vom 4. Mai 2017 externer Link. Siehe zum Hintergrund:

    • [IG-Metall Aktionstag “Stop Stahl-Exit”] ThyssenKrupp: Was die Stahl-Beschäftigten jetzt fordern“Die Beschäftigten bei ThyssenKrupp Steel Europe sind sauer: Sie fordern endlich Klarheit über die Zukunft ihrer Standorte – und ein Ende der Fusionspläne mit Tata. (…) Vor dem Tor 9 am Werk Duisburg-Hüttenheim haben die Beschäftigten heute [3. Mai] gegen die Ungewissheit protestiert. 7500 Stahlkocher forderten endlich Klarheit über den weiteren Kurs des Unternehmens. Hauptredner beim Aktionstag war Detlef Wetzel, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von ThyssenKrupp Steel Europe (TKSE) und frühere 1. Vorsitzende der IG Metall. Er warf dem Konzernvorstand vor, er habe die Stahlsparte “schlechtgeredet”. Tatsächlich sei TKSE “genauso profitabel” wie andere Unternehmen in der Stahl-Branche und ein Gewinnbringer. (…) ThyssenKrupp will in den kommenden Jahren 500 Millionen Euro einsparen. Bei TKSE droht ein Verlust von 15 Prozent der aktuell 27 000 Beschäftigten. Somit sind 4050 Arbeitsplätze an allen Standorten vom Abbau bedroht. Die Stahl-Belegschaft hat mit 31-Stunden-Woche und Lohnverzicht bereits erhebliche Opfer gebracht.” Themenbeitrag der IG Metall vom 3. Mai 2017 mit diversen Fotos vom Aktionstag externer Link
  • Thyssenkrupp in Fusionsgesprächen: Wo bleibt die außerordentliche Betriebsversammlung?
    Die Wirtschaftspresse berichtet fast täglich über eine anstehende Fusion von Thyssenkrupp Steel. Durch die weltweite Überproduktionskrise sollen allein in Europa Kapazitäten von 8 Mio. t Stahl vernichtet werden (NZZ 17.4.16). Von den fünf großen „europäischen“ Stahlherstellern TKS, Riva, Tata Steel, Arcelor Mittal, SSAB sind nach kapitalistischen Gesichtspunkten zwei zu viel auf dem Markt. Thyssenkrupp führt mit Tata Steel, ArcelorMittal und Salzgitter Fusionsgespräche (Handelsblatt 15.4.16). (…) Was erfahren die Stahlarbeiter vom TK-Vorstand über die geplante Fusion? Bisher nichts, was sie nicht den Medien entnehmen konnten. Das erst kürzlich geprägte Motto „engineering, tomorrow, together“ hat sich schnell als Luftblase erwiesen. Thyssenkrupp als reiner High-Tech-Konzern, den Stahlbereich so schnell wie möglich ausgliedern und die „lieben Mitarbeiter“ werden als letzte informiert. (…) Segerath und Back tun so, als sei der Aufsichtsrat des Konzerns über die Fusionsgespräche nicht im Bilde. Und was ist mit dem „Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss“ des Aufsichtsrates, in dem u. a. der Vorsitzende der Betriebsrätegemeinschaft und ein Frankfurter Gewerkschaftssekretär sitzen? Der strategische Plan zu fusionieren, soll nicht im Strategieausschuss des Aufsichtsrates von TK besprochen worden sein? Wer glaubt das denn? (…) So oder so – die von der IG Metall viel gepriesene paritätische Mitbestimmung im Aufsichtsrat hat glänzend versagt. Sie dient nicht zur Information der Belegschaft, sondern ist eine Mauer des Schweigens, damit die Belegschaft nichts über die Fusion erfährt…” Beitrag von Peter Berens externer Link bei RIR – Revolutionäre Initiative Ruhrgebiet (ohne Datum)
  • Aktionstag am 31. August in Duisburg
    thyssenkrupp-Chef Hiesinger hat es deutlich gemacht. Die Stahl-Sparte soll restrukturiert werden. Ob mit oder ohne strategischen Partner ließ er offen. Damit liegt klar auf dem Tisch, dass Anlagen und Standorte geschlossen werden sollen. Dagegen wehren wir uns und setzen ein ebenso klares Zeichen. Wer Hand an die Arbeitsplätze bei thyssenkrupp Steel legt, wird unseren Widerstand zu spüren bekommen. Es geht um unsere Arbeitsplätze. Es geht um unsere Zukunft. (…)Der Aktionstag soll ein deutliches Signal an den Vorstand von Steel und AG senden. Wir wollen vernünftige Konzepte für den Erhalt aller Stahlstandorte im thyssenkrupp Konzern. Der Stahl-Exit muss gestoppt werden. Wir werden unsere Arbeitsplätze und unsere Zukunft im thyssenkrupp Konzern verteidigen…” Flugblatt der IG-Metall zum Aktionstag am 31.August externer Link bei der Vertrauenskörperleitung der ThyssenKrupp Steel Europe AG, Werke Duisburg-Hamborn/Beeckerwerth
  • Die Arbeitnehmervertreter der Stahlsparte verlieren die Geduld. Auf einer Betriebsräte-Konferenz mit Stahl-Chef Andreas Goss in Duisburg kochen die Emotionen hoch.
    “… Die Thyssenkrupp-Beschäftigten fühlen sich verschaukelt. In schwierigen Zeiten haben sie Zugeständnisse gemacht – etwa bei der Arbeitszeit. Natürlich haben sie dafür im Gegenzug auch Standortsicherung und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum Jahr 2020 bekommen. “Wir fragen uns jetzt aber, ob der Vorstand überhaupt noch vertragstreu ist”, sagt Back. Manager Goss hatte während der Veranstaltung gesagt: “Wenn unser Stahlgeschäft eine Zukunft haben soll, können wir nicht die Augen davor verschließen, dass wir unterausgelastete Anlagen haben und es massive Überkapazitäten im Markt gibt.” Im Klartext heißt das: Unabhängig davon, ob es zu einer Fusion mit Tata oder einem anderen Stahlpartner kommt – die die Betriebsräte unisono für unnötig halten – muss gespart werden. Die Rede sei von einer Wertlücke in Höhe von 800 Millionen bis 1,6 Milliarden Euro...” Artikel von Maximilian Plück vom 13. August 2016 bei der Rheinischen Post online externer Link
  • Betriebsräte von Thyssen-Krupp besorgt über Umbau-Pläne
    Beim größten deutschen Stahlkonzern Thyssen-Krupp gibt es Sorgen, wie es weitergeht. Am Freitagvormittag (12.08.2016) haben in Duisburg 300 Betriebsräte über Sparpläne und Fusionsgerüchte gesprochen. Stahlvorstand Andreas Goss will in den kommenden zwei Jahren 200 Millionen Euro bei den Personalkosten einsparen, so Teilnehmer der nicht-öffentlichen Versammlung. Die mehr als 20.000 Mitarbeiter in NRW fürchten unter anderem, dass Thyssen-Krupp mit dem indischen Unternehmen Tata zusammengehen könnte – und dann viele Jobs wegfallen…” Meldung vom 12.8.2016 beim WDR externer Link