Tarifrunde im Handel 2026: Zusammen handeln. Für bessere Tarife!

Dossier

ver.di-Tarifrunde im Handel 2026: Zusammen handeln. Für bessere Tarife!Tarifrunde im Handel gestartet: ver.di fordert spürbare Lohnerhöhungen über der Inflation, mehr Vollzeitstellen und eine stärkere Tarifbindung. Für rund 5,2 Millionen Beschäftigte im Einzel-, Versand-, Groß- und Außenhandel beginnt ab April 2026 eine entscheidende Entgeltrunde…“ ver.di-Sonderseite externer Link mit Nachrichten zur Tarifrunde im Handel 2026 auch aus den Ländern mit unterschiedlichen Forderumngen i.d.R.um 7 Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro… Siehe hier nur die bundesweiten Aktivitäten:

  • In der Tarifrunde Handel ruft ver.di am Donnerstag, 25. Juni erneut bundesweit zu Warnstreiks auf – diesmal mit dem Schwerpunkt Kaufland (Schwarz-Gruppe) New
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft in der Tarifrunde für den Handel am Donnerstag (25. Juni 2026) erneut Tausende Beschäftigte zu Warnstreiks auf – Schwerpunkt sind unter anderem Filialen des Handelskonzerns Kaufland, der zur Schwarz-Gruppe gehört. „Dieter Schwarz ist mit Abstand der reichste Mensch in Deutschland. Seine Beschäftigten haben sein Milliardenvermögen durch ihren Fleiß mit erarbeitet – aber ihr eigener Lohn reicht oftmals nicht bis zum Monatsende“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer, zuständig für den Handel. „Bei diesem Konzern wird das Missverhältnis zwischen hohen Gewinnen und niedrigen Löhnen besonders deutlich: Es ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb Kaufland seine Beschäftigten nicht mit fairen Entgeltsteigerungen am Erfolg beteiligt.“ (…)
    Kaufland-Vertreter sitzen in vielen Landesbezirken mit an den Verhandlungstischen. „Damit hat Kaufland ein großes Gewicht in den Arbeitgeberkommissionen und ist für das bisherige inakzeptable Angebot der Arbeitgeber mit Nullmonaten und Reallohnverlusten mitverantwortlich“, sagte Zimmer. Allein im Jahr 2024 habe Dieter Schwarz sein Vermögen um rund 4,2 Milliarden Euro vergrößern können – eine Summe, mehr als doppelt so hoch wie die gesamten Personalkosten bei Kaufland in Deutschland, für mehr als 90.000 Beschäftigte.
    Die nächsten Verhandlungstermine sind für Freitag (26. Juni 2026) angesetzt: für den Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie für den Groß- und Außenhandel in Baden-Württemberg
    .“ ver.di-Pressemitteilung vom 24.6.2026 externer Link („ver.di-Warnstreiks im Handel: Tausende Kaufland-Beschäftigte treten am Donnerstag bundesweit in den Streik“)
  • In der Tarifrunde Handel ruft ver.di am Freitag, 19. Juni erneut bundesweit zu Warnstreiks auf – mit dem Schwerpunkt Ikea – und in Berlin wird dabei erneut mit Bernadette La Hengst gesungen!
    • Neue Warnstreiks im Handel: Ikea-Beschäftigte zahlreicher Filialen legen am Freitag die Arbeit nieder
      In der Tarifrunde für den Handel ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Freitag (19. Juni 2026) erneut bundesweit Beschäftigte zu Warnstreiks auf. Schwerpunkt ist das Unternehmen Ikea: In mehr als der Hälfte der Ikea-Einrichtungshäuser in Deutschland werden Beschäftigte in den Arbeitskampf treten. „Im Handel werden täglich Milliardenumsätze gemacht, aber bei den Beschäftigten kommt so gut wie nichts davon an – gerade auch bei Ikea“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer, zuständig für den Handel, am Donnerstag. „Daher erhöhen wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus Einzel-, Groß- und Außenhandel den Druck für faire Entgeltsteigerungen noch einmal deutlich.“
      Das Einrichtungshaus Ikea stehe wirtschaftlich sehr gut da, erklärte die Gewerkschafterin. Im Jahr 2024 markierten 6,1 Milliarden Gesamtumsatz allein in Deutschland das zweitstärkste Jahr (nach 2023) seit Bestehen des Unternehmens. „Wer so stark aufgestellt ist, kann auch angemessene Entgeltsteigerungen finanzieren“, sagte Zimmer. Stattdessen plane Ikea einen Personalabbau – der auf großes Unverständnis bei den Beschäftigten stoße: So würden 2026 erstmals betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Im Kundenservicecenter Rostock verlieren 280 Kolleginnen und Kollegen ihren Arbeitsplatz. Zudem schließe Ikea die IT-Abteilung in Dortmund, um sie auszulagern. Auch in der Zentrale in Wallau ist geplant, Stellen abzubauen. „Der Umgang des Unternehmens mit seinen Beschäftigten zeugt kaum von sozialer Verantwortung“, sagte Gewerkschafterin Zimmer. Statt faire Löhne zu zahlen, werde trotz Rekordumsätzen ein radikaler Sparkurs gefahren. Ikea spiele auf der Arbeitgeberseite im Rahmen der Tarifrunde eine einflussreiche Rolle, erklärte Zimmer. Das Unternehmen sei an Arbeitgeberkommissionen beteiligt und stelle im Saarland die Verhandlungsführung. „Damit ist Ikea mitverantwortlich dafür, dass unseren Tarifkommissionen seit Mai das immer gleiche unverschämte Arbeitgeberangebot mit Nullmonaten und Reallohnverlust vorgelegt wird“, kritisierte die Gewerkschafterin. Angeblich wollten die Arbeitgeber einen raschen Abschluss – doch die Ikea-Verhandlungsführerin im Saarland habe gerade erst einen bereits fest vereinbarten Termin abgesagt. Silke Zimmer: „Hier wird offenbar auf Zeit gespielt. Das lassen wir uns nicht bieten.“
      …“ ver.di-Pressemitteilung vom 18.6.2026 externer Link
    • 19.06. Preise explodieren, Löhne stagnieren. Beschäftigte im Handel wehren sich gegen den Griff in ihre Geldbeutel
      ver.di ruft am 19. Juni zu Warnstreiks im Berliner Einzelhandel sowie im Großhandel Berlin-Brandenburg auf – Kundgebung mit musikalischer Protestaktion am Wittenbergplatz.
      Die Beschäftigten des Einzelhandels Berlin streiken erneut, um am 23. Juni ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu bekommen. Bsher liegen Angebote von Handelskonzernen, wie z.B. Edeka, Kaufland und Rewe, für den Einzel- und Großhandel vor, die für die Beschäftigten einen deutlichen Verlust an Kaufkraft bedeuten. Deshalb ruft ver.di die Beschäftigten des Berliner Einzelhandels und des Großhandels in Berlin und Brandenburg am Freitag, den 19. Juni 2026, zu einem zweitägigen Warnstreik auf. Der Großhandel befindet sich bereits seit dem 18. Juni im Streik. Da die Friedenspflicht im Brandenburger Einzelhandel erst am 30. Juni 2026 endet, sind dort ausschließlich die Beschäftigten des Großhandels zum Streik aufgerufen. Höhepunkt des Streiktages ist eine zentrale Kundgebung um 11:00 Uhr am Wittenbergplatz in Berlin. Dort performen die Streikenden gemeinsam mit der Berliner Liedermacherin Bernadette La Hengst den Songs „Dance your Demands“, den die Künstlerin zusammen mit den Streikenden entwickelt hat…“ Pressemitteilung vom 18.06.2026 Landesbezirk Berlin-Brandenburg externer Link – gesungen wurde aber auch bereits am 5. Juni 2026…
    • Siehe zu Ikea das Dossier: Ikea macht auf Amazon – Kolleg*innen in Deutschland fürchten um Arbeitsplatz und Datenschutz und wollen den „Tarifvertrag Zukunft“
  • ver.di weitet Streiks im Handel aus: Erneute bundesweite Streiks im Einzelhandel sowie Groß- und Außenhandel am Donnerstag, 4. Juni und am Freitag, 5. Juni
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft in dieser Woche erneut bundesweit zu Streiks im Einzelhandel sowie Groß- und Außenhandel auf. Betroffen sind am Donnerstag und am Freitag Betriebe und Unternehmen der gesamten Handelsbranche in allen Bundesländern. Erwartet werden Tausende Teilnehmende: Neben zahlreichen dezentralen Aktionen und Arbeitskampfmaßnahmen finden große Streikkundgebungen in Kiel, Erfurt, Berlin, Bochum und Saarbrücken statt. ver.di-Vorstandsmitglied Silke Zimmer, zuständig für den Handel, wird am Donnerstag, 4. Juni 2026, in Kiel zu den Streikenden sprechen – und am Freitag, 5. Juni 2026, in Erfurt. (…)
    Die Gewerkschaft fordert, unterschiedlich akzentuiert in den bundesweit 16 Tarifgebieten des Einzelhandels und den 20 Tarifgebieten im Groß- und Außenhandel, eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens aber 225 Euro monatlich mehr, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber schlugen im Groß- und Außenhandel eine Entgelterhöhung beginnend ab dem Monat nach Tarifabschluss von insgesamt 3,4 Prozent vor, allerdings mit einer doppelt so langen Laufzeit – was den Zuwachs halbiert. Im Einzelhandel sieht das Angebot der Arbeitgeber erst nach sechs Monaten ohne jede Steigerung eine Entgelterhöhung von zwei Prozent vor (im ersten Jahr also faktisch nur ein Prozent), dann noch einmal nach weiteren drei Monaten ohne Steigerung 1,5 Prozent, ebenfalls bei 24 Monaten Laufzeit
    …“ Pressemitteilung vom 3.6.2026 externer Link
  • ver.di-Warnstreik im Handel: Bundesweit beteiligen sich über 5.000 Beschäftigte
    Am heutigen Freitag, den 15. Mai 2026 sind mehr als 5.000 Handelsbeschäftigte dem ersten Warnstreikaufruf in der Tarifauseinandersetzung zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Arbeitgebern im Handel gefolgt und nahmen an zentralen Streikkundgebungen in Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und Dortmund teil. (…) Gestreikt wurde in Berlin-Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hamburg mit zentralen Kundgebungen in Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und Dortmund. Bestreikt wurden über 200 Betriebe, darunter Filialen von Edeka, REWE,  KAUFLAND, Marktkauf, Penny, Douglas, Primark, Zara, H&M, Metro, IKEA.“ Pressemitteilung vom 15.5.2026 externer Link
  • Tarifrunde Handel: Arbeitgeber machen vergiftetes Angebot – ver.di startet am 15. Mai erste bundesweite Streiks im Handel
    Wochenlang gab es in den ersten Verhandlungsrunden für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel keine Angebote von den Arbeitgeberverbänden. Nun haben sie erste Angebote für den Einzelhandel in Hamburg und seit heute auch in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Dazu Silke Zimmer, ver.di-Bundesvorstandsmitglied, zuständig für den Handel: „Das sind vergiftete Angebote, die die Arbeitgeber uns da gerade machen: 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten! Das gleicht noch nicht einmal die Inflation aus und hilft  bei den akuten Preissteigerungen nicht! Diese Unverschämtheiten lassen wir uns nicht bieten. Deshalb treten am Freitag die Beschäftigten bundesweit in Aktion und bestreiken erste Betriebe“, kündigt Zimmer an. Streikkundgebungen finden in Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart und Dortmund statt. In der Ruhrgebietsstadt spricht Silke Zimmer zu den Streikenden.
    ver.di weist das Angebot des Handelsverbands Deutschland (HDE) für die Einzelhandels-Tarifgebiete in Hamburg und Nordrhein-Westfalen entschieden ab. Diese bieten neben einer langen Laufzeit, eine sechsmonatige Nullrunde und eine Entgelterhöhung ab dem 1. November 2026 von nur 2 Prozent und eine zweite Erhöhung von 1,5 Prozent ab dem 1. August 2027 an. „Erst eine lange Nullrunde und dann ein niedriges Angebot – das bedeutet für die Beschäftigten eine Lohnsteigerung von de facto einem Prozent und damit einen weiteren Reallohnverlust…“ Pressemitteilung vom 13.5.2026 externer Link

Siehe zuletzt das Dossier: Handel-Tarifbewegung 2023: „Ohne uns kein Geschäft!“

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=235866
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