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Tarifrunde im Handel 2026: Zusammen handeln. Für bessere Tarife!
„Tarifrunde im Handel gestartet: ver.di fordert spürbare Lohnerhöhungen über der Inflation, mehr Vollzeitstellen und eine stärkere Tarifbindung. Für rund 5,2 Millionen Beschäftigte im Einzel-, Versand-, Groß- und Außenhandel beginnt ab April 2026 eine entscheidende Entgeltrunde…“ ver.di-Sonderseite
mit Nachrichten zur Tarifrunde im Handel 2026 auch aus den Ländern mit unterschiedlichen Forderumngen i.d.R.um 7 Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro… Siehe hier nur die bundesweiten Aktivitäten:
- ver.di weitet Streiks im Handel aus: Erneute bundesweite Streiks im Einzelhandel sowie Groß- und Außenhandel am Donnerstag, 4. Juni und am Freitag, 5. Juni

„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft in dieser Woche erneut bundesweit zu Streiks im Einzelhandel sowie Groß- und Außenhandel auf. Betroffen sind am Donnerstag und am Freitag Betriebe und Unternehmen der gesamten Handelsbranche in allen Bundesländern. Erwartet werden Tausende Teilnehmende: Neben zahlreichen dezentralen Aktionen und Arbeitskampfmaßnahmen finden große Streikkundgebungen in Kiel, Erfurt, Berlin, Bochum und Saarbrücken statt. ver.di-Vorstandsmitglied Silke Zimmer, zuständig für den Handel, wird am Donnerstag, 4. Juni 2026, in Kiel zu den Streikenden sprechen – und am Freitag, 5. Juni 2026, in Erfurt. (…)
Die Gewerkschaft fordert, unterschiedlich akzentuiert in den bundesweit 16 Tarifgebieten des Einzelhandels und den 20 Tarifgebieten im Groß- und Außenhandel, eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens aber 225 Euro monatlich mehr, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber schlugen im Groß- und Außenhandel eine Entgelterhöhung beginnend ab dem Monat nach Tarifabschluss von insgesamt 3,4 Prozent vor, allerdings mit einer doppelt so langen Laufzeit – was den Zuwachs halbiert. Im Einzelhandel sieht das Angebot der Arbeitgeber erst nach sechs Monaten ohne jede Steigerung eine Entgelterhöhung von zwei Prozent vor (im ersten Jahr also faktisch nur ein Prozent), dann noch einmal nach weiteren drei Monaten ohne Steigerung 1,5 Prozent, ebenfalls bei 24 Monaten Laufzeit…“ Pressemitteilung vom 3.6.2026
- ver.di-Warnstreik im Handel: Bundesweit beteiligen sich über 5.000 Beschäftigte
„Am heutigen Freitag, den 15. Mai 2026 sind mehr als 5.000 Handelsbeschäftigte dem ersten Warnstreikaufruf in der Tarifauseinandersetzung zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Arbeitgebern im Handel gefolgt und nahmen an zentralen Streikkundgebungen in Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und Dortmund teil. (…) Gestreikt wurde in Berlin-Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hamburg mit zentralen Kundgebungen in Hamburg, Stuttgart, Frankfurt und Dortmund. Bestreikt wurden über 200 Betriebe, darunter Filialen von Edeka, REWE, KAUFLAND, Marktkauf, Penny, Douglas, Primark, Zara, H&M, Metro, IKEA.“ Pressemitteilung vom 15.5.2026
- Tarifrunde Handel: Arbeitgeber machen vergiftetes Angebot – ver.di startet am 15. Mai erste bundesweite Streiks im Handel
„Wochenlang gab es in den ersten Verhandlungsrunden für den Einzelhandel sowie den Groß- und Außenhandel keine Angebote von den Arbeitgeberverbänden. Nun haben sie erste Angebote für den Einzelhandel in Hamburg und seit heute auch in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Dazu Silke Zimmer, ver.di-Bundesvorstandsmitglied, zuständig für den Handel: „Das sind vergiftete Angebote, die die Arbeitgeber uns da gerade machen: 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten! Das gleicht noch nicht einmal die Inflation aus und hilft bei den akuten Preissteigerungen nicht! Diese Unverschämtheiten lassen wir uns nicht bieten. Deshalb treten am Freitag die Beschäftigten bundesweit in Aktion und bestreiken erste Betriebe“, kündigt Zimmer an. Streikkundgebungen finden in Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart und Dortmund statt. In der Ruhrgebietsstadt spricht Silke Zimmer zu den Streikenden.
ver.di weist das Angebot des Handelsverbands Deutschland (HDE) für die Einzelhandels-Tarifgebiete in Hamburg und Nordrhein-Westfalen entschieden ab. Diese bieten neben einer langen Laufzeit, eine sechsmonatige Nullrunde und eine Entgelterhöhung ab dem 1. November 2026 von nur 2 Prozent und eine zweite Erhöhung von 1,5 Prozent ab dem 1. August 2027 an. „Erst eine lange Nullrunde und dann ein niedriges Angebot – das bedeutet für die Beschäftigten eine Lohnsteigerung von de facto einem Prozent und damit einen weiteren Reallohnverlust…“ Pressemitteilung vom 13.5.2026
Siehe zuletzt das Dossier: Handel-Tarifbewegung 2023: „Ohne uns kein Geschäft!“