GewAntifa: „Warum eigentlich keine Streiks in der Produktion?“
„… Echte Streiks, die wirklich Druck machen? Fehlanzeige. Fast alle „Arbeitskämpfe“ sind bloße Warnstreiks von zumeist nur wenigen Stunden oder nur kurze Produktionsunterbrechungen mit Kundgebungs-Tamtam als Begleitmusik für angeblich ganz harte Verhandlungen. (…) Wie aber ist die reale Lage? Antreiberei, Entlassungsdrohungen und Entlassungen bei „Rationalisierung“ und Betriebsschließungen verschärfen sich dauernd. Die Inflation drückt den Reallohn. Die verhandelten Tarifabschlüsse sind in der Höhe meist ein schlechter Witz, knapp über oder gar unter der real einsetzenden Inflation und mit Laufzeiten, die Reallohnsenkungen vorprogrammieren. Und dann auch noch verbunden mit jeder Menge von Verschärfungen der Arbeitsbedingungen. Das sind mehr als genug Gründe, Streiks durchzuführen…“ Flyer 2/2026 vom April 2026 von GewAntifa
– GewerkschafterInnen und Antifa gemeinsam gegen Dummheit und Reaktion
Als Beispiel für kämpferische Streiks in Industriebetrieben, wie sie in anderen Ländern gegenwärtig stattfinden, wird von den aktuellen gemeinsamen militanten Streiks und Massenprotesten von „fest“ angestellten Arbeiter*innen und „Leih“arbeiter*innen mehrerer Branchen in Indien im April 2026 berichtet – siehe dazu „»Erfüllt unsere Forderungen!«: Seit dem 13. April tobt ein massenhafter Arbeiteraufstand in den südlichen Industriegebieten Delhis“ im Dossier: Inflation und Arbeitsgesetze mit Streikverbot: Neue Welle der Proteste gegen die Politik der Modi-Regierung