Ambivalenter Fortschritt: Allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn mit Ausnahmen

Artikel von Thomas Lakies vom 25. September 2014 bei Sozialismus aktuell externer Link: Aus dem Text: „… Ein »Sog nach unten« durch den gesetzlichen Mindestlohn ist indes nicht auszuschließen. Jedenfalls wurde die politische, auch die gewerkschaftspolitische Diskussion um den Mindestlohn rhetorisch aufgeladen nach dem Motto »Würde kennt keine Ausnahmen« geführt, was sich perspektivisch als kontraproduktiv erweisen könnte. Abgesehen davon, dass der Mindestlohn schlicht einen Mindestpreis für die Ware Arbeitskraft festsetzt und nicht den »Wert« der »Arbeit« definiert – wer meint, durch 8,50 Euro werde die »Würde der Arbeit« wieder»hergestellt«, könnte alsbald vor dem Problem stehen, dass er damit für den Arbeitsmarkt insgesamt eine Art Lohnleitlinie definiert (und durch Tarifverträge für einzelne Branchen sogar noch nach unten »korrigiert«). Löhne darüber könnten dann als zu »hochwertig« denunziert werden, weil ja die »Würde der Arbeit« bereits mit 8,50 Euro abgegolten sei.“

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=67324
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