Lohndumping führt in die Deflation
Die OECD hat lange sinkende Löhne gefordert, nun warnt die Organisation, dass sie „kontraproduktiv“ wirken. Artikel von Ralf Streck auf Telepolis vom 07.09.2014
Aus dem Text: „(…) Und die veränderte Argumentation kann noch deutlicher an der Argumentation zu Krisenländern wie Spanien nachverfolgt werden, wo lange Zeit Lohndumping über die Politik der Troika im Rahmen der Bankenrettung durchgedrückt wurde. Nun weist die OECD darauf hin, dass die Löhne in Spanien seit 2009 im Durchschnitt pro Jahr um 1,8% gesunken sind. Spanien wird darin nur von Griechenland übertroffen. „Das ist eine deutlich stärkere Anpassung als in der gesamten Eurozone.“ Da man nicht einräumen will, dass auch das schon ein Fehler war, wird nun weiter behauptet, dass Spanien so Wettbewerbsfähigkeit zurückgewonnen habe. Doch diametral entgegengesetzt zu den Forderungen aus dem Frühjahr meint die OECD nun, dass Schluss sein müsse mit sinkenden Löhnen…“