Hybride Wertschöpfung als Herausforderung für die Tarifpolitik. Mehr-Arbeitgeber-Beziehungen als arbeitspolitische Herausforderung

In jüngster Zeit sind neue Varianten altbekannter Beschäftigungs- und Kontraktformen wie Werkverträge (etwa als Regaleinräumer im Supermarkt, Handwerker in der Online-Versteigerung oder Programmierer im Crowdsourcing) und Leiharbeit (in der Krankenpflege genauso wie im Automobilbau) in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatte gerückt. Oftmals stehen dabei wissensintensive Tätigkeiten im Zentrum der Aufmerksamkeit wie z.B. die Softwareentwicklung, aber auch Forschung und Entwicklung, die schon immer auch jenseits der Standards des Normalarbeitsverhältnisses erbracht wurden. Jüngst aufgedeckte Skandale machen nochmal deutlich, dass die ethisch und politisch fragwürdige Nutzung von Werkverträgen auch in arbeitsintensiven, industrienahen Dienstleistungstätigkeiten anzutreffen ist. Solcherart einfache Tätigkeiten stehen zwar oft am Rande der öffentlichen und wissenschaftlichen Wahrnehmung, sind aber aus der deutschen Arbeitswelt keineswegs verschwunden (s. www.einfacharbeit.de ). Im Gegenteil ist im Zuge von Auslagerungen einzelner Dienstleistungen aus dem Wertschöpfungsverbund traditioneller Unternehmen ein Segment arbeitsintensiver Dienstleistungen mit mehr oder weniger fertigungsnahen Tätigkeiten entstanden, dessen Bedeutung in der Zukunft wohl eher noch zunehmen wird…“ Artikel von Manuel Nicklich, Jörg Sydow und Markus Helfen vom 9. Juli 2014 in der DGB-Gegenblende externer Link

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