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Radikale Klassenpolitik statt Sozialdemokratie
„… In den sozialen Medien, an den Küchentischen und in irgendwelchen Parteigremien hat die Diskussion um Klassenpolitik tiefe Spuren hinterlassen. Die Linkspartei droht an der Frage nach der strategischen Ausrichtung zu zerbrechen, in akademisch geprägten postautonomen Zusammenhängen rumort es kaum weniger – und so manches WG-Plenum soll unschön geendet sein. Es geht meist um Streitfrage, ob die Hinwendung zur Klasse dazu führt, dass Feminismus und Antirassismus hinten angestellt werden. Damit hängt die Frage zusammen, wer eigentlich alles Teil Neuer Klassenpolitik ist. Das sind wichtige Fragen. Doch sie berühren noch nicht den entscheidenden Punkt: ob es sich um eine tatsächlich radikale Strategie handelt, eine Strategie, die die Grundprinzipien der Gesellschaft angreift. Die Unterscheidung zwischen sozialdemokratischer und radikaler Klassenpolitik ist hier fundamental. (…) Es geht – um ein bekanntes Bild zu bemühen – nicht um ein größeres Stück vom Kuchen, es geht im Grunde noch nicht einmal um den Kuchen selbst, es geht um alles, darum, wem die ganze Bäckerei gehört.“ Beitrag von Theo Schuster vom 18. Januar 2018 beim Lower Class Magazine