[13.12.2019] Protest gegen Bundeswehr-Werbeagentur in Berlin

Protest gegen die Bundeswehr-Werbekampagne „Mach was wirklich zählt“„… Die Düsseldorfer Werbe-Agentur Crossmedia GmbH mit Zweigstelle in der Kohlfurter Straße 41 in Berlin-Kreuzberg verdient prächtig an der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Die Crossmedia GmbH ist an der Bundeswehr-Werbekampagne „Mach was wirklich zählt“ beteiligt und produzierte u.a. die ekelhaften Bundeswehr-Werbe-Serien „Die Rekruten“, „Mali“ und „KSK“. Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber, sondern ein gewalttätiges Instrument zur Durchsetzung hoher Profite und strategischer Interessen. Das Arbeiten bei der Bundeswehr ist kein normaler Job, ist kein Abenteuer und kein Computerspiel, sondern bedeutet die Durchsetzung von Leid, Tod, Flucht, Armut und Unterdrückung. Durch ihre perfiden und hochprofitablen Werbekampagnen trägt die Crossmedia GmbH zur Verharmlosung der Bundeswehr bei, und ist direkt dafür mitverantwortlich, dass die Bundeswehr heute wieder weltweit im Kampf für hohe Profite und strategische Interessen tötet. Wir haben die Schnauze voll. Wir wollen eine Welt, in der alle Menschen ohne Angst überall ein guten Leben leben können. Wir wollen eine Welt ohne Imperialismus, Neokolonialismus und Unterdrückung, ohne Waffenexporte und Wirtschaftskriege, ohne Bundeswehr und ohne Crossmedia. Wir finden: Werbung fürs Töten und Sterben für deutsche Interessen und hohe Konzern-Profite darf sich nicht lohnen!...“ – aus der Einleitung zum Aufruf zur Kundgebung  „Kundgebung: Bundeswehr abschaffen – weg mit Crossmedia!“ externer Link (hier bei de.indymedia) am Freitag, 13. Dezember 2019 um 17 Uhr in der Kohlfurter Str. 41, Berlin-Kreuzberg (vor der Crossmedia GmbH) und nun der Bericht:

  • (B-Kreuzberg) Erfolgreiche Kundgebung gegen Bundeswehr-Werbeagentur „Crossmedia“ New
    „ … Am Freitag, 13.12.19, beteiligten sich etwa 150 Menschen lautstark und mit vielen Transparenten und schildern an der Kundgebung „Bundeswehr abschaffen – weg mit Crossmedia!“ in Berlin-Kreuzberg(…) Crossmedia ist zusammen mit der Werbeagentur Castenow für alle „personalwerblichen Maßnahmen“ der Bundeswehr zuständig und hat u.a. die widerlichen Youtube-Serien „Mali“, „Die Rekruten“ und „KSK“ produziert. Anlässlich der Kundgebung hatte Crossmedia, das sich im Erdgeschloss in der Kohlfurter Straße 41 links vom Eingangstor zum Innenhof befindet, bereits um 16 Uhr geschlossen. Vor dem Eingang war Security positioniert. Auf der Kundgebung gab es Redebeiträge zur Rolle von Crossmedia, zur deutschen und europäischen Außenpolitik, zu den von der Kriegsministerin Kramp-Karrenbauer geplanten weltweiten Kriegseinsätzen der deutschen Armee für deutsche Interessen, zur militärischen Abschirmung der Festung Europa, zur Rolle der Bundeswehr aus feministischer Sicht, zur Faschismus und Neonazis in der Bundeswehr, zur von Gentrifizierung und Verdrängung geprägten Entwicklung in Kreuzberg 36, zur Situation der räumungsbedrohten Kollektivkneipe „Meuterei“ und zur Notwendigkeit und Frage, wie wir uns gemeinsam für ein gutes Leben für alle und überall organisieren können. Die Stimmung auf der Kundgebung war gut, und die Teilnehmer*innen ließen sich diese gute Stimmung auch nicht durch das wieder einmal ausgesprochen nervige Vorgehen der Polizei vermiesen. Diese war mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Während kürzlich für Kundgebungen von einzelnen Pegida-Nazis erst 24 Stunden lang der halbe Görlitzer Park und direkt im Anschluss 10 Stunden lang ein großer Bereich in Friedrichshain polizeilich gesperrt wurde, war das Vorgehen der Polizei bei der Kundgebung gegen Crossmedia gewohnt repressiv. Auch als schon etwa 100 Leute auf der Kundgebung waren, bedurfte es mehrfacher Aufforderungen an die Polizei, um mit der Kundgebung nicht nur den Bürgersteig, sondern auch die Kohlfurter Straße nutzen zu können. Auch nachdem die Straße zur Nutzung für die Kundgebung von den Cops offiziell freigegeben und abgesperrt war, gab es immer wieder Diskussionen und auch Schubsereien und Gewaltanwendung durch die Polizei, weil angeblich nur die Hälfte bzw. „75 Prozent“ der Straße für die Kundgebung freigegeben worden seien…“ Bericht vom 15. Dezember 2019 mit Bildern und Pressespiegel bei der Stadtteil-Initiative Kreuzberg 36 externer Link
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=159254
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