„In Gewahrsam“ genommen – in der Ausnüchterungszelle in Bremen gestorben. Staatsanwälte wissen sofort Bescheid: War nichts…

We will be your crisis. NEA-Aufruf gegen europäischen Polizeikongress„… Die Bremer Staatsanwaltschaft wird in dem Todesfall in einer Ausnüchterungszelle nicht ermitteln. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage mit. Es gebe keine Hinweise auf eine Straftat. Am vergangenen Donnerstag hatte die Polizei einen 35-jährigen, stark alkoholisierten Mann aufgegriffen und in eine Ausnüchterungszelle in der Polizeiwache Am Wall gebracht. Dort verlor der Mann das Bewusstsein. Erste-Hilfe-Maßnahmen seien sofort eingeleitet und der Rettungsdienst sowie ein Notarzt alarmiert worden. Auf dem Weg ins Krankenhaus sei versucht worden, den Mann zu reanimieren. Nach Polizeiangaben verstarb der Mann im Krankenhaus. Eine Obduktion ergab, dass der Mann an einem Herzinfarkt verstorben war..“ – aus der Meldung „Tod nach Polizeigewahrsam: Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt nicht“ am 10. Februar 2020 bei Buten und Binnen externer Link, aus der sofort hervorgeht, dass alles seine Richtigkeit hat… Siehe dazu auch einen kurzen Bericht zu einer spontanen Protestdemonstration – und eine Meldung über die Reaktion der Polizei (und ihrer outgesourcten Pressestelle):

  • „Ein weiterer Toter in den Händen der Polizei“ am 12. Februar 2020 bei EndofRoad externer Link macht deutlich, dass es schon Menschen gab, die keine staatsanwaltschaftliche Brille tragen: „… Gestern Nacht gab es im Viertel eine Sponti anlässlich des Toten in der Bullenwache am Wall. Die Person war letzten Donnerstag – in den Händen der Polizei – an einem Herzinfarkt gestorben. Die Beamten haben nach eigener Aussage natürlich nichts falsch gemacht. Es hat uns, trotz des schrecklichen Anlasses, ermutigt, davon zu hören, dass einige Entschlossen sich die Straße genommen haben, um dafür zu sorgen, dass die Toten in den Händen der Polizei nicht vergessen werde. Erinnern wir uns: Erst am 24. Januar war Maria in Berlin von den Cops erschossen worden!…“
  • „Anti-Polizei-Demonstration im Bremer Viertel: Zeugen gesucht“ am 11. Februar 2020 bei Buten und Binnen externer Link meldet zu dieser erwähnten Spontan-Demonstration ganz anderes als Kritik an Polizeieinsätzen: „… Am Montagabend zogen etwa 50 bis 60 Personen vom Ostertorsteinweg in das Bremer Viertel. Nach Angaben der Polizei riefen sie polizeifeindliche Parolen. Außerdem sei es in dem Bereich zu Farbschmierereien auf Häusern und Geschäften gekommen. Zeugen hätten berichtet, dass die Demonstranten ein Transparent mit der Aufschrift “Todesursache: dein Freund und Helfer” ausgerollt hätten. Wie die Polizei mitteilte, war die Demonstration nicht angemeldet. In Höhe des Ziegenmarktes hätte sich die Gruppe aufgelöst, noch bevor die Polizei eingetroffen sei. In derselben Nacht wurde auch das Polizeirevier Vegesack und Häuser in der näheren Umgebung mit polizeifeindlichen Schriftzügen besprüht. Die Polizei sucht jetzt Zeugen. Sie ermittelt wegen Sachbeschädigung…“
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=162910
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