(Re)Migrationspolitik der noAfD: Abschiebe-Polizei aka Trump-ICE, private Abschiebefirmen und Ausgangssperre – Einbürgerung nur noch für Reiche…
„Die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag verschärft ihren Kurs: Zum Abschluss ihrer Klausurtagung in Oberbayern forderte sie eine Sonderpolizei zur schnelleren Aufgreifung und Abschiebung von ausreisepflichtigen Zuwanderern – nach dem Vorbild der USA. (…) Um diese Menschen schneller aufgreifen und abschieben zu können, will die AfD-Fraktion eine Sonderpolizei aufstellen – ähnlich zu Donald Trumps umstrittener ICE-Truppe in den USA. (…) Zudem will die Landtags-AfD eigene bayerische Abschiebeflugzeuge anschaffen und es Asylbewerbern unbehaglicher machen: Keine Geldleistungen mehr, nur noch „Brot, Bett und Seife“, so Ebner-Steiner wörtlich. „Kombiniert ist das Ganze mit einer abendlichen Ausgangssperre für Asylbewerber.“…“ Beitrag von Christoph Dicke vom 23.01.2026 im BR
(„AfD-Fraktion will Abschiebe-Polizei nach Trumps Vorbild ICE“), siehe mehr Informationen, auch zu Asyl-Plänen in Sachsen-Anhalt:
- Wahlkampf in Bayern: AfD will Einbürgerung nur noch für Reiche – und Abschiebepolizei
„Die bayerische AfD will Einbürgerung exklusiv nur für Reiche – und Asylsuchende abends einsperren. Dazu: private Abschiebefirmen, deutsche Abschiebepolizei aka Trump-ICE und separate Schulwege für Kinder mit Sprachförderbedarf.
Sechs Wochen vor der Kommunalwahl verschärft die bayerische AfD ihren Rechtsaußen-Kurs noch einmal deutlich. Vor Einbürgerungen soll nach dem Willen der AfD-Landtagsfraktion künftig die Nützlichkeit von Menschen für Staat und Volkswirtschaft ein entscheidendes Kriterium sein. „Den deutschen Pass soll es nur noch geben nach einer gelungenen Integration, und diese Personen müssen auch Qualifikationen aufweisen, die unserem Staat nützlich sind“, sagte AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner nach einer Fraktionsklausur, diesmal in Oberbayern.
Zudem fordert die Landtags-AfD, dass Asylbewerber ihre Unterkünfte abends nicht mehr verlassen dürfen. Die Residenzpflicht für Asylbewerber müsse wieder konsequent umgesetzt werden, kombiniert „mit einer abendlichen Ausgangssperre für Asylbewerber“, verlangte Ebner-Steiner und argumentierte so: „Dies führt zu einer Steigerung der öffentlichen Sicherheit.“ (…)
Abschiebungen sollten künftig auch von privaten Unternehmen durchgeführt werden können, sagte Ebner-Steiner. Und man fordere die Schaffung einer „Asylfahndungs- und Abschiebegruppe“ der bayerischen Polizei, durchaus mit Parallelen zur umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE, wie sie erläuterte…“ Beitrag vom 25.01.2026 im Migazin
- Landtagswahl 2026 AfD-Programmentwurf: Harte Linie bei Migration, Medien und Familie
„Mit einem 156 Seiten starken Entwurf für ein Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026, der MDR SACHSEN-ANHALT exklusiv vorliegt, kündigt die AfD Sachsen-Anhalt einen grundlegenden politischen Bruch an. Migration, Demokratie, Medien, Bildung und Energie sollen offenbar neu ausgerichtet werden. Neben Forderungen, die zentrale demokratische Grundfesten infrage stellen, enthält das Programm demnach zahlreiche Vorhaben, deren Auswirkungen vor allem Menschen mit wenig Geld, Familien und ländliche Regionen treffen würden.
Zentrales Leitmotiv des AfD-Programms ist offenbar die sogenannte „Remigration“. Hatte man den Begriff vor zwei Jahren noch in Potsdamer Hinterzimmern behandelt, ist er nun eine Kernaussage des Programms. Gefordert wird dem Programmentwurf nach eine „migrationspolitische Kehrtwende um 180 Grad“ und eine umfassende Abschiebeoffensive. Migration wird hierbei als grundlegende Bedrohung dargestellt, verbunden mit Begriffen wie „kulturfremd“ oder „inländerfeindlich“. Asyl soll ausdrücklich nur ein „Gastrecht auf Zeit“ sein.
Remigration und starker Staat: Eingriffe in Rechte und Alltag
Der Entwurf zeichnet das Bild eines starken, durchgreifenden Staates, der Ordnung notfalls mit Zwang durchsetzt. In Tonfall und Maßnahmen erinnert das Konzept an die US-Abschiebebehörde ICE mit zentraler Unterbringung, Arbeitspflichten und rigoroser Durchsetzung von Ausreisepflichten.
Geplant sind offenbar zentrale Unterkünfte außerhalb von Innenstädten, eine flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber sowie die Beschlagnahmung von Vermögenswerten bei der Einreise. Bargeld, Kreditkarten und andere Werte sollen laut Programm „festgestellt, konfisziert und für die Finanzierung von Unterbringung und Verpflegung verwendet werden.“ Abschiebebeamte bezeichnet das Programm als „Helden des Alltags, die ihren Dienst für Volk und Vaterland leisten.“..“ Eine Analyse von Lars Frohmüller, MDR SACHSEN-ANHALT vom 26. Januar 2026 im MDR
Siehe zum tödlichen Vorbild der ICE in den USA unser Dossier: Nach 2. Trump-Sieg in den USA „versprochen“: Massenabschiebungen und Internierungslager