Neuer Waffenfund, neuer Freispruch: Der alltägliche Nazi-Terror wird auf sehr verschiedene Weise gefördert

Gegen Nazis - nicht nur in Wuppertal!„… Wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt war Sven S., der seine Unschuld beteuerte. Es ließ sich nicht beweisen, dass er zu denen gehörte, die Himmelfahrt 2016 bei einer rassistischen Attacke am Badesee von Branitz zugeschlagen haben. Am Mittwoch sprach das Amtsgericht Cottbus den 25-Jährigen frei. Sein Verteidiger Guido Schmidt hatte den Freispruch beantragt. Auch dem Staatsanwalt blieb nichts anderes übrig, als es ebenso zu tun. »Ich glaube Ihnen kein Wort«, sagte Christina Clemm dem Angeklagten ins Gesicht. Sie ist die Rechtsanwältin eines der Opfer, das als Nebenkläger auftrat. Die Mutter des Opfers ging noch im Saal auf den gerade Freigesprochenen zu und sagte ihm: »Ich spreche Sie nicht frei!« Richterin, Staatsanwalt, Nebenklage und Verteidigung attestierten der Polizei eine mangelhafte Aufklärungsarbeit. Elisabeth Strauch vom Verein Opferperspektive bedauerte, dass auch deshalb niemand für die Tat büßen muss, weil es so lange bis zum Prozess gedauert hat...“ – aus dem Bericht „Gewalt gegen linke Jugendliche bleibt ungesühnt“ von Andreas Fritsche am 11. März 2020 in neues deutschland online externer Link über den jüngsten Freispruch als Anfeuerung für neue Untaten. Siehe dazu auch einen Beitrag über den zufälligen Fund eines Waffendepots – was ein „kurioser Fund“ sein soll…

  • „Entwurzelter Baum legt illegales Waffendepot frei“ am 09. März 2020 bei der hessenschau externer Link meldet als „kurios“: „… Einen kuriosen Fund haben zwei Arbeiter in einem Waldstück bei Driedorf (Lahn-Dill) gemacht: An einem umgestürzten Baum entdeckten sie ein illegales Waffendepot. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte Sturmtief „Sabine“ den Baum entwurzelt und so die daneben vergrabenen Waffenkisten freigelegt. Bereits am Samstagmorgen entdeckten die beiden Männer das Depot beim Brennholzsammeln und riefen die Polizei. Die Beamten fanden in den insgesamt vier Munitionkisten unter anderem Handgranaten samt Zünder, Munition, Sprengkörper und Sprengmittel, Sprengschnüre, mindestens 150 Sprengkapseln sowie zwei geladene Pistolen. Experten des Landeskriminalamts mussten laut Polizei aus Sicherheitsgründen einen Teil der Kapseln vor Ort kontrolliert sprengen. Woher die Waffen stammen und weshalb sie in dem Waldstück gelagert wurden, ist bislang unbekannt. Die Kriminalpolizei in Dillenburg ermittelt wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontroll- sowie das Waffengesetz. Die sichergestellten Sprengmittel und Waffen werden derzeit vom Landeskriminalamt untersucht...“
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=164309
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