Den nationalen Konsens durchbrechen – Gegen den rechten „Zwischentag“ in Erlangen (4. Juli 2015)
„Am 4. Juli findet in der Burschenschaft Frankonia die rechte Messe „Zwischentag“ zum vierten Mal statt. Rechte Verlage, Organisationen und Szeneprominenz erhoffen sich durch ihr Treffen bei der Burschenschaft Frankonia eine bessere Vernetzung und eine Weiterverbreitung ihrer rassistischen, antisemitischen und frauenfeindlichen Ansichten. Das Treffen ist eines der Symptome für den sich verschärfenden rassistischen und nationalistischen Diskurs der europäischen Rechten in der Krise des Kapitalismus. Die gewaltsame kapitalistische Normalität, wie sie sich auch in der zunehmenden mörderischen Abschottung Europas oder der rassistischen Mobilmachung u.a. in der deutschen Gesellschaft zeigt, wird von solchen reaktionären Kräften ideologisch zugespitzt. Dieses Treiben erfordert entschlossene antifaschistische Intervention – die dabei nicht vergisst, dass dies nur ein Symptom der alltäglichen kapitalistischen Gesellschaft darstellt…“ Bündnisaufruf zu Protestaktionen am 4. Juli 2015 in Erlangen
. Siehe dazu:
- Neurechter „Zwischentag“ auf Sparflamme
„Ziemlich „rechts“ ging es am Samstag beim Vernetzungstreffen „Zwischentag“ im Haus der Erlanger Burschenschaft „Frankonia“ zu. Zu neurechten Schreibtischtätern, Rechtspopulisten und Burschenschaftlern gesellten sich NPD-Anhänger, Kameradschaftsaktivisten und Karl-Heinz Hoffmann. Von den erwarteten 200 Besuchern war wenig zu sehen. Gegenproteste begleiteten die Veranstaltung…“ Beitrag von Thomas Witzgall bei Endstation rechts vom 6. Juli 2015
- Aus o.g. Aufruf-Text: „… Wenn wir also am 4. Juli gegen den Zwischentag auf die Straße gehen, erteilen wir auch der Burschenschaft Frankonia, Studentenverbindungen im Allgemeinen und vor allem dem Normalzustand der kapitalistischen Gesellschaft, der auf Ausbeutung und Diskriminierung beruht, eine entschiedene Absage! Das eine kann nicht ohne das andere kritisiert oder gar abgeschafft werden! Nationaler Abschottung und Großmachtstreben setzen wir eine grenzenlose Solidarität entgegen! Lasst uns gemeinsam die geplante Vernetzung alter und neuer Nazis, des Stammtischdeutschen und des rechten Akademikers verhindern! …„