(Re)Migrationspolitik der noAfD: Abschiebe-Polizei aka Trump-ICE, private Abschiebefirmen und Ausgangssperre – Einbürgerung nur noch für Reiche…

ICE = Domestic Terrorist (Grafik aus USA, Quelle: bluesky)Die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag verschärft ihren Kurs: Zum Abschluss ihrer Klausurtagung in Oberbayern forderte sie eine Sonderpolizei zur schnelleren Aufgreifung und Abschiebung von ausreisepflichtigen Zuwanderern – nach dem Vorbild der USA. (…) Um diese Menschen schneller aufgreifen und abschieben zu können, will die AfD-Fraktion eine Sonderpolizei aufstellen – ähnlich zu Donald Trumps umstrittener ICE-Truppe in den USA. (…) Zudem will die Landtags-AfD eigene bayerische Abschiebeflugzeuge anschaffen und es Asylbewerbern unbehaglicher machen: Keine Geldleistungen mehr, nur noch „Brot, Bett und Seife“, so Ebner-Steiner wörtlich. „Kombiniert ist das Ganze mit einer abendlichen Ausgangssperre für Asylbewerber.“…“ Beitrag von Christoph Dicke vom 23.01.2026 im BR externer Link („AfD-Fraktion will Abschiebe-Polizei nach Trumps Vorbild ICE“), siehe mehr Informationen, auch zu Asyl-Plänen in Sachsen-Anhalt:

  • #Nichtmituns #Nichtmitmir #ICEfrei: Statement und Kampagne gegen die Forderung der AfD-Fraktion in Bayern nach einer Sonderpolizei am Vorbild von ICE New
    „Die AfD-Fraktion in Bayern forderte zum Ende ihrer Klausurtagungen am 23. Januar 2026 eine Sonderpolizei für die Fahndung nach ausreisepflichtigen Asylbewerbenden und die Organisation von Abschiebungen. Dabei nimmt sie bei dem Entwurf für die AFA (Asyl-, Fahndungs- und Abschiebegruppe) nach Medieninformationen ausdrücklich Bezug auf die US-amerikanische Behörde ICE (U.S. Immigration and Customs Enforcement).Eine Sonderpolizei am Beispiel von Trumps ICE ist eine erhebliche Gefahr für die Menschenrechte. Sie hat weder in den USA eine Bestandsberechtigung, noch sollte sie in Deutschland zur Umsetzung kommen. (…) Polizist:innen werden politisch instrumentalisiert – Wenn Polizeibehörden gezielt für migrations- oder sicherheitspolitische Symbolpolitik eingesetzt werden, geraten Polizist:innen in einen Rollenkonflikt: zwischen Rechtsstaatlichkeit und politischem Erwartungsdruck. Sich diesem zu beugen bedeutet die Kapitulation vor dem Faschismus, die Entfremdung jeglichen Neutralitätsgedankens und die Unterlassung der Wahrnehmung des polizeilichen Auftrags: Dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen und Verfassung und Gesetze zu wahren. ICE macht in den USA unter Präsident Donald Trump mit brutalsten Methoden gewaltsam Jagd auf Menschen. Zuletzt wurde bei Einsätzen in Minneapolis am 24. Januar 2026 Alex Pretti getötet. Vollkommen willkürlich löschen ICE-Beamte Menschenleben aus. Das ist die Normalisierung staatlicher Rechtsverstöße. Das ist die politische Instrumentalisierung von Polizei- und Sicherheitsbehörden. Das ist Faschismus. BetterPolice positioniert sich für die Grund- und Menschenrechte und gegen jegliche menschenfeindliche Praxis sowie gegen Strukturen, die systemisch unausweichlich zu mehr Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft führen. Schließt Euch unter diesen Hashtags der Kampagne in den Sozialen Medien an! #Nichtmituns #Nichtmitmir #ICEfrei“ Pressestatement vom 26. Januar 2026 von BetterPolice externer Link
  • Wahlkampf in Bayern: AfD will Einbürgerung nur noch für Reiche – und Abschiebepolizei
    „Die bayerische AfD will Einbürgerung exklusiv nur für Reiche – und Asylsuchende abends einsperren. Dazu: private Abschiebefirmen, deutsche Abschiebepolizei aka Trump-ICE und separate Schulwege für Kinder mit Sprachförderbedarf.
    Sechs Wochen vor der Kommunalwahl verschärft die bayerische AfD ihren Rechtsaußen-Kurs noch einmal deutlich. Vor Einbürgerungen soll nach dem Willen der AfD-Landtagsfraktion künftig die Nützlichkeit von Menschen für Staat und Volkswirtschaft ein entscheidendes Kriterium sein. „Den deutschen Pass soll es nur noch geben nach einer gelungenen Integration, und diese Personen müssen auch Qualifikationen aufweisen, die unserem Staat nützlich sind“, sagte AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner nach einer Fraktionsklausur, diesmal in Oberbayern.
    Zudem fordert die Landtags-AfD, dass Asylbewerber ihre Unterkünfte abends nicht mehr verlassen dürfen. Die Residenzpflicht für Asylbewerber müsse wieder konsequent umgesetzt werden, kombiniert „mit einer abendlichen Ausgangssperre für Asylbewerber“, verlangte Ebner-Steiner und argumentierte so: „Dies führt zu einer Steigerung der öffentlichen Sicherheit.“ (…)
    Abschiebungen sollten künftig auch von privaten Unternehmen durchgeführt werden können, sagte Ebner-Steiner. Und man fordere die Schaffung einer „Asylfahndungs- und Abschiebegruppe“ der bayerischen Polizei, durchaus mit Parallelen zur umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE, wie sie erläuterte…“ Beitrag vom 25.01.2026 im Migazin externer Link
  • Landtagswahl 2026 AfD-Programmentwurf: Harte Linie bei Migration, Medien und Familie
    Mit einem 156 Seiten starken Entwurf für ein Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026, der MDR SACHSEN-ANHALT exklusiv vorliegt, kündigt die AfD Sachsen-Anhalt einen grundlegenden politischen Bruch an. Migration, Demokratie, Medien, Bildung und Energie sollen offenbar neu ausgerichtet werden. Neben Forderungen, die zentrale demokratische Grundfesten infrage stellen, enthält das Programm demnach zahlreiche Vorhaben, deren Auswirkungen vor allem Menschen mit wenig Geld, Familien und ländliche Regionen treffen würden.
    Zentrales Leitmotiv des AfD-Programms ist offenbar die sogenannte „Remigration“. Hatte man den Begriff vor zwei Jahren noch in Potsdamer Hinterzimmern behandelt, ist er nun eine Kernaussage des Programms. Gefordert wird dem Programmentwurf nach eine „migrationspolitische Kehrtwende um 180 Grad“ und eine umfassende Abschiebeoffensive. Migration wird hierbei als grundlegende Bedrohung dargestellt, verbunden mit Begriffen wie „kulturfremd“ oder „inländerfeindlich“. Asyl soll ausdrücklich nur ein „Gastrecht auf Zeit“ sein.
    Remigration und starker Staat: Eingriffe in Rechte und Alltag
    Der Entwurf zeichnet das Bild eines starken, durchgreifenden Staates, der Ordnung notfalls mit Zwang durchsetzt. In Tonfall und Maßnahmen erinnert das Konzept an die US-Abschiebebehörde ICE mit zentraler Unterbringung, Arbeitspflichten und rigoroser Durchsetzung von Ausreisepflichten.
    Geplant sind offenbar zentrale Unterkünfte außerhalb von Innenstädten, eine flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber sowie die Beschlagnahmung von Vermögenswerten bei der Einreise. Bargeld, Kreditkarten und andere Werte sollen laut Programm „festgestellt, konfisziert und für die Finanzierung von Unterbringung und Verpflegung verwendet werden.“ Abschiebebeamte bezeichnet das Programm als „Helden des Alltags, die ihren Dienst für Volk und Vaterland leisten.“..“ Eine Analyse von Lars Frohmüller, MDR SACHSEN-ANHALT vom 26. Januar 2026 im MDR externer Link

Siehe zum tödlichen Vorbild der ICE in den USA unser Dossier: Nach 2. Trump-Sieg in den USA „versprochen“: Massenabschiebungen und Internierungslager

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=233629
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