Die Neonazis der Partei “Die Heimat” mobilisieren bundesweit zu einem Aktionstag am 01. Mai 2026 (nicht „nur“) in Essen – und nicht nur Essen stellt sich quer

Dossier

Essen stellt sich quer: Die Neonazis der Partei “Die Heimat” planen am 01. Mai 2026 einen Aktionstag in Essen. Ihre Mobilisierung erfolgt bundesweit. Wir werden uns querstellen...Am 1. Mai 2026 wollen Neonazis der Partei Die Heimat – ehemals NPD und Die Rechte – einen bundesweiten Aktionstag in Essen durchführen. Damit sucht die neonazistische Partei schon das vierte Mal nach 2001, 2015 und 2021 unsere Stadt am Tag der Arbeit heim. Die Heimat ist keine harmlose Kleinpartei. Sie ist eine extrem rechte und neonazistisch geprägte Organisation, deren Ideologie programmatische Nähe zu nationalsozialistischem Denken aufweist. (…) Dass Die Heimat ausgerechnet den 1. Mai – den Tag der Arbeit – als Bühne für ihren bundesweiten Aktionstag gewählt hat, ist kein Zufall, sondern ein politischer Affront und bewusste Provokation. Der 1. Mai ist der Tag der Gewerkschaften, der Arbeiter:innenbewegung und des sozialen Fortschritts. Heute wie damals kämpfen Menschen für gute Arbeitsbedingungen, Solidarität und soziale Gerechtigkeit…“ Aus dem Aufruf „01. Mai – nazifrei!“ beim Bündnis „Essen stellt sich quer“ externer Link – siehe mehr daraus und mehr Infos, leider doch zu weiteren Städten:

  • Naziaufmärsche in Essen, Braunschweig und Gera: Weniger Teilnehmer als erwartet, Ärger mit der Polizei und große Gegendemonstrationen New
    „…  »Die Heimat« mobilisierte bundesweit zu einem Aufmarsch durch das Zentrum der Ruhrgebietsstadt. 500 Teilnehmer*innen kündigte die neonazistische Partei an.
    Ein Erfolg wurde der Aufmarsch nicht. Auf dem Hirschlandplatz, wo die Neonazis sich trafen, musste Cremer nämlich immer wieder verkünden, dass es noch nicht losgeht. Erst mussten die Rechten auf ihren Lautsprecherwagen warten. Und dann wollte man nicht losmarschieren, bevor »Kameraden«, die im Stadtteil Altenessen in einer Polizeikontrolle feststeckten, zu den Neonazis in der Innenstadt stoßen konnten. Cremers Ansagen in Richtung der Polizei »Euren Feierabend bestimmen wir!« schienen für diese nicht besonders bedrohlich. Es dauerte bis 15:45 Uhr, dann erst kamen die vorwiegend aus Dortmund stammenden Neonazis in der Innenstadt an. Wenig später ging dann auch der Aufmarsch los, gut zwei Stunden nach dem eigentlich geplanten Beginn und mit weniger als 300 Teilnehmer*innen.
    Durch einen stark von der Polizei abgesperrten Innenstadtbereich durften die Nazis eine Schleife drehen. Anschließend folgte ein längeres Programm aus neonazistischen Redner*innen und Musiker*innen, das auf ein stark nachlassendes Interesse stieß. Der gewalttätige Nazi-Promi Thorsten Heise sprach am Abend noch vor gut hundert Kamerad*innen. Begleitet wurden die Nazis, auch am Abend noch, von Gegendemonstrant*innen. Die Essener Polizei spricht von 4500 Menschen. Die Nazi-Gegner*innen standen an so gut wie jeder Absperrung um den rechten Aufmarsch und übertönten die rassistischen Parolen der Neonazis.
    Noch schlechter als in Essen ist der Tag für Neonazis in Braunschweig gelaufen. Dort hatte die NPD, eine Abspaltung der »Heimat«, die unter dem alten Namen weitermacht, zu einem Aufmarsch aufgerufen. 200 Teilnehmer*innen hatte sie angekündigt. Gekommen waren dann 40. Die mussten aufgrund der starken Gegenproteste und mehrerer Blockaden auch viel Zeit mit Warten verbringen. Außerdem mussten sie ihre Route ändern und konnten eine Kundgebung nicht auf dem zentralen Europaplatz durchführen. Gegen die 40 Neonazis gingen 1800 Menschen auf die Straße.
    In Gera versammelte die Kleinstpartei »Dritter Weg« 200 Anhänger*innen zu einem Aufmarsch. 400 Menschen protestierten gegen den, erst in der vergangenen Woche bekannt gewordenen, Aufmarsch. Eine Sitzblockade wurde von der Polizei aufgelöst. 75 Teilnehmer*innen des Naziaufmarsches, die, wie es in der Polizeipressemitteilung heißt, »eine nicht angemeldete Anschlussveranstaltung« in Schmölln abhalten wollten, wurden von der Polizei kontrolliert und mit einem Platzverweis belegt…“ Überblick von Sebastian Weiermann vom 02.05.2026 in ND online externer Link („Verspätet und blockiert – ein frustrierender 1. Mai für Neonazis“), siehe auch für die einzelnen Städte:

    • 01.05.2026 – Braunschweig – NPD-Demonstration
      Am 1. Mai 2026 marschierten rund 50 Neonazis durch Braunschweig. Mehrmals leitete die Polizei die Neonazi-Demo um, da auf die geplante Route von Gegendemonstrant*innen blockiert wurde. Aufgerufen hatte die NPD, eine Splitterpartei, die sich von der ursprünglichern NPD abgespalten hat, als diese sich in Die Heimat umbenannt hat. Zuletzt traten ehemalige Funktionäre der Partei Die Rechte nach deren Auflösung der NPD bei. Die meisten Neonazis waren von außerhalb angereist. Bekannte Neonazi-Aktivisten aus Braunschweikg und der Region bleiben der Demonstration fern. Lediglich eine handvoll junger „Nachwuchsnazis“ aus der Region Braunschweig nahmen teil.“ Bericht und Fotogalerie von David Janzen auf flickr externer Link
    • Tausende demonstrieren gegen Rechtsextreme in Essen
      „In Essen haben am Freitag Tausende Menschen gegen einen Neonaziaufmarsch demonstriert. Ein Großaufgebot der Polizei war im Einsatz.
      „1. Mai – Nazifrei.“ So lautete das Motto der Gegendemonstranten. Es stand auf Schildern und Plakaten, mit denen Hunderte seit dem Freitagmittag in der Essener Innenstadt unterwegs waren. Gewerkschaften, Parteien, Verbände und Initiativen hatten zu dem Protest aufgerufen. (…)
      Viele von ihnen waren über Stunden in der Innenstadt. Zum Beispiel, weil sie an der zentralen Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf dem Burgplatz teilgenommen haben. Dort hatten verschiedene Organisationen aus der Stadt schon am Vormittag ihre Stände aufgebaut. Außerdem gab es eine Bühne und eine Hüpfburg.
      Polizeieinsatz in Dortmund verzögert Neonaziaufmarsch
      Der rechtsextreme Demozug ging allerdings erst nach 16 Uhr los. Grund dafür war unter anderem ein Einsatz in Dortmund-Dorstfeld, bei dem die Polizei heute Morgen Mitorganisatoren der Demo festgehalten hatte. Die Polizei hatte dort mit Hilfe eines Leiterwagens der Feuerwehr Flaggen der Rechtsextremen abgehängt, die an einer Hauswand angebracht worden waren. Ein 24-Jähriger, der die Beamten mit einem Gegenstand beworfen hatte, wurde vorläufig festgenommen.
      Der Aufmarsch in Essen war am Hirschlandplatz gestartet und endete auf dem Kennedyplatz. Dort waren verschiedene Redner aufgetreten. Nach Beobachtungen von WDR-Reportern waren etwa 300 Menschen vor Ort. Sie waren umringt von tausenden Gegendemonstranten. Die Partei „Die Heimat“, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, hatte bundesweit mobilisiert. Sie selbst hatte im Vorfeld mit 500 Teilnehmenden gerechnet.
      Keine Ausschreitungen bei Neonaziaufmarsch
      Die Polizei hatte beide Lager voneinander getrennt, insgesamt sei es so sehr friedlich geblieben. Ein Polizeisprecher hatte dem WDR gegenüber geäußert, man sei mit „massiven Kräften“ in der Stadt unterwegs und auf jedes Szenario vorbereitet gewesen
      .“ Bericht von Cedrik Pelka vom 01.05.2026 auf tagesschau.de externer Link mit Video und einigen Fotos , siehe zu Essen auch:

      • Etwa 250 TN bei #neonazis tischer #1Mai Versammlung von #DieHeimat in #Essen #NordrheinWestfalen am 01.05.2026.
        Aufgrund polizeilicher Maßnahmen startete die Veranstaltung mit drei Stunden Verspätung. #e0105
        Post von Marco Kempvom  2.5.26 auf bsky externer Link zu seiner Fotogalerie auf flickr externer Link
      • die Berichterstattung der Infozentrale: @infozentrale@mastodon.social
      • #e0105
    • 210 Neonazis aus den Reihen des Dritten Wegs zogen gestern durch Gera. Im Gegensatz zu Höcke wussten sie verbotene NS-Parolen soweit abzuwandeln, dass sie straffrei verwendet werden konnten. Im Anschluss verhinderte die Polizei noch ein geplantes Konzert. Ein Videobericht:…“ Post von ENDSTATION RECHTS vom 2.5.2026 auf bsky externer Link mit Video
    • Sachsen-Anhalt am 1. Mai: AfD-Wahlkampfauftakt getarnt als Familienfest
      Offiziell feiert die extrem rechte EU-Fraktion in Sachsen-Anhalt. Doch im Mittelpunkt steht AfD-Spitzenkandidat Siegmund. Der Protest bleibt still. (…)
      Dabei sein durften aber nicht alle. Vor dem Eingang stehen am Nachmittag mehrere Journalist:innen, die von der Security nicht auf das Veranstaltungsgelände des Familienfestes gelassen werden. Die Polizei habe ihnen nicht geholfen, berichten sie der taz. Auf welcher rechtlichen Grundlage der Einschnitt in die Pressefreiheit erfolgt? Leider ist kein:e Pressesprecher:in der Polizei bei der Veranstaltung, um das zu beantworten. Auf telefonische Anfrage heißt es allerdings von der Polizei, das Recht, Presse auszuschließen, liege beim Veranstalter. Das Familienfest, auf dessen Bühne nach Ulrich Siegmund noch weitere Politiker reden, sei privat, keine politische Versammlung. Entsprechend bestehe Hausrecht. (…)
      Gegenprotest? Nicht in Schönebeck. Vom Parkplatz bis zur Bühne bleiben AfDler:innen und ihre Fans ungestört. Nur der Boden des Platzes, auf dem das Familienfest stattfindet, lässt erahnen, dass nicht alle mit der rechtsextremen Partei einverstanden sind. „Liebe ist stärker als Hass“, „Wir bleiben bunt“ und „FCKAfD“ steht in vielen Varianten mit Kreide geschrieben. Zumindest bis zum Nahmittag. Dann gehen zwei junge Frauen mit blauer Kreide herum und streichen unliebsame Parolen durch.
      Doch nicht über all in Sachsen-Anhalt feierten Rechtsextreme. Rund 15 Kilometer nördlich vom AfD-Fest in Schönebeck startete am Morgen eine Demonstration der anarchistischen Gewerkschaft FAU, der Freien Arbeiter:innen Union. (…)
      Doch wenn die Anarchist:innen gegen autoritäre Strukturen sind, warum haben sie keinen Protest gegen das AfD-Fest organisiert? „Nicht die AfD ist das Problem, sondern der Rechtsruck aller Parteien“, sagt Anmelder Grambow. Statt sich mit der AfD zu beschäftigen, wollten sich die Anarchist:innen auf ihre eigenen Themen fokussieren
      …“ Bericht aus Magdeburg und Schönebeck von David Muschenich vom 1.5.2026 in der taz online externer Link
  • Was Neonazis und AfD am 1. Mai planen: Neonaziaufmärsche in Essen, Braunschweig und Gera – Pseudogewerkschaft und Familienfest bei der AfD 
    „… In Braunschweig wollen Mitglieder der »Heimat«-Abspaltung, die weiter als NPD agieren, eine Demonstration durchführen. Außerdem ist vor wenigen Tagen bekannt geworden, dass die Kleinstpartei »Der Dritte Weg« einen Aufmarsch mit bis zu 100 Teilnehmer*innen im thüringischen Gera angemeldet hat.
    AfD mit Pseudogewerkschaft und Familienfest
    Auch die AfD will den 1. Mai für eigene Auftritte nutzen. Besonders ins Auge stechen hier zwei Veranstaltungen. Im baden-württembergischen Göppingen versucht die extrem rechte Partei, sich als Arbeiterpartei zu profilieren. Hauptredner bei einer Kundgebung soll Oliver Hillgruber sein. Hillgruber war Gitarrist der Rechtsrockband »Noie Werte«, heute ist er Chef der Pseudogewerkschaft »Zentrum«, die besonders versucht, sich in der Automobilbranche breitzumachen. »Zentrum« verfolgt dabei einen kooperatistischen Ansatz, der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit spielt kaum eine Rolle. Der Göppinger DGB will sich von seinem Maifest durch die Rechten nicht abbringen lassen externer Link. Mit einer Kunstaktion »Wege in den Faschismus« will man aber Denkanstöße dafür geben, dass von rechts noch nie etwas Positives für Arbeiter*innen gekommen sei.
    In Schönebeck in Sachsen-Anhalt gibt man sich weniger politisch als in Göppingen. Zu einem Familienfest lädt die Europaparlamentsfraktion der AfD in die Kleinstadt ein. Mehrere Europaabgeordnete sollen auftreten, Hauptredner ist allerdings Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat bei den im September anstehenden Landtagswahlen, bei denen die AfD stärkste Kraft werden könnte. Die Strategie hier ist ebenso klar wie in Göppingen. Die AfD will sich als freundliche Partei präsentieren, mit der man am Feiertag eine gute Zeit haben kann…“ Artikel von Sebastian Weiermann vom  externer Link (auch mit Infos zu Essen)
  • Der 1. Mai steht kurz bevor und traditionell wird der Feiertag für Aufmärsche aus dem rechtsextremen Spektrum genutzt – so auch in diesem Jahr. In gleich vier Städten – Essen, Gera, Aue und Braunschweig – wird es Demos geben. Ein Überblick. 
    In #Essen will die „Heimat“ (früher NPD) um 13 Uhr am Hirschlandplatz unweit des Hauptbahnhofs aufmarschieren. 500 Personen wurden angemeldet, ob die Zahl erreicht wird, ist unklar. Letztes Jahr fanden sich in Gera 900 Anhänger bei deutlich breiterer Mobilisierung ein.
    Dieses Jahr wird hingegen der Dritte Weg ab 14 Uhr in #Gera demonstrieren. Im Gegensatz zur „Heimat“ mobilisiert die neonazistische Partei fast ausschließlich intern, dennoch könnten die 100 erwarteten Teilnehmenden überboten werden. 2025 fanden sich 220 Personen in Suhl ein.
    Die NPD, eine kaum relevante Abspaltung der „Heimat“, die als eigene Partei agiert, will in #Braunschweig auf die Straße. „1. Mai – seit 1933 arbeitsfrei“, heißt es in den Aufrufen. Die 200 angemeldeten Anhänger dürfte die NPD dort kaum erreichen.
    Die rechtsextremen „Freien Sachsen“, letztes Jahr noch zusammen mit der „Heimat“ auf der Straße, ziehen dieses Jahr am 1. Mai durch Aue. In der Stadt hat die Partei mit Stefan Hartung einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 10. Mai aufgestellt.“ Thread von ENDSTATION RECHTS vom 28.04.2026 auf bsky externer Link, siehe auch:
     
    • GERA: „Achtung! Wir gehen gegen die N4zischeiße auf die Straße! 01. Mai – Gera nazifrei
      Ab 13:45 Uhr auf dem Museumsplatz in Gera
      Wir haben einen Gegenprotest gegen den Aufmarsch des III. Wegs angemeldet. Diese Demonstration ist für alle die sich gegen Hass, Hetze und Menschenhass engagieren wollen, für alle die für Vielfalt, Akzeptanz und Solidarität eintreten wollen!
      Lasst uns gemeinsam laut sein!
      Aufgrund der Kurzfristigkeit befinden wir uns noch mitten in der Organisation.
      Für Anreisende möchten wir die Anreise über Gera-Hbf empfehlen und in Gruppen zum Kundgebungsort gehen (etwa 10 min zu Fuß).
      Wir planen einen Demonstrationszug durch die Stadt. Ende ist gegen 17 oder 18 Uhr zu erwarten.
      Hintergrund: Die rechtsextreme Kleinstpartei III. Weg meldete kurzfristig eine 1. Mai Demo in Gera an. Aktuell haben diese eine Route von der Eiselstraße 177 bis zum Hauptbahnhof angemeldet…“
      gera.gegenrechts auf Insta externer Link
  • Start in Essen am 01.05.2026 ist mit der DGB-Kundgebung am Bugplatz von 12:00 – 15:30

  • Aktuelle Infos zu Essen quasi laufend auf der ESSQ-Homepage externer Link und bei ESSQ auf mastodon: @essenquer@ruhr.social und auf bluesky: https://bsky.app/profile/essenquer.bsky.social externer Link
  • 1. Mai – nazifrei!
    Weiter aus dem Aufruf beim Bündnis „Essen stellt sich quer“ externer Link (in vielen Sprachen verfügbar): „… Gerade die historischen Erfahrungen zeigen, wie perfide rechte Strategien sind: Am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaften von den Nationalsozialisten zerschlagen, ihre Häuser zerstört und ihre Funktionär:innen verhaftet. Faschistische Ideologien waren und sind arbeiter:innenfeindlich. Dieses geschichtliche Erbe macht deutlich, worum es den Faschisten der Partei Die Heimat geht: Einen Angriff auf die Rechte von Arbeitnehmer:innen, Freiheitsrechte, demokratische Strukturen und gesellschaftlichen Fortschritt.
    Wir lassen nicht zu, dass Neonazis und Faschist:innen am Tag der Arbeit in unserer Stadt präsent sind und ihren Hass verbreiten! Deshalb rufen wir auf, an den Gegenprotesten am 1. Mai 2026 teilzunehmen und gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Faschismus, Rassismus und rechte Hetze zu setzen und für Solidarität, Demokratie und eine freie, offene Gesellschaft aufzustehen! Alle Antifaschist:innen, Gewerkschafter:innen, Demokrat:innen, Nachbar:innen und Menschen, die für eine gerechte Gesellschaft kämpfen: Seid am 1. Mai auf der Straße! Gemeinsam zeigen wir, dass rechte Hetze in Essen keinen Platz hat
    …“
  • Drohender Neonaziaufmarsch: Revier im Visier
    Am 1. Mai wollen Rechtsextreme durch Essen marschieren. Ein Bündnis will sich den Faschisten entgegenstellen – und klagt über die Polizei (…)
    Stadtverwaltung erfolglos, Polizei sprachlos
    Die Essener Stadtverwaltung von CDU-Oberbürgermeister Thomas Kufen versucht zwar, gegen die Etablierung eines neuen Neonazikiezes in Kray vorzugehen. Im Januar hat sie Veranstaltungen wie die Offenen Abende in der rechtsextremen Parteizentrale, einer alten Tischlerei, „wegen Verstößen gegen bauordungsrechtliche Vorschriften“ untersagt. Doch vor Gericht hatte das Verbot keinen Bestand. Jetzt wird im Rathaus an einer neuen Ordnungsverfügung gearbeitet – doch am 10. April fand in der Marienstraße erneut ein Treffen junger Neonazis statt.
    Heftig in der Kritik steht die Essener Polizei. Denn während Die Heimat auf Social Media verkündet, Treffpunkt für ihren Aufmarsch am 1. Mai sei um 13 Uhr der Hirschlandplatz in der Innenstadt, wollen die Beamt:innen die genaue Route der Faschistendemo auf keinen Fall veröffentlichen. Schon bei einer Demo der rechtsextremen Kameradschaft „Jung und Stark“ im März 2025 habe „eine intransparente Informationspolitik den Nazis den Weg geebnet“, sagt nicht nur ESSQ-Sprecher Baumann. Weil die Polizei mauerte, sei auch eine ganze „Schulklasse nach einem Kinobesuch völlig unvorbereitet in den Naziaufmarsch“ geraten.
    „Die Neonazis wollen erreichen, dass sich der Gegenprotest zurückzieht – das darf nicht passieren“, betont eine Sprecherin der Essener „Omas gegen rechts“: „Wir haben das Recht auf Gegenprotest in Sicht- und Hörweite. Deshalb muss die Polizei die Route der Nazidemo veröffentlichen.“ Nur „aus Bequemlichkeit“ mauerten die Beamt:innen, kritisiert auch der Co-Kreissprecher der Essener Linken, Tobias Umbreit – „um den Gegenprotest möglichst klein zu halten“…“ Artikel von Andreas Wyputta vom 24.4.2026 in der taz online externer Link
  • OMAS GEGEN RECHTS Essen: Brief zum Neonazi-Aufmarsch
    Wir, die OMAS GEGEN RECHTS Essen, wenden uns anlässlich des angekündigten Neonazi-Aufmarsches am 1. Mai 2026 mit einem offenen Brief an den Essener Polizeipräsidenten Stüve.
    Sehr geehrter Herr Polizeipräsident Andreas Stüve,  nach unserer Kenntnis wollen Hunderte von Neonazis der Partei „Die Heimat“ am 1. Mai 2026 in Essen aufmarschieren und einen bundesweiten Aktionstag durchführen. Damit wird unsere Stadt erneut zur Zielscheibe rechtsextremistischer Propaganda…“ Brief vom 1. April 2026 auf omasgegenrechts-essen.de externer Link

Siehe zuletzt das Dossier: Brauner 1. Mai 2025 (bisher „nur“) in Gera und Gelsenkirchen – nicht ohne Gegenproteste!

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=235141
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