15 Jahre Selbstenttarnung des NSU am 4.11.2026: „Wir müssen was tun: Uns auf uns selbst verlassen. Wir müssen was tun: Weitermachen!“

Der NSU war nicht zu dritt!„… Die Selbstenttarnung des NSU, die sich am heutigen 4. November zum 15. Mal jährt, markiert eine Zäsur. Die Betroffenen hatten in der ganzen Zeit zuvor Recht gehabt: Ihre Familien waren aus rassistischen Motiven angegriffen worden, ihre Liebsten von Neonazis ermordet. In den Jahren zuvor hatten die Betroffenen immer wieder Aufklärung gefordert und auf einen möglichen rechten Hintergrund hingewiesen, stattdessen ermittelten die Behörden gegen sie. Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich versprach den Betroffen nun, nach der Selbstenttarnung, Aufklärung. Aber dieses Versprechen wurde nie angemessen umgesetzt. Dennoch: Gesellschaftlich und politisch wirkte die Selbstenttarnung des NSU viel zu kurz nach…“ Sondernewsletter von NSU-Watch vom 4.11.26 externer Link auch mit Gedenkterminen bundesweit und mehr Informationen:

  • 15 Jahre NSU-Selbstenttarnung: Zu viele offene Fragen, zu wenig Konsequenzen
    Artikel von Heike Kleffner in den Blättern vom November 2026 externer Link
  • 15 Jahre Selbstenttarnung des NSU – eine Hinterbliebene erinnert sich an die Gewissheit als Befreiungsschlag
    Artikel von Selma Hornbacher-Schönleber vom 03.11.2026 in der FR online externer Link
  • Jahrestag der NSU-Terrorserie: Wie die NSU-Helfer davonkamen
    „Vor 15 Jahren flog der NSU-Terror auf. Verurteilte Helfer sind wieder auf freiem Fuß, andere kamen ohne Strafe davon. Einer wird weiter in der Szene gefeiert…“ Artikel von Konrad Litschko vom 4.11.2026 in der taz online externer Link
  • Razzia gegen Zwickauer Linke am Tag vor NSU-Gedenken
    „Kommunistischer Gruppierung werden Gewalttaten und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Fünf Beschuldigte wurden festgenommen
    Am Montag fand in Zwickau ein Themenabend statt: »15 Jahre Selbstenttarnung – Wer war der NSU?«, so lautete der Titel der Veranstaltung. Für diese warb auch das Kollektiv Zwickau auf seinem Instagram-Kanal, auf dem sich ansonsten Aufrufe zu linken und palästinasolidarischen Demos, Fotos von einer Kranzniederlegung zum Tag der Befreiung oder von einem mutmaßlich rechten Anschlag auf die »Kollektivküche« in Zwickau finden. Am Dienstag und damit einen Tag vor dem offiziellen Gedenken an die Opfer der rechten Terrorzelle NSU, deren Kerntrio jahrelang unbehelligt in Zwickau Unterschlupf gefunden hatte, gab es Hausdurchsuchungen der Polizei bei mutmaßlichen Mitgliedern des Kollektivs Zwickau; fünf Personen wurden festgenommen.
    Auslöser der Maßnahmen sind Ermittlungen wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung, die von der Staatsanwaltschaft Dresden und vom Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes Sachsen geführt werden. Sie richten sich gegen zwölf Beschuldigte im Alter von 18 bis 36 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, im Jahr 2022 eine »politische, kommunistische Gruppe« begründet zu haben, um »regional und überregional gegen rechtsradikale und menschenfeindliche Strukturen vorzugehen«, heißt es in einer Mitteilung der Ermittlungsbehörden…“ Artikel von Hendrik Lasch vom 03.11.2026 in ND online externer Link

Siehe zuletzt Dossier: 10 Jahre nach dem Auffliegen des NSU: Der lange Schatten des Terrors und die gesamte Rubrik Vom Rechtsextremismus zum Rechtsterrorismus – die NSU-„Affäre“

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=238454
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