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In der Türkei rast der Terror – der Regierung

Protest in Istanbul am 25. Juli 2015 gegen den Überfall auf Kurden und LinkeDe facto aber war der Prozess in dem Moment vorbei, als sich die Kämpfe zwischen der YPG/YPJ in Rojava und den Mörderbanden des IS intensivierten. Die AKP hat in ihrer Syrienpolitik von Beginn an alle jihadistischen Gruppen unterstützt, die das Ziel hatten Assad zu stürzen. Als sich der IS als stärkste Fraktion durchsetze und vor allem die Revolution in Rojava zu attackieren begann, spekulierte Erdoğan wohl darauf, dass die Banden ihn von dem lästigen demokratischen Autonomieprojekt an seiner Südgrenze erlösen würden. Mit der Schlacht um Kobanê und dem heldenhaften Widerstand der YPG/YPJ und revolutionärer InternationalistInnen war das Thema ins Zentrum der Weltöffentlichkeit gelangt. Die AKP positionierte sich unumwunden: Als Erdoğan sich dann auch noch hinstellte und durchaus zufrieden erklärte, dass Kobanê praktisch schon gefallen sei, verlor die AKP auch die meisten konservativen Kurd*innen” – aus dem Beitrag “Krieg für Machterhalt” von Max Zirngast am 27. Juli 2015 im Lower Class Magazine externer Link, worin auch die gesamt Entwicklung des nunmehr beendeten Friedensprozesses nachgezeichnet wird. Siehe dazu auch weitere aktuelle Beiträge:

  • “NATO verliert kein Wort über Angriffe auf Kurden” redaktioneller Beitrag am 28. Juli 2015 in neues deutschland externer Link, worin es treffend heißt “Die NATO hat der Türkei ihre »starke Solidarität« ausgesprochen. Nach einer von der Regierung in Ankara einberufenen Sondersitzung des Nordatlantikrates erklärte die Allianz in Brüssel, »Terrorismus« stelle »eine direkte Bedrohung für die Sicherheit der NATO-Länder« und die internationale Stabilität dar. Das umstrittene türkische Vorgehen gegen Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak erwähnt die NATO-Erklärung nicht
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=84422
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