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Türkei auch 10 Jahre nach dem Putschversuch im Juli 2016: Wer nicht für Erdogan ist, ist Terrorist*in

Turkey up in arms against Erdoğan!„… Der Putschversuch gegen die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan vor zehn Jahren hat die Türkei erschüttert und die Gesellschaft verändert. Erdoğans islamisch-konservative AKP-Regierung plant für den Jahrestag landesweite Feiern unter dem Motto »Unser Wille – unser Sieg«, eine vollständige Aufklärung der Ereignisse steht aber bis heute aus. (…) Erdoğan sprach noch in der Putschnacht von einem »Geschenk Gottes«. (…) Noch im Ausnahmezustand ließ Erdoğan 2017 ein Referendum über das Präsidialsystem abhalten, das ein Jahr später eingeführt wurde. Seitdem hat Erdoğan so viel Macht wie nie zuvor und großen Einfluss auf die Justiz…“ In Gänze lesenswerter Artikel von Svenja Huck und Mirjam Schmitt, Istanbul, vom 15.07.2026 in ND online externer Link („Putschversuch in der Türkei – Triumph, Trauma und offene Fragen“) und mehr zum Thema:

  • Türkei unter Erdoğan: Als der Sultan zurückkehrte
    Auf den versuchten Putsch vor zehn Jahren folgte ein beispielloser autoritärer Umbau. Auch die grösste Oppositionspartei CHP ist nahezu gleichgeschaltet und müsste sich neu erfinden.
    «Ein Geschenk Gottes»: So hatte Präsident Recep Tayyip Erdoğan den gescheiterten Putschversuch in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 genannt. Teile des türkischen Militärs besetzten damals strategische Knotenpunkte in Istanbul wie die Bosporusbrücken; im Fernsehen liess ein selbsternannter «Rat für Demokratie in der Heimat» eine Erklärung zur geplanten Machtübernahme verlesen, während in Ankara Kampfflugzeuge das Parlamentsgebäude bombardierten. Unterdessen machte sich ein Spezialkommando auf den Weg in das ägäische Marmaris, um den dort urlaubenden Präsidenten auszuschalten – vergeblich.
    Das Ereignis wird seither jährlich mit «Demokratie und Märtyrer»-Versammlungen zu Ehren jener gefeiert, deren Widerstand auf den Strassen und Brücken Istanbuls vor zehn Jahren die Rückkehr des Präsidenten in dessen Palast sicherte.
    Denn damit bot sich dem Staatschef die einmalige Chance, sich seiner Gegner:innen zu entledigen und das politische System umzubauen. In der Dekade darauf hat Erdoğan den «kompetitiven Autoritarismus» türkischer Prägung errichten können, gegen den heute kein Kraut mehr gewachsen zu sein scheint…“ Artikel von Ingo Arend in der WoZ vom 16. Juli 2026 externer Link

Die u.E. wichtigsten Beiträge in der Rubrik Putschversuch im Juli 2016 und die Folgen:

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=236655
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