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WEF 2026 in Davos mit Trump als „Stargast” und Proteste dagegen: Trump not welcome! Smash WEF!

Dossier

Demo am 19. Januar 2026 in Zürich: Trump still not welcome!Das Weltwirtschaftsforum (WEF) verkündete freudig, dass 2026 auch der mächtigste Mann der Welt nach Davos kommen wird. Durch die Teilnahme von Donald Trump erwartet das WEF so viele Staats- und Regierungschefs wie noch nie. Sie wollen die Gelegenheit nutzen, um angesichts des Zollstreits dem Faschisten persönlich die Stiefel zu lecken. Das steht ganz in der Tradition des WEF: Seit 1971 bringt die Konferenz die Profiteur:innen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung zusammen. Private Geschäfte sind dabei ebenso an der Tagesordnung wie politische Deals unter Ausschluss der Öffentlichkeit – ganz nach Trumps Geschmack. Heute stehen wir weltweit vor sozialen Missständen, einer eskalierenden ökologischen Krise, dem Aufstieg faschistischer Kräfte und zunehmenden kriegerischen Spannungen. Am WEF werden aber keine Lösungen für die Krisen präsentiert, sondern deren Ursachen weiter verschärft…“ Aus dem Aufruf zur Anti-WEF-Demo am 19. Januar in Zürich externer Link – siehe mehr Informationen, auch zu „Das Andere Davos“ am 16./17.1.26 und weiteren Protesten:

  • WEF als Symbol für ein autoritäres Wirtschaftssystem: Trump mobilisiert über 3000 Menschen zur Gegendemo und 600 zur internationalen Protest-Wanderung New
    • Internationales Bündnis von 67 Organisationen kritisiert Weltwirtschaftsforum in gemeinsamer Erklärung
      Eine Koalition von 67 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus über 26 Ländern kritisiert das Weltwirtschaftsforum als Symbol für ein autoritäres Wirtschaftssystem, das die Welt in Kriege, soziale und ökologische Krisen treibt. In einer internationalen Erklärung fordern sie, das Weltwirtschaftsforum mit solidarischen Alternativen wie dem Weltsozialforum zu ersetzen und eine grundlegende Demokratisierung der Weltwirtschaft mit einem Ende der Ausbeutung von Mensch und Natur.
      Die deutsche Menschenrechtsorganisation Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung (WEED) hat die Erklärung mitverfasst und ist gemeinsam mit einem weiteren Verfasser, Massa Koné einem Mitorganisatoren des Weltsozialforums 2026 (von dem westafrikanischen Netzwerk für Land- und Wassergerechtigkeit „La Convergence Globale des Luttes de Terre et de l’Eau – L’Afrique de Ouest”) beim StrikeWEF Protest mit nach Davos gewandert
      …“ Pressemitteilung vom 19.01.2026 bei WEED externer Link
    • Zürich: 3000 Menschen demonstrieren gegen Trump und das WEF
      Am Montag, 19. Januar 2026 demonstrierten über 3000 Menschen in der Zürcher Innenstadt gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) und die anwesenden Autokrat:innen und Oligarch:innen in Davos. Organisiert wurde die Demo von der Bewegung für den Sozialismus.
      Es war die grösste Anti-WEF-Demonstration in der Schweiz seit 2018, als Trump das erste Mal ans WEF gekommen ist. Dass der Kriegstreiber und Faschist Trump am WEF hofiert wird, wird von vielen überhaupt nicht gern gesehen. Entsprechend wütend und laut war die Demonstration. Die grosse Beteiligung an dieser Demonstration geht jedoch über die Empörung über Trump hinaus. Die enorme Teilnahme ist auch ein Ausdruck dafür, dass sich immer mehr Menschen gegen das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem auflehnen, das bereits in den ersten Wochen des neuen Jahres wieder so viel Krisen und Leid verursacht hat. So waren antikapitalistische Parolen besonders laut zu hören. (…)
      Unter dem Motto «A Spirit of Dialogue» will das WEF 2026 das Gespräch zwischen rechtsextremen Autokrat:innen und den Konzernbossen ermöglichen. Aus der Geschichte wissen wir allerdings nur allzu gut, dass man Faschist:innen nicht hofiert, sondern bekämpft. Deshalb ist das WEF Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. Die Ersetzung des korrupten Klaus Schwab als WEF-Vorsitzenden durch Larry Fink (BlackRock) und André Hoffmann (Roche) ändert daran nichts, sondern ist vielmehr sinnbildlich für die aktuelle Entwicklung des Kapitalismus. Milliardär:innen und Konzernbosse übernehmen in vielen Ländern, auch in der Schweiz, gleich selbst das politische Ruder, um ihre Profitinteressen noch rücksichtsloser durchzusetzen
      …“ Meldung von BFS Zürich vom 19. Januar 2026 mit Video externer Link , siehe auch:

      • Ausschreitungen an Anti-Trump-Demo in Zürich zum Auftakt des WEF
        In Zürich haben am Montagabend, am Eröffnungstag des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos, mehr als 2000 Menschen gegen Donald Trump und «das Oligarchentreffen» protestiert. Es kam zu Ausschreitungen.
        Der Demonstrationszug mit dem Motto «Trump still not welcome!» setzte sich kurz vor 19 Uhr bei der Stadthausanlage in Bewegung und führte durch die Stadtkreise 1 und 4 bis zum Helvetiaplatz, wo ein Teil der Teilnehmenden gegen 20.30 Uhr eintraf. Unterwegs wurden laut Polizeiangaben wiederholt Böller, Rauchpetarden und anderes Feuerwerk gezündet. Gemäss Mitteilung kam es entlang der Route zudem zu Sprayereien, Farbbeutelwürfen gegen Fassaden sowie zu eingeschlagenen Schaufensterscheiben an der Ecke Bahnhofstrasse/Uraniastrasse. Die Höhe des Sachschadens sei noch unbekannt.
        Ein weiterer Teil der Demonstrierenden, darunter Angehörige des sogenannten schwarzen Blocks, hätten sich nach dem Ende der bewilligten Kundgebung nicht zum Helvetiaplatz begeben, sondern eine unbewilligte Nachdemonstration im Bereich Militär- und Kasernenstrasse formiert. Nachdem eine dort errichtete Blockade zunächst toleriert worden sei, habe die Polizei diese kurz nach 21.30 Uhr mit einem Wasserwerfer aufgelöst. In der Folge seien Einsatzkräfte mit Steinen und Feuerwerk beworfen worden. Die Polizei habe Reizstoff und Gummischrot eingesetzt
        …“ Bericht vom 19.01.2026 auf watson.ch externer Link mit Fotogalerie
    • Aktivisten begrüssen WEF-Milliardäre mit gigantischem Transparent neben Flughafen
      Aktivisten haben beim Flughafen Zürich ein grossformatiges Transparent ausgerollt, um anreisende Gäste des WEF zu empfangen. Das Banner zeigt die Gesichter von Elon Musk, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg und trägt die Aufschrift: «Hey Davos Milliardäre: Haltet eure Klappen und zahlt eure Steuern». Nach Angaben der beteiligten Aktivisten richtet sich die Aktion gegen extreme Vermögenskonzentration und aus ihrer Sicht ungenügende Besteuerung von Superreichen. Mit der Platzierung in Flughafennähe wollten sie gezielt jene Personen ansprechen, die in den kommenden Tagen zum WEF nach Davos reisen…“ Meldung vom 19.01.2026 auf watson.ch externer Link mit Fotos – dort auch ein Dossier zum WEF 2026 externer Link zum aktuellen Stand auch der Proteste
    • Trump verleiht WEF-Demonstrationswanderung nach Davos Aufwind
      Rund 600 Demonstrierende haben sich am Samstagmorgen von Küblis GR auf den Weg zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos gemacht. Die Teilnahme des US-Präsidenten Donald Trump am Wirtschaftstreffen mache die Gegenstimme noch wichtiger, so eine Sprecherin. Unter den Demonstrierenden befindet sich auch der Afrikanische Bauernaktivist Massa Koné. Es sei sein erster Besuch in der Schweiz, sagte Massa Koné im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in Küblis. Und er hat Kritik im Gepäck: «Das WEF hat seine Daseinsberechtigung verloren. Armut und Ungleichheit nehmen weltweit zu». Der bekannte Bauer und Jurist aus Mali setzt sich international für die Rechte der lokalen Bauern und Gemeinschaften ein, damit diese ihre Ländereien und somit ihre Lebensgrundlage behalten können. (…) Konés Teilnahme zeige, dass das Ziel einer globalen Stimme gegen das WEF erreicht werde.
      Teilnehmende aus Europa und Afrika
      So kommen etwa die Hälfte aller Demonstrierenden aus der Schweiz. Die restlichen Teilnehmenden reisten aus England, Spanien, Süd- und Westafrika und Deutschland an. Sie fordern ein Ende von Kapitalismus und Kriegen, die den Klimakollaps vorantreiben würden, und setzen sich für eine bedürfnisorientierte Demokratisierung der Wirtschaft ein. «Entscheidungen am WEF sind undemokratisch, da über die Bevölkerung hinweg und ohne Berücksichtigung ihrer Interessen entschieden wird», kritisierte Strub. Auf Plakaten waren dazu Sprüche zu lesen wie «Demokratie statt WEF-Diktatur» oder «Demokratie statt Öligarchie».
      Hakenkreuze gegen Trump
      Doch keine Kritik war heuer grösser als diejenige gegen US-Präsident Trump. Eine Demonstrantin verkleidete sich gar als Trump und trug die bekannte «Maga»-Kappe mit dem abgeänderten ironischen Schriftzug «make world wars great again» («Mach die Weltkriege wieder gross»). Auf eine Tafel klebte die Frau aus USA-Flaggen ein Hakenkreuz mit dem Spruch «New McDonald Trump-Burger eat the poor» («Neuer McDonald Trump-Burger isst die Armen»). Ein älterer Bündner Aktivist schrieb auf eine Steinbock-Tafel in Rätoromanisch «Der Steinbock würd‘ sich freuen sehr, wenn Trump im Gefängnis wär»
      …“ Bericht vom 17.01.2026 auf watson.ch externer Link
    • Siehe auch Oxfam-Bericht zur sozialen Ungleichheit 2026 meldet über 3.000 Milliardär*innen allein in 2025 um 2,5 Billionen US-Dollar reicher und fast die Hälfte der Weltbevölkerung in Armut
  • Gegen die Welt der Imperialismen! Stoppen wir Trump und das WEF! 
    Diese Woche trifft sich die wirtschaftliche und politische Elite am Weltwirtschaftsforum (WEF). Im Schlepptau von Donald Trump wird sich ein Gruselkabinett aus Kriegstreibern, Autokraten und Konzernbossen in Davos einfinden. Es ist unsere politische und moralische Verpflichtung, Widerstand gegen die Welt von Trump und Konsorten zu leisten. (…)
    Auch wenn die bürgerliche Politik seit jeher die Lüge der Alternativlosigkeit dieser Verhältnisse predigt, wissen wir: Eine andere Welt ist nicht nur möglich, wir zeichnen ihre Konturen immer dann, wenn wir Widerstand gegen den Kapitalismus leisten. Wenn sich feministische Bewegungen dem Patriarchat in den Weg stellen, wenn Arbeiter:innen für ihre Rechte kämpfen, wenn indigene Communities und die Klimabewegung sich dem Extraktivismus entgegenstellen, wenn sich unterdrückte Bevölkerungen gegen Krieg und Kolonialismus zur Wehr setzen, wenn sich Menschen in Freundschaft und Solidarität begegnen und zueinander Sorge tragen. Für diese Welt lohnt es sich zu kämpfen. Organisieren wir uns gemeinsam mit allen antifaschistischen Kräften gegen die Welt von Trump und Konsorten!
    Positionen der BFS von BFS Zürich vom 19. Januar 2026 externer Link
  • Angst vor Krawallen – Anti-WEF-Demonstration am 17.01.2026 beim Berner Bahnhof aufgelöst
    Linke Gruppierungen haben zu einer Anti-WEF-Demonstration in Bern aufgerufen.
    Die Polizei hat den Demonstrationszug auf dem Berner Bahnhofplatz eingekesselt und die Demonstration aufgelöst.
    Das WEF findet nächste Woche vom 19. bis 23. Januar statt.
    Hunderte Menschen haben sich am Samstagnachmittag auf dem Bahnhofplatz in Bern versammelt, um an einer unbewilligten Anti-WEF Demonstration teilzunehmen. Die Polizei hat die Kundgebung nach kurzer Zeit aufgelöst. Bei der Einkesselung standen nur noch wenige Dutzende Demonstrierende dem massiven Polizeiaufgebot gegenüber. Zuvor hatte die Polizei die Menschen aufgerufen, den Platz zu verlassen. (…) Zur unbewilligten Kundgebung unter dem Motto «Gemeinsam gegen den Mördertreff» aufgerufen hatten linke und linksautonome sowie propalästinensische Gruppierungen. Die Stadt hatte im Vorfeld davon abgeraten, an der Kundgebung teilzunehmen. Auch das Grossaufgebot der Polizei war angekündigt…“ Meldung und Video vom 17.01.2026 im SRF externer Link
  • Auch dieses Jahr ruft das Bündnis StrikeWEF zu einer Protestwanderung Küblis-Davos: Knallbunte Proteste gegen den Gipfel der Ungerechtigkeit am 17.-18. Januar
    Aktivistische Wanderung übt scharfe Kritik am alljährlichen Weltwirtschaftsforum in der Schweiz: Vom 17.-18. Januar tragen viele unterschiedliche Aktionsgruppen zusammen mit dem Bündnis StrikeWEF via einer Protestwanderung nach Davos ihre Forderungen kreativ auf die Strassen des für den Lobby-Gipfel beinahe komplett abgeschotteten Bergdorfs.
    Auf der tief verschneiten, zwei Dutzend Kilometer langen Strecke Küblis-Davos und auf bis zu über 1500 Metern Höhe wird klar, worum es hier geht. Anstelle eines autoritären Kapitalismus, der sowohl auf Wachstums- als auch Profitlogiken basiert und Ausbeutung, Kriege sowie den Klimakollaps befeuert, benötigen wir eine bedürfnisorientierte Demokratisierung der Wirtschaft.
    Strike WEF: „Angesichts dieser Weltlage können wir uns superreiche Krisen-Profiteure einfach nicht mehr leisten. Wir wollen Reichtum vergesellschaften und öffentlichen Luxus maximieren. Was wir brauchen ist Gesundheit, Bildung und Mitbestimmung für Alle statt eine Machtkonzentration bei einigen Wenigen!“
    Ebenfalls wird die Abschaffung des hochgerüsteten WEFs gefordert – zugunsten einer demokratischen, solidarischen und antikolonialen Alternative: dem Weltsozialforum, ‚das andere Davos‘. Die dringend benötigten Reparationszahlungen an ausgebeutete Regionen des sog. ‚Globalen Südens‘ aufgrund von Kolonialverbrechen und Klimafolgeschäden würden auf dem Exklusiv-Treffen der Superreichen nämlich höchstens von oben herab verhöhnt.
    Auch wird dieses Jahr insbesondere die ungebremst eskalierende Aufrüstungs- und Kriegsspirale addressiert, die für blutige Profite Mensch und Natur ins Verderben zieht. „Mehr Waffen und Überwachung schaffen keine Sicherheit, und schon gar keinen sozial gerechten Frieden!“, bekräftigt ein*e Teilnehmer*in
    .“ Pressemitteilung von Strike WEF vom 14.1.26 per e-mail – siehe alle Infos auf der mehrsprachigen Aktionsseite externer Link und bei Strike WEF auf mastodon externer Link
  • Das Andere Davos 16./17.1.: From Resistance to Liberation
    Nach 40 Jahren neoliberaler Wirtschaftsdoktrin stehen wir weltweit vor sozialen Missständen, Verarmung und einer Krise der bürgerlich-liberalen Demokratie, wovon die konservativ-reaktionäre, extreme Rechte profitiert. Errungenschaften der feministischen Bewegungen werden infrage gestellt und rassistische Hetze und militarisierte Abschottung sind der neue Massstab (inter-)nationaler Politik…“ Programm und Infos bei der Bewegung für den Sozialismus BFS/MPS externer Link zur Tagung im Volkshaus Zürich
  • Demo am 19. Januar in Zürich: Trump still not welcome!
    Donald Trump hat angekündigt, am Weltwirtschaftsforum (WEF) 2026 teilzunehmen. Die Bewegung für den Sozialismus (BFS/MPS) ruft deshalb am Eröffnungstag des WEF am Montag, 19. Januar 2026, unter dem Motto «Trump still not welcome!» zu einer Demonstration in Zürich gegen Trump und das Oligarchentreffen in Davos auf. (…) Trumps Besuch am WEF ist somit Ausdruck und Symbol der krisengeprägten politischen Lage. Weltweit verschärfen die extreme Rechte und die Oligarchen die soziale Ungleichheit, bauen demokratische Grundrechte ab, ersetzen Aussenpolitik durch imperiale Überfälle, zerstören die Umwelt, und bilden dadurch eine Gefahr für das Zusammenleben auf dem Planeten. Das lassen wir nicht unwidersprochen und gehen am Eröffnungstag des WEF, dem 19. Januar 2026, in Zürich gegen das Oligarchentreffen auf die Strasse. Trump not welcome! Smash WEF!Aufruf von BFS Zürich externer Link von vielen unterstützenden Organisationen
  • Anti-WEF-Winterquartier in Zürich externer Link (14./16./18. Januar)
  • #ad26 #AnderesDavos #SmashWEF #TrumpNotWelcome
  • Siehe auch Infos zu WEF 2026 externer Link 19–23 Januar 2026

Siehe zuletzt: Weltwirtschaftsforum (WEF) 15.-19. Januar 2024 in Davos fordert SMASH WEF-Demo am 16.01. und das Andere Davos am 19./20.1. heraus

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=233251
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