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Rechtsextremismus in der Schweiz: Die unterschätzte Gefahr

Nazis in der Schweiz mobilisieren zum Corona-Protest am 12.2.2022 in Zürich„In Tuggen ereignete sich die erste rechtsextreme Gewalttat mit Todesfolge seit einem Vierteljahrhundert. Antifa-Recherchen zeigen: Am oberen Zürichsee hat sich weitgehend unbemerkt eine neonazistische Szene verfestigt.  Der gewalttätige Rechtsextremismus schien zuletzt kaum noch existent in der Schweiz. Doch nun hat er sich ins öffentliche Bewusstsein zurückgedrängt: In der Nacht auf den 18. Oktober wurde ein 27-jähriger Besucher eines Oi-Punk-Konzerts in einer Eventhalle in der Gewerbezone von Tuggen erschlagen. Noch ist die exakte Todesursache nicht restlos geklärt. Die Umstände hingegen sind weitgehend klar: Gemäss Staatsanwaltschaft Schwyz kam es kurz vor ein Uhr morgens während einer Afterparty «zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ca. 5 bis 10 Personen», und zwar «mutmasslich deshalb, weil mehrere der anwesenden Personen den Hitler-Gruss gezeigt haben»…“ Artikel von Jan Jirát in der WOZ vom 29. Oktober 2026 externer Link und mehr daraus:

  • Weiter aus dem Artikel von Jan Jirát in der WOZ vom 29. Oktober 2026 externer Link: „… Gemäss Recherchen des «SonntagsBlicks» gehört der mutmassliche Täter dem internationalen neonazistischen Netzwerk Blood and Honour an. (…) Bewahrheiten sich die vorliegenden Zeugenaussagen und Indizien, handelt es sich um die erste öffentlich bekannte rechtsextreme Gewalttat mit Todesfolge seit einem Vierteljahrhundert. 2001 war der neunzehnjährige Marcel von Allmen als angeblicher Verräter von seinen rechtsextremen «Kameraden» im Berner Oberland getötet worden. (…) Wie sehr die Gefahr neonazistischer Aktivität und Gewalt in letzter Zeit unterschätzt wurde, zeigt sich exemplarisch an den offiziellen Einschätzungen des Nachrichtendiensts des Bundes. Im aktuellen Lagebericht «Sicherheit Schweiz 2026» steht, dass «Exponent:innen der gewalttätigen rechtsextremistischen Szene im Vergleich zu früheren Jahren häufig unscheinbarer und verbal überlegter auftreten» würden. Das bringe einzelnen Gruppen neue Anhänger:innen. Eine Bedrohung durch gewalttätige Rechtsextremist:innen bleibe zwar bestehen, aber «ausserhalb organisierter rechtsextremistischer Strukturen agierende Personen stellen die grössere Bedrohung dar als ganze Gruppierungen». Diese Einschätzung hat sich nach der Gewaltnacht von Tuggen als falsch erwiesen. (…) Die Gefährlichkeit dieser neonazistischen Strukturen ist schliesslich auch darauf zurückzuführen, dass sie ungestört und weitgehend unbeachtet agieren, trainieren – und letztlich zuschlagen konnte.“

Grundinfos:

Siehe auch:

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=238399
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