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Generalstreik in der polnischen Region Oberschlesien am 26.März 2013: Einer für Alle – Alle für Einen!

“Nachdem am 11. März die Gespräche zwischen den Vertretern der Regierung und dem Gemeinsamen  Streikkomitee der Gewerkschaften (Solidarnosc, OPZZ, Forum, Sierpien80 und Kontra) ohne Ergebnisse verlief, riefen diese für den 26. März 6.00 bis 10.00 Uhr zum Generalstreik in der polnischen  Region Oberschlesien auf. Forderungen der Gewerkschaften beziehen sich vor allen Dingen auf den Erhalt der Arbeitsplätze angesichts der Krise und der seit den neunziger Jahren gebeutelten Industrieregion.

So lesen wir:

1.  geht es darum die Firmen angesichts der Krise finanziell zu entlasten, um die Arbeitsplätze zu erhalten.

2.  Soll der Staat die Betriebe finanziell entlasten, die auf Grund des hohen Stromverbrauchs bei den erhöhten Preisen Pleite bzw. in den Osten gehen.

3.  Starke Einschränkung der Schrottverträge für Arbeiter, damit sie mit einem festen Arbeitsplatz auch in die Rentenkasse zahlen können.

4.  Liquidierung des Nationalen Gesundheit Fonds, damit die Gelder nicht in dunklen Kanälen verschwinden. Dafür Errichtung einer Krankenkasse.

5.  Beibehaltung der früheren Verrentung für Beschäftigten  in besonders gefährdeten Bereichen, weil sie sonst wegen Arbeitsunfähigkeit verarmen.

6.  Erhöhung der staatlichen Ausgaben für den Bildungssektor und dies nicht allein den überforderten Kommunen überlassen.

Von November 2012 bis zum März 2013 wurden in 600 Betrieben Referenden durchgeführt. Von den 150.000 Teilnehmern stimmten über 95% für den Generalstreik.“ Mail von Norbert Kollenda an die Redaktion des LabourNet Germany vom 21.03.2013

Siehe dazu auch:

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=29990
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