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[Peru] Nicht nach Protokoll. Der Konzern Repsol muss sich für die Ölpest verantworten

Dossier

Peru: Der Konzern Repsol muss sich für die Ölpest verantworten„… Am 15. Januar 2022 verursachte starker Wellengang durch den Vulkanausbruch in Tonga die schlimmste Ölpest in der Geschichte Perus. Nach dem Entladen von Rohöl von einem Schiff an der Repsol-Raffinerie Pampilla waren 6.000 Barrel Öl ausgelaufen. Mittlerweile erstreckt sich die Ölpest über 7,1 Millionen Quadratmeter des Meeres, so das peruanische Umweltministerium. (…) Repsol wird von Seiten der Regierung und Umweltorganisationen vorgeworfen, den für solche Unfälle vorgesehenen Notfallplan nicht ordnungsgemäß und schnell genug umgesetzt zu haben. Zudem soll das Unternehmen falsch informiert haben (…) Nun ermittelt die peruanische Marine (…) die peruanische Regierung eine Zivilklage gegen Repsol vorbereite. In mehreren Städten, darunter der Hauptstadt Lima, fanden zudem Protestkundgebungen gegen den Ölkonzern statt…“ Artikel von Kiva Drexel und Moritz Aschemeyer aus den Lateinamerika-Nachrichten Nr. 572 vom Februar 2022 externer Link und weitere Infos:

  • Peru: Fischer klagen erneut gegen Repsol und Staat nach Ölunfall 2022 New
    Fischer in Peru haben am 11. Dezember 2025 eine juristische Forderung gegen das spanische Energieunternehmen Repsol sowie den peruanischen Staat erhoben und verlangen umfassende Entschädigungen für die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des schweren Ölunfalls von 2022. Sie fordern eine vollständige Neubewertung der Schäden sowie zusätzliche Entschädigungen, da die bisherigen Zahlungen ihrer Ansicht nach nicht ausreichen, um die wirtschaftlichen und sozialen Verluste abzudecken. Die Demonstranten, vertreten durch die Federación de Pescadores Artesanales, Ancestrales y Tradicionales aus den Distrikten Ventanilla, Santa Rosa, Ancón, Aucallama und Chancay, verurteilten den langjährigen Stillstand bei der Wiederherstellung der durch das Öl verseuchten Küsten und bezeichneten ihn als unzureichend und ungerecht. Sie kündigten eine verfassungsrechtliche Klage vor dem peruanischen Justizsystem an, um Schadensersatz für Verluste an Einkommen und Lebensgrundlage zu erzwingen, die ihnen durch das verunreinigte Meer entstanden seien.
    Die Fischer kritisieren, dass ein im März 2022 zwischen der Regierung und Repsol abgeschlossener Entschädigungsvertrag ohne genaue Zeitangaben zur Schadensbehebung und ohne faire Bewertung der tatsächlichen Verluste zustande gekommen sei. Viele Betroffene hätten aus wirtschaftlicher Not frühzeitig Zahlungen angenommen, die jedoch nicht die tatsächlichen Schäden abdeckten, so die Kritik der Gewerkschaftsvertreter. Sie fordern die Aufhebung dieses Vertrags und eine Neuverhandlung, da ihrer Ansicht nach sowohl der Staat als auch Repsol ihre Verantwortung gegenüber den Gemeinschaften nicht erfüllt hätten…“ Beitrag von Ariana Pérez vom 12.12.2025 in amerika21 externer Link
  • Nach der Ölpest von 2022 in Peru: Ermittlungen gegen Ölgesellschaft und Energieministerium eingeleitet
    „Die Umweltabteilung der Staatsanwaltschaft in Nordwest-Lima hat ein Ermittlungsverfahren gegen das Edölunternehmen Grupo Repsol del Perú S.A.C. und die Umweltabteilung des Ministeriums für Energie und Bergbau eingeleitet. Beide Organisationen werden wegen mutmaßlicher Straftaten im Zusammenhang mit dem Ölunglück in der Raffinerie La Pampilla in Ventanilla (Callao) untersucht. Dabei geht es um den Vorwurf der Beihilfe zur Begehung einer Umweltstraftat und um ungenaue Informationen über die Verzögerungen bei der Sanierung des verseuchten Gebietes. Staatsanwalt Ariel Tapia Gómez hat die Ermittlungen angeordnet, nachdem es Verzögerungen bei der Genehmigung der Sanierungspläne gab, die Repsol, das die Raffinerie La Pampilla S.A.A. betreibt, dem Ministerium für Energie und Bergbau vorgelegt hatte. Die Staatsanwaltschaft will prüfen, ob die Umweltabteilung des Ministeriums für die Verzögerungen verantwortlich ist oder nicht. Die in den Umweltvorschriften für die Gewinnung fossiler Brennstoffe festgelegten Fristen wurden nicht eingehalten.Die Ölverschmutzung ereignete sich im Jahr 2022 und betraf die Inseln vor Ancón und Santa Rosa im Nationalen Schutzgebiet der Inseln, Islotes und Puntas Guanera. In der Folge starb eine große Anzahl an Meerestierarten. Laut einem Bericht der Umweltorganisation CooperAcción mit dem Titel „Repsol limpió el desastre“ (Repsol hat das Unglück beseitigt)“ hatte Repsol drei Jahre nach der Ölkatastrophe noch immer 60 % des Öls nicht beseitigt. Das Öl verblieb im Ökosystem und ist eine Quelle anhaltender Verseuchung.“ Meldung vom 29. Januar 2025 beim Nachrichtenpool Lateinamerika externer Link („Ölpest: Ermittlungen gegen Ölgesellschaft und Energieministerium“)
  • Proteste gegen Repsol in Peru halten an
    Nach der schweren Umweltkatastrophe am 15. Januar, bei der 11.900 Barrel Öl nahe der Raffinerie La Pampilla in Peru ausgetreten waren, halten die Proteste gegen den spanischen Erdölkonzern Repsol weiter an. Die Gewerkschaft der Fischer von Ancón (Apescaa), in der sich mehr als 1.200 handwerkliche Fischer zusammengeschlossen haben, prangert in einem Brief an den peruanischen Präsidenten Pedro Castillo und Regierungsbehörden die Unterlassungen der Firma an und fordern finanzielle Hilfen. Bei Protesten vor der Raffinerie und dem Umweltministerium in der Provinz Chancay am vergangenen 25. Februar forderten die Fischer eine höhere finanzielle Unterstützung, als die bisher von Repsol gezahlten 500 Soles (rund 130 US-Dollar), um den Lebensunterhalt ihrer Familien zu bestreiten. Nach Schätzungen von Apescaa verlieren die Fischer an jedem Tag, an dem sie nicht arbeiten, umgerechnet 132.000 Dollar. Viele kleinere Fischereibetriebe haben zudem in Material wie Boote und Fanggeräte investiert, die nun nicht zum Einsatz kommen. Nach Schätzungen der Expertenkommission, welche die Vereinten Nationen zur Dokumentation der Ereignisse nach der Katastrophe nach Peru entsandt hat, wird die Küste über mehrere Jahrzehnte verschmutzt sein. (…) Samillán Paz, Präsident der Gewerkschaft für Arbeiter in der Meeresfrüchte- und Unterwasserfischerei von Ancón (Aemapsa), kritisiert darüber hinaus: „Repsol nutzt die Not vieler Fischer aus, die sich um Arbeit bei der Säuberung der Küste bewerben mussten, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.“…“ Bericht von Julia Liebermann vom 02.03.2022 bei amerika21 externer Link
  • Siehe auch: #RepsolHazteCargo #MarDePetróleo #GlobalCoastlineRebellion
  • Repsol muss zahlen!
    Esteban Servat, Gründer von EcoLeaks und Klimaaktivist, musste wegen seiner Aktivitäten gegen Fracking aus Argentinien fliehen und lebt seit drei Jahren im Exil in Berlin. Er ruft anlässlich der großen Ölpest in Peru dazu auf, den verantwortlichen Ölkonzern Repsol gemeinsam dazu zu zwingen, für den Schaden aufzukommen und die Strände zu säubern. “Die Straflosigkeit dieser Konzerne ist absolut, und deshalb ist es nötig, dass Menschen im Globalen Norden sich mobilisieren. – Benutzt eure Privilegien!” Wir haben ihn für unser aktuelles Filmprojekt “Der laute Frühling”  interviewt. Protestveranstaltung in Berlin: 4. Februar 2022, 11:30h, Spanische Botschaft BerlinVideo bei labournet.tv externer Link (englisch mit dt. UT | 2 min | 2022)
  • Repsol, hör zu!
    Aus einer von Repsol betriebenen Raffinerie an der peruanischen  Küste ist im Januar 2022 zweimal Öl ausgetreten. Mehr als 20 Strände sind verseucht, hunderte Fischerfamilien haben ihr Einkommen verloren. Repsol weigert sich Verantwortung zu übernehmen. Lateinamerikanische Communities und Klimaaktivist_innen haben sich am 4. Februar 2022 vor der peruanischen Botschaft in Berlin versammelt, „um die Stimmen aus dem globalen Süden zu verstärken“. Die Proteste sind Teil der #GlobalCoastlineRebellion.“ Video bei labournet.tv externer Link (deutsch/spanisch mit dt. UT | 4 min | 2022)
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=197924
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