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Ein Drittel aller Beschäftigten in Österreich arbeitet und lebt unter prekären Bedingungen – nach dem Modell von Frau Thatcher und des Herrn Schröder

Aktionsbündnis "Auslagerung und Befristung verbieten!"„… Ein Drittel der Beschäftigten in Österreich ist heute mit unsicheren oder gar prekären Arbeitsbedingungen konfrontiert, meint die Arbeitsforscherin Veronika Bohrn-Mena. Das bedeutet zum Beispiel: schlechte Bezahlung, oftmals keine Anstellung, Kettenverträge, Leiharbeit, kein Kündigungsschutz, fehlende Sozialversicherung, schwierige, weil besonders flexible Arbeitszeiten. Abgezeichnet hat sich diese Entwicklung schon vor rund 30 Jahren. In ganz Europa gibt es unter dem Schlagwort “Flexicurity” seit Jahrzehnten die Tendenz zur sogenannten Arbeitsmarktflexibilisierung. Dabei wird es den Arbeitgebern immer mehr ermöglicht, außerhalb des klassischen Arbeitsrechts der Tarifverträge und Mindestlöhne zu agieren. In Deutschland gilt die “Agenda 2010” als eine Art Wendepunkt zur Deregulierung der Arbeitsverhältnisse, in Großbritannien war das zu Zeiten der Regierung von Margaret Thatcher. Auch in Österreich wird, in kleinen Schritten, beständig dereguliert. Die Annahme, dass durch Flexibilität mehr Arbeitsplätze geschaffen würden – ein Hauptargument der Befürworter – hat sich bisher nicht bestätigt…“ – aus der Sendungsankündigung „Arm, aber flexibel“ am 09. Dezember 2019 beim ORF externer Link – von Hanna Ronzheimer mit Veronika Bohrn-Mena, Arbeitsforscherin und Expertin für atypische Beschäftigung bei der Gewerkschaft GPA-djp, ein Rückblick auf drei Jahrzehnte Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=158903
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