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Für Israels Kriege stellt sich auch die Akademie in Dienst: Enge Verbindungen zwischen israelischen Universitäten, dem Sicherheitsapparat und der Rüstungsindustrie

Report by New Profile and Academia for Equality: Academia under Command: Militarism in Israeli Academia„Israel hat im Gaza-Krieg sämtliche palästinensischen Hochschulen bombardiert und das gesamte Bildungssystem weitgehend zerstört. Auch im Iran-Krieg waren in den vergangenen Tagen Universitäten Ziel von Angriffen, dasselbe gilt für den Libanon. Die eigenen Akademien werden derweil militarisiert, wie eine Studie der israelischen Organisation New Profile unter dem Titel »Militarismus in der israelischen Hochschullandschaft« externer Link beschreibt. Demnach arbeiten die Einrichtungen eng mit der Armee und der Rüstungsindustrie zusammen. Im Ergebnis führe dies zu einer grundlegenden Verschiebung der Funktion akademischer Räume: Diese seien immer weniger Orte freier Forschung und Lehre. Die diese Woche erstmals auch auf Englisch veröffentlichte Untersuchung stammt von dem israelischen Forscher und Aktivisten Nissi Peli und basiert auf Interviews, Fragebögen und Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz. Sie beschreibt einen Prozess, in dem zivile Institutionen im Laufe von Israels Mehrfrontenkrieg militärische Logiken übernehmen. Hochschulen seien davon nicht ausgenommen. Allerdings hätten sie sich auch selbst als Kooperationspartner positioniert…“ Artikel von Matthias Monroy vom 10. April 2026 in Neues Deutschland online externer Link und mehr daraus/dazu:

  • Weiter aus dem Artikel von Matthias Monroy vom 10. April 2026 in Neues Deutschland online externer Link: „… Die dort beforschten Technologien würden von Israel für seinen »Völkermordfeldzug« in Gaza genutzt, erklärt Autor Peli »nd«. Deshalb sei die Veröffentlichung der englischen Ausgabe »zu diesem Zeitpunkt besonders wichtig, wo die internationale Forderung nach Rechenschaft gegenüber der israelischen Gesellschaft und ihren Institutionen wächst«. Opposition gegen diese zivil-militärische Hochschulkooperation wird auch in Israel verfolgt. Der Bericht dokumentiert Fälle, in denen Lehrende nach kritischen Äußerungen unter Druck gerieten oder ihre Anstellung verloren. Das führe zu einer verbreiteten Zurückhaltung, derartige Themen öffentlich zu hinterfragen. (…) Die NGO New Profile, die den Bericht »Militarismus in der israelischen Hochschullandschaft« herausgab, unterstützt unter anderem Kriegsdienstverweigerer*innen. Zusammen mit der Organisation Zochrot war sie langjähriger Partner deutscher Organisationen mit ähnlichem Ziel und wurde dazu von der Bundesregierung gefördert. Diese deutsche Finanzierung wurde jedoch Anfang 2025 eingestellt, da die außenpolitische Unbedenklichkeit der israelischen Aktivist*innen nicht mehr gegeben sei, so die Begründung. New Profile verlor dadurch etwa die Hälfte ihres Budgets. Kritiker*innen sehen darin einen politisch motivierten Schritt unter Druck Israels, antimilitaristische Stimmen zum Schweigen zu bringen…“

Siehe auch:

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=234907
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