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Gewalt gegen Frauen in Guatemala: 376-mal gegen Straflosigkeit
„In Guatemala leben Frauen sehr gefährlich. Die Aufklärungsrate bei Verbrechen ist gering. Aktivistinnen prangern die Untätigkeit des Staates an. (…) Zu wenig Ermittlungserfolge, zu wenig Fälle, wo die Täter hinter Gittern landen – sowohl bei Fällen von Vergewaltigung wie bei Femiziden. „Schluss mit der Straflosigkeit“, lautet eine der Parolen, die über ein Soundsystem mit dicken Boxen über den Platz der Menschenrechte vor dem Justizpalast geblasen werden, als sich der Zug der Demonstrierenden in Bewegung setzt. In den Zug, der zu mehr als 90 Prozent aus Frauen besteht, die aus allen Landesteilen in die Hauptstadt gekommen sind, darunter viele Indigene, haben sich nur wenige Männer eingereiht. (…) Weitere strukturelle Probleme sind die Korruption im Justizapparat sowie der fehlende politische Druck. Dieser trägt dazu bei, dass auch Verfahren aus dem blutigen Bürgerkrieg (1960–1996) wegen Vergewaltigung und Mord an indigenen Frauen auch fast dreißig Jahre nach dem Friedensschluss immer noch nicht abgeschlossen sind…“ Artikel von Knut Henkel vom 26.11.2025 in der taz online
und dazu:
- Guatemala: Frauen leben gefährlich. In dem zentralamerikanischen Land steigt die Zahl der Femizide und Vergewaltigungen – trotz eines fortschrittlichen Gesetzes gegen Gewalt an Frauen
„Früh am Morgen versammeln sich Frauen vor dem Justizpalast in Guatemala-Stadt. Es ist der 25. November, der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Eine von ihnen ist Olga Xoy. Normalerweise geht die 42-Jährige nicht auf die Straße, um zu demonstrieren. An diesem Tag aber ist sie gekommen, um ihre Stimme zu erheben. Sie trägt einen Strohhut, hält gelbe Blumen und eine gelbe Fahne in den Händen. »Gewalt gegen Frauen, aber auch gegen Minderjährige, ist in Guatemala ein gravierendes Problem«, sagt sie. »Wir stehen hier vor dem höchsten Gericht des Landes, um mehr Schutz und eine effektivere Strafverfolgung einzufordern.« Die Fahne weist sie als Mitglied der indigenen Frauenorganisation Tz’ununija’ aus, einem Dachverband der 22 Maya-Völker Guatemalas. (…)
Xoy weist darauf hin, dass immer mehr Mädchen bereits mit elf oder zwölf Jahren Kinder bekommen. »Oft sind diese ungewollten Schwangerschaften die Folge einer Vergewaltigung.« Das belegen auch offizielle Statistiken: In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden 1023 Schwangerschaften von Mädchen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren registriert, so die staatliche Beobachtungsstelle Osarguatemala. Besonders betroffen sind die nördlichen Verwaltungsdistrikte Alta Verapaz, Huehuetenango, Quiché und Petén. In diesen Regionen ist der Anteil der indigenen Bevölkerung besonders hoch: Viele Familien leben in Armut, Mädchen brechen früh die Schule ab und staatliche Schutzangebote sind kaum zu erreichen. (…)
Diese Zusammenhänge bestätigt auch Cristina Gómez, Lehrerin und Mitarbeiterin der Organisation Pop No’j, die aus den USA zurückgeschobene Migrant*innen bei der Reintegration unterstützt. (…)
»Wir wollen Mädchen und Frauen darüber informieren, welche Rechte sie gegenüber Ehemännern, Vätern, Stiefvätern, Onkeln oder auch Freunden der Familie haben«, sagt Gómez. Denn sexualisierte Gewalt geschieht laut Statistiken meist im nahen sozialen Umfeld. Indigene Familien bilden dabei keine Ausnahme. (…)
2021 wurden in Guatemala 143 Femizide registriert, doch nur 39 Ermittlungsverfahren endeten mit einem Urteil. Bis zum 15. November 2025 waren nach Angaben der Frauenorganisation Grupo Guatemalteco de Mujeres bereits 376 Frauen Opfer eines Mordes geworden, 141 davon werden als Femizid registriert. Bei den übrigen ist das Motiv unklar oder es wurde nicht als geschlechtsspezifisch eingestuft. Nur etwas mehr als ein Viertel dieser Fälle endet mit einem Urteil, oft dauert es Jahre, bis ein Prozess überhaupt beginnt. Diese ernüchternden Zahlen zeigen, dass ein Gesetzes gegen Femizide, das in Guatemala schon 2008 verabschiedet wurde, nicht automatisch besseren Schutz bietet. (…)
Am 25. November versammelten sich deshalb mehr als tausend Menschen vor dem Justizpalast – Frauen und Männer, Jung und Alt, mit gelben Blumen und Fahnen. Sie forderten Schutz vor Gewalt, eine funktionierende Justiz sowie konkrete politische Schritte gegen die Ursachen von Femiziden und geschlechtsspezifischer Gewalt. Viele Teilnehmerinnen kennen diese aus ihrem ganz persönlichen Alltag. »Wo ich lebe, ist Gewalt gegen Frauen ein Problem«, sagt Elisa Ramírez aus der Zona 25 von Guatemala-Stadt. »Es wird zu wenig dagegen getan, deshalb brauchen wir Gesetze, die Frauen stärken.« Eines davon wäre das neue Gesetz 5452, das Frauen wirtschaftlich fördern soll. Es liegt aber seit Monaten im Parlament auf Eis. Für Olga Xoy, Elisa Ramírez und die anderen Demonstrierenden ist klar: Solange Schutz, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung ausbleiben, werden Proteste wie notwendig bleiben.“ Artikel von Knut Henkel vom 2. Januar 2026 in Neues Deutschland online
Siehe auch unser Dossier: Alle zwei Stunden stirbt in Lateinamerika eine Frau eines gewaltsamen Todes