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Die griechische Rechtsregierung: Frontstellung gegen den Jahrestag der Universitätsproteste, die das Ende der Militärdiktatur einleiteten…

Syriza and social movements„… Neben der Durchsetzung rechter Ideologie will ND aber auch ablenken von der Realisierung größerer Projekte, wie der anstehenden Privatisierung der staatlichen Wasser- und Stromversorgung, geplanter Privatisierungen im Krankensystem, der zigtausendfachen Zwangsversteigerung von Immobilien verschuldeter Eigentümer, der 8 Mrd. teuren Bebauung des alten Athener Flughafens mit Casinos, Shopping-Malls, Luxusapartments, Wolkenkratzern und Privatstrand, der Erweiterung des an China verkauften Containerhafens, alles natürlich einhergehend mit der Abschaffung von Arbeitnehmerrechten. Und natürlich soll auch ganz besonders abgelenkt werden von der massiven Vetternwirtschaft und Korruption, von Skandalen wie #Novartis oder #Noor1, in die ganz offensichtlich einige führende ND-Politiker verwickelt sind. Nur 4 Monate nach Abwahl von Syriza zeigt sich: Die CDU/CSU-Schwesterpartei „Nea Demokratia“ betreibt eine radikale Mischung aus rechtskonservativer, neoliberaler und mafiöser Politik und selbst der toleranteste Mitte-Links-Grieche ist einigermaßen schockiert. Proteste waren anfangs sehr zögerlich, vor allem wegen dem langen griechischen Sommerloch und einer zunächst abwartend-beobachtenden Haltung der Szene. Seit einigen Wochen organisiert sich der Widerstand, es gibt eine breite Palette von Latschdemos über Farbbeutel/Graffiti/Plakataktionen bis hin zu Molotovattacken. Gestern und heute gingen Tausende auf die Straße und in den nächsten Tagen sind weitere Demonstrationen und Aktionen geplant. Am Sonntag jährt sich der Studentenaufstand von 1973 und die Regierung hat ein hartes Vorgehen der Polizei angekündigt...“ – aus dem Beitrag „No Peace in Greece“ am 15. November 2019 bei de.indymedia externer Link über die Politik der griechischen Rechtsregierung und ihre Drohungen gegen die Begehung des Jahrestags der Anti-Diktatur-Proteste. Siehe dazu auch einen kurzen Demonstrationsbericht und den Hinweis auf unseren Beitrag aus dem Vorjahr:

  • „Zehntausende erinnern an Studentenaufstand“ am 17. November 2019 bei der Deutschen Welle externer Link meldet: „Vor 46 Jahren lehnten sich Studenten mutig gegen die einstige griechische Militärdiktatur auf. In der Hauptstadt Athen zogen laut Polizei nun mehr als 20.000 Menschen durch das Zentrum, um an diesen Aufstand zu erinnern. (…) Aus Angst vor Ausschreitungen hatte die Polizei allein in Athen mehr als 5000 Beamte mobilisiert. Die Demonstrationen verliefen jedoch weitgehend friedlich. Auffällig viele Demonstranten trugen Banner mit Aufschriften und Slogans, die sich gegen die neue konservative Regierung unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis wandten. Mitsotakis ist seit vier Monaten im Amt. Der Studentenaufstand von 1973 in Griechenland gilt als der Höhepunkt des Widerstandes gegen die Obristenjunta, die das südosteuropäische Land zwischen 1967 und 1974 beherrschte. Am 17. November verschanzten sich Studenten im Athener Polytechnikum. Mit einem selbstgebastelten Radiosender riefen sie die Bürger zum Aufstand gegen die Diktatur auf…“
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=157421
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