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Die Kommunistische Partei Chinas auf antifeministischem Kurs: Feminismus unter Beschuss – bleibt unkaputtbar

frauendemo china„… Der Feminismus wird in China weiterhin in nicht-öffentlichen Räumen existieren und sich ausbreiten. Der Feminismus übt auf chinesische Frauen eine große Anziehungskraft aus, weil sie keine anderen Möglichkeiten haben, ihren Unmut zu äußern. (…) Die Verbreitung von feministischem Wissen floriert und ist beliebter denn je, auch wenn die Produktion dieses Wissens rückläufig zu sein scheint. Die Nachfrage des Publikums ist gestiegen, was einen beachtlichen Markt geschaffen hat. (…) In ihnen hat sich viel Wut angestaut, weil der Staat die Rechte der Frauen immer wieder umgeht, bremst und sogar gewaltsam unterdrückt. Die Wut sucht immer nach einem Ventil (…) Obwohl junge Frauen mit städtischem Bildungsniveau heute die sichtbaren Verfechterinnen des Feminismus sind, ist die Verbreitung des Feminismus einer Vielzahl von Personen zugute gekommen, darunter auch Frauen, die in Bezug auf Klasse und Alter marginalisiert sind…“ Aus den Überlegungen der chinesischen feministischen Aktivistin und Publizistin Lü Pin in der Zusammenstellung von Pressemeldungen vom 10.2.2024 beim Forum Arbeitswelten externer Link („Die Partei auf antifeministischem Kurs“) mit vielen Fotos und dazu:

  • Die Hälfte des Himmels: Feminismus im chinesischen Alltag New
    Das Zitat „Frauen tragen die Hälfte des Himmels“ wird Mao Zedong zugeschrieben. Die KP Chinas hält nicht viel von selbstbewußt kämpfenden Frauen, wenn sie sich außerhalb des Allchinesischen Frauenverbands engagieren. Die Bevölkerung auf dem Land gilt als konservativer als die der Städte. Doch die Frauen stehen bei den dortigen Auseinandersetzungen in der ersten Reihe. (…)
    In Betrieben mit einer hauptsächlich weiblichen Belegschaft wird ebenso entschlossen wie in anderen Unternehmen gestreikt. Hier setzen Arbeiterinnen der Chenlong Electronics Co. Ltd. in Wuhan, Provinz Hubei am 31. Juli mit einer Arbeitsniederlegung die Nachzahlung ausstehender Löhne durch (…)
    Die MeToo Bewegung rollte mit ungeahnter Heftigkeit über das Land. Um diesen Begriff ist es ruhiger geworden, doch die Thematik ist als gesellschaftliches Problem anerkannt worden. Auseinandersetzungen um diese Problematik sind längst nicht nur in dem Medien, sondern auch an den Universitäten und in den Fabriken angekommen.
    Femizide
    Inzwischen hat auch eine Diskussion über Femizide in den Sozialen Medien begonnen. Das Beispiel des Frauenmordes von Mengcun zeigt, dass kein Tabuthema mehr ist und die Bevölkerung eines Dorfes die Hintergründe diskutiert und kollektiv eine Untersuchung und Konsequenzen fordert
    …“ übersetzte Presseschau vom 1.1.2026 im Blog von Forum Arbeitswelten externer Link mit einer Fotogalerie

Siehe zuvor im LabourNet:

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=218395
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