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Das Meer. Soll jetzt den Lachsfabriken gehören…

Lachsfarmen – besser: Lachsfabriken – waren einmal einer der wirtschaftlichen Schlager Chiles (im übrigen lange Zeit von der Journaille als ein tolles Beispiel wirtschaftlichen Aufschwungs gefeiert, mit einem paar kleinen Wermutstropfen durch Pinochets Blutbäder). Vorbei. Und was nun kommt, ist keineswegs typisch chilenisch: Unternehmer und Regierung wollen etwas für die vielen Tausend erwerbslosen ArbeiterInnen tun, die einst in diesen Fabriken gearbeitet haben. Und wenn das so gesagt wird, ist höchste Wachsamkeit angebracht. So auch hier: Zwar gibt es ein Fischereigesetz von 1991, das die Gewässer lediglich zur Pacht (an “Handwerksbetriebe”) zuläßt – aber genau das soll jetzt geändert werden, die Lachsfirmen endlich Herren des Meeres werden. Die Red de Prensa de los Pueblos de Chile hat nun eine Gegenkampagne gestartet, die sich vor allem die konkreten Betreiber dieses Gesetzesprojekts “vor die Brust” nimmt und darauf zielt, die regionalen Kooperativen zu stärken. Dazu der Bericht “Denuncian privatización del mar” externer Link in der linken Zeitschrift Correo Semanal vom 04. Juni 2009.

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=14781
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