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Beschäftigte und Studierende der Universität São Paulo (USP) wehren sich mit Streik und Blockade gegen das Spar- und Privatisierungsprogramm

Streik an der Uni von São Paulo gegen PrivatisierungDie Universität São Paulo (USP) zählt zu den bekanntesten Südamerikas – und es gibt nicht wenige Interessenten an dem Privatisierungsprogramm, das der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo verfolgt – und der Rektor umsetzt. Dagegen hatten sich zuerst die nichtakademischen Beschäftigten gewehrt und waren in den Streik getreten – auch weil sie als erste von der Privatisierungswelle erfasst werden sollen, für sie gibt es bereits konkrete Pläne zum Stellenabbau, über einen Plan zur „freiwilligen Kündigung“. Lehrpersonal und StudentInnen haben sich diesem Kampf nun weitgehend angeschlossen und alle gemeinsam haben am Mittwoch die Zugänge zum Unigelände blockiert. Woraufhin ein Großeinsatz der Antiaufruhr – Polizei mit einer ganzen Reihe Verletzten stattfand. Streik und Blockade wurden aber auch am Donnerstag fortgesetzt, am selben Tag scheiterte ein Ausgleich vor dem regionalen Arbeitsgericht TRT – obwohl die Richterin den Streik als legal beurteilte. Der aktuelle Bericht Após tentativa de conciliação no TRT, repressão da PM e intransigência do reitor, greve continua na USP externer Link am 21. August 2014 bei der CSP Conlutas. Siehe mehr dazu:

  • Militärpolizei räumt Besetzung im Rektorat durch streikende Studierende der Universität von São Paulo: Auf Festnahmen und Verletzte folgen Proteste New
    • Polizei räumt Besetzung im Rektorat der USP in Brasilien
      Einsatz in São Paulo am frühen Sonntagmorgen. Dutzende Beamte setzen Schlagstöcke und Tränengas ein. Fünf Studierende verletzt, 150 vorübergehend festgenommen
      „São Paulo. Gewaltsam hat die Militärpolizei des Bundesstaats São Paulo am frühen Sonntagmorgen die Besetzung der Zentralhalle des Rektorats der öffentlichen Universität von São Paulo (USP) durch streikende Studierende beendet. Auf in sozialen Medien veröffentlichten Bildern sind Dutzende bewaffnete Polizisten zu sehen, die mit Schlagstöcken auf Studierende einschlugen und Tränengas einsetzten.
      Die USP kommt im Ranking der Universitäten Brasiliens auf Platz eins; sie hat an sieben Standorten rund 90.000 Studierende. Die Rektoratsbesetzung hatte am vergangenen Donnerstag begonnen, nachdem USP-Rektor Aluísio Segurado die Verhandlungen über studentische Forderungen, wie die Erhöhung der Beihilfe für Studierende aus einkommensschwachen Familien, abgebrochen hatte.
      In einer von der Zentralen Studierendenvertretung (DCE) veröffentlichten Erklärung wird der Militärpolizei vorgeworfen, übermäßig aggressiv gegen die Besetzer vorgegangen zu sein. Vier Studierende wurden zur Polizeiwache gebracht, aber am Morgen wieder freigelassen. Fünf Studierende seien verletzt und im Krankenhaus behandelt worden; eine blieb zunächst in stationärer Behandlung. (…)
      Zanini betont auch, dass die studentischen Hauptforderungen nicht erfüllt seien. „Das Rektorat weigert sich, die ausgelagerten Universitätskantinen zu übernehmen, weitere Professoren und mehr Personal für das Uniklinikum einzustellen. Es wurden lediglich Arbeitsgruppen eingerichtet und Quoten für Transpersonen, Indigene und Menschen mit Behinderungen zugesagt“. Dies beträfe auch das Universitätskrankenhaus.
      Heute seien „weniger Mitarbeiter als 2013 beschäftigt. Das Universitätsklinikum führt 60 Prozent weniger Operationen und bietet nur noch elf Prozent der Sprechstunden von 2013 an“. Zanini fügt hinzu, dass viele Patienten, die auf die Intensivstation sollten, aufgrund von Bettenmangel auf der Normalstation blieben.
      Die USP-Leitung, die zuvor die „Zerstörung öffentlichen Eigentums durch die Studierenden“ kritisiert hatte, „bedauerte die Ereignisse“. Sie lehnt den Einsatz von Gewalt ab und betonte, die Militärpolizei habe „ohne vorherige Absprache mit dem Rektorat“ gehandelt. Man sei „offen für einen neuen Dialog, um die getroffenen Vereinbarungen zu festigen“. Die Gespräche mit den Studierenden seien beendet worden, da die erfüllbaren Forderungen akzeptiert wurden. (…)
      Dagegen kritisierten DCE und andere studentische Organisationen die Erklärung des Rektorats als „kalt und unverbindlich“ und machten es für die Eskalation verantwortlich. Die Gewerkschaft der USP-Beschäftigten (Sintusp) solidarisierte sich mit den Studierenden und veröffentlichte ein Video zur Unterstützung.
      Das für die Militärpolizei zuständige Landesministerium für Öffentliche Sicherheit teilte mit, dass 50 Polizeibeamte beteiligt waren und 150 Studierende abgeführt wurden
      …“ Beitrag der Redaktion amerika21 vom 13.05.2026 externer Link, siehe auch:
    • (portug.) Stellungnahmen zum gewaltsamen Vorgehen der Militärpolizei gegen Studierende der USP am 10. Mai 2026 externer Link bei der Gewerkschaft der USP-Beschäftigten (Sintusp)
    • Mahnwache: diesen Donnerstag (14. Mai) um 9 Uhr vor dem Rektorat der UNESP
      An diesem Donnerstag (14. Mai) findet um 10 Uhr eine neue Verhandlungsrunde mit der Cruesp statt, nachdem sich die Rektoren angesichts der äußerst eindrucksvollen Demonstration, die wir am Montag, dem 11. Mai, durchgeführt haben, auf beschämende und respektlose Weise aus dem Staub gemacht haben.  Das „Fórum das Seis“ ruft für diesen Donnerstag ab 9 Uhr zu einer Mahnwache vor dem Rektorat der Unesp, Praça da República 295, auf, um die Verhandlungen zu verfolgen und für die Umsetzung der gemeinsamen Forderungen sowie der Forderungen der Studentenbewegung zu kämpfen…“ (portug.) Aufruf vom 13. Mai 2026 der Sintusp externer Link (maschinenübersetzt)
    • ALLE HALTEN ZU DEN STUDENTEN – FÜR DEN VERBLEIB UND DIE AUFNAHME VON VERHANDLUNGEN! VEREINIGT DIE KÄMPFE!
      Wir rufen die Beschäftigten dazu auf, den Kampf zur Verteidigung der Studierenden für die Wiederaufnahme der Verhandlungen und für den Verbleib der Studierenden an den Hochschulen zu verstärken! Schläge gegen Studierende sind eine Sache der Diktatur! Lasst uns alle um 18 Uhr zur Paulista-Straße zum MASP gehen…“ (portug.) Aufruf vom 12. Mai 2026 der Sintusp externer Link (maschinenübersetzt)
  • Mehr zum Streik von 2014:

Siehe die Gewerkschaft der USP-Beschäftigten (Sintusp): https://www.sintusp.org.br/ externer Link

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=64031
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