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Auf den Straßen Brüssels waren 20.000 bei der Demonstration gegen Rentenreform und für soziale Sicherheit: Mindestrente 1.500 Euro

Für 1.500 Mindestrente demonstrierten am 28.1.2020 auch renterinnen und Rentner in Brüssel„… Am Dienstag zogen mehrere tausend Menschen unter dem Motto »Unsere soziale Sicherheit schützt uns. Wir schützen unsere soziale Sicherheit« demonstrierend durch die belgische Hauptstadt Brüssel. Die sozialistische Gewerkschaft ABVV/FGTB hatte zu der landesweiten Demo aufgerufen, die marxistische Partei der Arbeit (PTB/ PVDA) unterstützte den Protest. Die große Teilnahme der Lohnabhängigen führte teilweise zu erheblichen Behinderungen: In der Hauptstadt Brüssel verließ nur jeder dritte Bus das Depot, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Auch in einigen Städten der Wallonie kam es demnach zu Problemen im öffentlichen Nahverkehr. Vor den Schleusen im Seehafen von Antwerpen wuchs im Laufe des Vormittags die Schlange der wartenden Schiffe auf mindestens 30. (…) »Wir demonstrieren für eine Mindestrente von 1.500 Euro netto im Monat und ein gesetzliches Rentenalter von 65 Jahren«, informierte die sozialistische Gewerkschaft in den »sozialen Medien« über die Ziele der Demonstration. Weitere Forderungen: Sozialhilfe über der Armutsgrenze, bezahlbare Gesundheitsfürsorge, eine Garantie auf Arbeitslosengeld und einen gerechten Beitrag des Kapitals und der Vermögenden zum Sozialsystem. »Eine große Mehrheit der Bevölkerung steht hinter der Forderung der PVDA und der Gewerkschaften«, schrieb die PVDA in einer Stellungnahme vorab auf ihrer Homepage. Ein Beleg dafür sei, dass innerhalb kurzer Zeit die nötigen 100.000 Menschen die von der Partei angestoßenen Initiative für ein Bürgerbegehren unterzeichnet hätten – und es würden immer mehr. »Inzwischen steht der Zähler bei 150.000«, freut sich die PVDA...“ – aus dem Bericht „Für gerechte Renten“ von Gerrit Hoekmanam 29. Januar 2020 in der jungen welt externer Link über die Demonstration in Brüssel. Zur Brüsseler Demonstration zwei weitere aktuelle Beiträge:

  • „STOP au pillage de notre sécurité sociale“ am 23. Januar 2020 beim Gewerkschaftsbund FGTB externer Link war sozusagen der „letzte Aufruf“ der Föderation zur Teilnahme an der Demonstration in Brüssel,  in dem unterstrichen wird, dass etwaige Probleme der Rentenversicherung daher stammen, dass die bisherige Regierung (eine neue zu bilden, macht gerade Probleme) die Unternehmen mit einer wesentlichen Reduzierung ihres Beitrags (von 34 auf 25%) „Beglückt“ habe. Was im Übrigen nicht verhindere, dass der Unternehmerverband noch mehr will – eine Senkung auf 20% als nächstes…
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=161968
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