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Demokratie ist, wenn die Armee sich ihren Präsidenten wählt

„Kehrt, marsch, marsch!“ ist der Befehl der Armeemachthaber ans Volk. Der Präsidentschaftskandidat al Sisi und seine Leute hielten es nicht einmal für nötig, dass er vielleicht zuerst seinen Abschied nehmen würde, um dann zu kandidieren, nein es ist die offene Kandidatur des Militärs. Aus Stärke oder Schwäche geboren? So ganz einfach ist dies nicht zu beantworten. Die schwache Beteiligung am Referendum und der Untergrundwiderstand der weggeputschen Muslimbruderschaft sind reale Faktoren, die keineswegs von Stärke zeugen. Zu unterstreichen auch, dass die Maßnahmen seit dem Juliputsch dazu geführt haben, dass nahezu alle Illusionen, die es auch in der demokratischen und linken Bewegung über diesen Akt des Militärs gab hinfällig geworden sind, zerstoben. Der lesenswerte Artikel Sisi, the Presidency, and the Officers externer Link von Hesham Sallam am 29. Januar 2014 bei Jadaliyya befasst sich mit ebendiesen Erwägungen

Siehe dazu auch:

 

  • «Le régime a l’illusion qu’il contrôle le peuple» – ein Interview mit Suzan Nada am 23. Januar 2014, ebenfalls bei Europe Solidaire, worin die Gewerkschaftsaktivistin aus Alexandria die Meinung vertritt, es werde nicht lange dauern, bis eine vierte Welle der Rebellion auch die jetzige Regierungskonstellation herausfordern werde
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=52012
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