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Terrorurteil gegen Mohammad Habibi, Lehrergewerkschafter aus Teheran: 10 Jahre und 6 Monate Gefängnis!
Terrorurteil gegen Mohammad Habibi, Lehrergewerkschafter aus Teheran: 10 Jahre und 6 Monate Gefängnis!Das sogenannte islamische Revolutionsgericht hat Mohammad Habibi am 04. August 2018 zu über 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Mai 2018 war das Mitglied des Teheraner Vorstandes der Lehrergewerkschaft bei einer Protestaktion zusammen mit anderen Lehrergewerkschaftern festgenommen worden. Während alle anderen wieder frei gelassen wurden – obwohl gegen einige der Teilnehmer Prozesse vorbereitet werden – blieb Habibi in Haft, ohne dass die Verletzungen, die er bei dem Polizeieinsatz davon trug, behandelt worden wären. Habibi nahm an dieser Aktion teil, nachdem er im März 2018 gegen Kaution frei gelassen worden war, auch diese Strafe war wegen gewerkschaftlicher Betätigung verhängt worden. In der Mitteilung „Iran: teacher trade unionist Mohammed Habibi sentenced to ten and a half years in prison“ am 08. August 2018 bei Education International ruft die Internationale der Bildungsgewerkschaften im IBG vor allem die Gewerkschaften der LehrerInnen weltweit zu Protesten und Solidaritätsbekundungen auf, mit denen die sofortige und bedingungslose Freilassung Habibis gefordert werden sollen. Neu dazu: [Petition] Solidarität mit dem iranischem Lehrer-Gewerkschafter Habibi: Sofortige Freilassung! weiterlesen »
Terrorurteil gegen Mohammad Habibi, Lehrergewerkschafter aus Teheran: 10 Jahre und 6 Monate Gefängnis!Das sogenannte islamische Revolutionsgericht hat Mohammad Habibi am 04. August 2018 zu über 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Mai 2018 war das Mitglied des Teheraner Vorstandes der Lehrergewerkschaft bei einer Protestaktion weiterlesen »

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Ziviler Generalstreik in Iranisch-Kurdistan: Nach Raketenangriff auf Zivilbevölkerung und Ermordung politischer Gefangener ist das Mullah-Regime isoliert
Iran: Plakat zur Solidaritätskampagne der Busgewerkschaft Teheran Januar 2016In zahlreichen kurdischen Städten des Iran ist es am Mittwoch zu einem Generalstreik gekommen. Die meisten Geschäfte in Sanandaj, Mariwan, Saqqez, Bane, Mahabad und Piranshah blieben geschlossen, berichtete die Nachrichtenseite Kurdistan 24. Mit dem Ausstand protestierten die Teilnehmer gegen Angriffe der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) auf Camps kurdischer Parteien im Nordirak sowie gegen die Hinrichtung politischer Gefangener. Am Samstag hatten die IRGC die kurdische Autonomieregion im Nordirak beschossen. Die sieben Kurzstreckenraketen trafen ein Trainingscamp von Peschmerga der »Demokratischen Partei des Iranischen Kurdistans« (PDKI) sowie das Hauptquartier der 2006 von ihr abgespaltenen »Demokratischen Partei Kurdistans – Iran« (KDP-I), in dem gerade ein Leitungstreffen stattfand. Bei dem Angriff wurden nach Angaben der Agentur ANF 21 Menschen getötet, unter ihnen mehrere Führungsmitglieder der KDP-I. Dutzende weitere wurden verletzt. PDKI und KDP-I treten für einen föderalen Iran mit Autonomierechten für die rund sechs Millionen Kurden ein. Seit 2015 führt die PDKI auch wieder einen bewaffneten Kampf gegen Teheran. Ihre Peschmerga konnten in den vergangenen Monaten ihre Präsenz im iranischen Kurdistan deutlich ausweiten, es kam zu Gefechten mit iranischen Sicherheitskräften und Dutzenden Toten auf beiden Seiten. Im Juni warben PDKI-Chef Mustafa Hijri und der Vorsitzende der sozialdemokratisch orientierten Komala-Partei, Abdullah Mohtadi, in Washington um Unterstützung der USA. Kurz vor den Raketenangriffen auf die Parteibasen im Nordirak wurden am Samstag im Iran die drei kurdischen Gefangenen Ramin Hossein Panahi, Zanyar Moradi und Luqman Moradi hingerichtet, nachdem die Exekutionen unter dem Eindruck internationaler Proteste mehrfach aufgeschoben worden waren. Alle drei waren wegen »Feindschaft gegenüber Gott« zum Tode verurteilt worden, sie sollen die Komala unterstützt haben…“ – aus dem Bericht „Schlag gegen Kurden“ von Nick Brauns am 13. September 2018 in der jungen welt, der zu den internationalen Komponenten der aktuellen Entwicklung noch hinzu fügt: „Die »Partei für ein freies Leben in Kurdistan« (PJAK), eine Schwesterorganisation der in der Türkei aktiven »Arbeiterpartei Kurdistans« (PKK), rief die iranisch-kurdischen Parteien angesichts der »Angriffe des Terrorregimes« zur Beilegung ihrer Differenzen und zur Einigkeit auf. Allerdings lehnt die PJAK, die seit 2011 einen Waffenstillstand mit Teheran einhält, jede Einmischung des Auslandes strikt ab. Die Partei setzt statt dessen auf die innere Dynamik sozialer Protestbewegungen zur demokratischen Veränderung des Iran…“ Siehe dazu auch einen Kommentar, sowie noch eine Meldung über weitere Bombenterroristen und ein kurzes Video über den zivilen Generalstreik weiterlesen »
Iran: Plakat zur Solidaritätskampagne der Busgewerkschaft Teheran Januar 2016In zahlreichen kurdischen Städten des Iran ist es am Mittwoch zu einem Generalstreik gekommen. Die meisten Geschäfte in Sanandaj, Mariwan, Saqqez, Bane, Mahabad und Piranshah blieben geschlossen, berichtete die Nachrichtenseite Kurdistan 24. Mit dem weiterlesen »

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Der Streik der Zuckerarbeiter im Iran nach zwei Wochen: Sie stehen nicht allein
bakhshi2Auch nach zwei Wochen ist der Streik der Zuckerarbeiter von Haft Tappeh ungebrochen – trotz Drohungen und auch trotz Versprechungen (siehe dazu den Hinweis auf unseren bisher letzten Bericht zum Streik am Ende dieses Beitrags). Die Meldung „Iran: Two weeks of strikes by the Haft Tappeh sugar workers“ von Mike Harman am 31. August 2018 bei libcom setzt diesen Streik in den Zusammenhang sowohl mit den aktuellen weiteren Streiks im Iran, beispielsweise den streikenden Chemiearbeitern von Gachsaran im Süden des Landes in der letzten Woche (ebenfalls wegen nichtbezahlter Löhne), aber auch mit den breiten gesellschaftlichen Protestbewegungen im Iran – bei denen ja einer der überall aufgetretenen Slogans es war „Brot, Arbeit, Freiheit“ zu fordern, eine Orientierung, die auch in den aktuellen Streiks immer wieder auftaucht. Siehe dazu auch einen kurzen Beitrag, der einen (unvollständigen) Überblick über die aktuelle Streikbewegung im Iran gibt und den Hinweis auf unseren letzten Bericht zum Zuckerstreik weiterlesen »
bakhshi2Auch nach zwei Wochen ist der Streik der Zuckerarbeiter von Haft Tappeh ungebrochen – trotz Drohungen und auch trotz Versprechungen (siehe dazu den Hinweis auf unseren bisher letzten Bericht zum Streik am Ende dieses Beitrags). Die Meldung „Iran: Two weeks weiterlesen »

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Streik der iranischen Zuckerarbeiter bei Haft Tappeh, Tag 12: Die Repressionsversuche wirken nicht – Versprechungen auch nicht…
bakhshi2Über die bisherige Wirkungslosigkeit der zahlreichen Repressionsversuche gegen den Streik in der privatisierten Haft Tappeh Zuckermühle hatte LabourNet Germany bereits mehrfach berichtet (siehe den Verweis am Ende dieses Beitrags). Am 12. Streiktag fanden nun überall im Werk Abteilungsversammlungen statt, auf denen auch über die Fortsetzung des Streiks beschlossen werden sollte. In der Meldung „Twelfth day Haft Tappeh strike“ am 29. August 2018 beim SZAC wird berichtet, dass Adnan Ghazi, Gouverneur der Provinz Shush, in der das Unternehmen liegt, bei diesen Versammlungen anwesend war und eine längere Ansprache an die Streikenden richtete. War alleine diese Anwesenheit bereits eine Konzession an die Streikenden – da bisher jede Form des Dialogs verweigert worden war – so waren es auch seine Ausführungen. Die allerdings nichts anderes enthielten, als dieselben Versprechungen, die bereits früher von anderen Seiten gemacht worden waren. Weswegen sein Erscheinen auch keinen wesentlichen Einfluss auf die Haltung der Streikenden hatte, die solcherart Versprechungen schon zu lange kennen: Alle Abteilungen stimmten nahezu einstimmig für die Fortsetzung des Streiks weiterlesen »
bakhshi2Über die bisherige Wirkungslosigkeit der zahlreichen Repressionsversuche gegen den Streik in der privatisierten Haft Tappeh Zuckermühle hatte LabourNet Germany bereits mehrfach berichtet (siehe den Verweis am Ende dieses Beitrags). Am 12. Streiktag fanden nun überall im Werk Abteilungsversammlungen statt, auf denen auch weiterlesen »

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Weiterhin Streik in der iranischen Zuckermühle Haft Tappeh: Tag sechs, trotz Einschüchterungsversuchen und Drohungen
bakhshi2Der Streik der iranischen Zuckerarbeiter dauerte auch am 6. Tag an. Obwohl pausenlos Einschüchterungsversuche organisiert werden und Drohungen verbreitet, setzen sie ihre Aktion fort. In der Meldung „Sixth day of the Haft Tappeh strike“ am 24. August 2018 bei der SZAC wird ausführlich darüber berichtet, wie in den Debatten der Streikversammlungen insbesondere immer wieder das Thema diskutiert wird, wie die Privatisierung des Unternehmens genau vor sich gegangen sei – und was mit den dazu gehörenden Ländereien geschehen soll (die von der Regierung an weitere private Investoren verkauft werden sollen). Und auch das Problem der gesamten wirtschaftlichen Situation des Iran ist immer wieder Thema der Debatten – auch, weil ihnen von verschiedenen Seiten vorgeworfen wird, mit ihrem Streik zur weiteren Verschlechterung beizutragen, ein Vorwurf, den sie geschlossen rundweg zurückweisen. Die Tatsache, dass sie seit Monaten weitgehend ohne Manager gearbeitet und produziert hätten, so wird ein Sprecher zitiert, zeige, dass sie nicht das Problem, sondern die Lösung seien: Arbeiterräte zur Kontrolle von Misswirtschaft und Korruption wären ein wesentlicher Schritt zur Veränderung, so ein Tenor der Debatten. Siehe dazu auch ein Video eines Beitrags auf einer Streikversammlung – und den Hinweis auf unseren bisher letzten Bericht zu diesem Streik weiterlesen »
bakhshi2Der Streik der iranischen Zuckerarbeiter dauerte auch am 6. Tag an. Obwohl pausenlos Einschüchterungsversuche organisiert werden und Drohungen verbreitet, setzen sie ihre Aktion fort. In der Meldung „Sixth day of the Haft Tappeh strike“ am 24. August 2018 bei der weiterlesen »

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Der Streik der iranischen Zuckerarbeiter von Haft Tappeh geht weiter!
bakhshi2Der erneute Streik der Belegschaft der Zuckermühle Haft Tappeh, der zunächst nur ein eintägiger Proteststreik wegen abermaliger Lohnrückstände sein sollte (siehe den Verweis auf unseren Bericht über den Streikbeginn am 18. August 2018 am Ende dieses Beitrags) ist seither fortgesetzt worden – einerseits, weil nach wie vor keine Reaktion des Privatbesitzers sichtbar war, zum anderen, weil auch die Behörden, die die Privatisierung zu verantworten haben, nicht reagierten. Die breiten Debatten innerhalb der Belegschaft um die Übernahme des Betriebs (siehe unseren ersten Bericht) wurden ebenfalls fortgesetzt. Die kurze Meldung „Haft Tappeh strike continues!“ am 20. August 2018 bei der SZAC weist auch darauf hin, dass der Streik auch noch über die bis dahin 3 Streiktage hinaus fortgesetzt werden wird – und dass die Streikenden auch eine Solidaritätsaktion mit der Belegschaft einer benachbart liegenden Futtermittelfabrik organisierten. Zum erneuten Streik der iranischen Zuckerarbeiter siehe auch unseren ersten Beitrag weiterlesen »
bakhshi2Der erneute Streik der Belegschaft der Zuckermühle Haft Tappeh, der zunächst nur ein eintägiger Proteststreik wegen abermaliger Lohnrückstände sein sollte (siehe den Verweis auf unseren Bericht über den Streikbeginn am 18. August 2018 am Ende dieses Beitrags) ist seither fortgesetzt worden – weiterlesen »

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Erneut Streik der iranischen Zuckerarbeiter bei Haft Tappeh: „Wir können den Betrieb übernehmen“
bakhshi2Die Belegschaft der Haft Tappeh Zuckermühle hat am 18. August 2018 erneut einen Tag lang gestreikt – um die Lösung der grundsätzlichen Zukunftsfragen des Unternehmens zu beschleunigen. Sie wenden sich damit auch gegen die Propaganda der Regierung und des privaten Eigentümers, ihre Aktionen würden das Unternehmen ruinieren. Bei der Streikversammlung am 18. August hielt einer der gewählten Belegschaftsvertreter, Esmail Bakhshi eine Rede, in der er die Situation wie folgt zusammen fasste: Wenn gesagt werde, dass die Belegschaft durch ihre Streiks und Proteste die Firma ruiniere, den Eigentümer am Betrieb hindere, so sei dazu zu sagen, dass gerade das Gegenteil zutreffe. Seit fünf Monaten betreibt die Belegschaft das Unternehmen ohne Manager und ohne Eigentümer, und es stehe gut da. Die Belegschaft wolle das Werk keineswegs ruinieren, deswegen hätten sie auch immer das Gespräch gesucht, aber so oft sie auch in die Büros gegangen seien, diese waren immer leer… Der Beitrag „Esmail Bakhshi’s speech: Haft Tappeh strike, August 18th 2018“ am 18. August 2018 bei der SZAC ist ein Video dieser Rede samt englischer Übersetzung. Darin vertritt er abermals die These, dass wenn der Unternehmer meine, er könne mit dieser Belegschaft das Unternehmen nicht leiten, die Belegschaft meine, sie könne das sehr gut – ohne den Unternehmer. Siehe dazu auch den Hinweis auf den bisher letzten unserer Beiträge zum Kampf der Haft Tappeh Belegschaft und ihrer Betriebsgewerkschaft weiterlesen »
bakhshi2Die Belegschaft der Haft Tappeh Zuckermühle hat am 18. August 2018 erneut einen Tag lang gestreikt – um die Lösung der grundsätzlichen Zukunftsfragen des Unternehmens zu beschleunigen. Sie wenden sich damit auch gegen die Propaganda der Regierung und des privaten Eigentümers, ihre weiterlesen »

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Die Proteste im Iran gehen weiter: Der Rücktritt des Arbeitsministers ist ein Bauernopfer…
stahlarbeiterstreik_ahvaziran_1.2.2018Irans Parlament hat mit einem Misstrauensvotum den Arbeitsminister von Präsident Hassan Ruhani seines Amtes enthoben. 129 der insgesamt 243 Abgeordneten stimmten am Mittwoch für die Entlassung von Ali Rabiei, meldete die Nachrichtenagentur IRNA. Dem Minister wurde vorgeworfen, dass die Zahl der Arbeitslosen gestiegen sei, viele Unternehmen den Lohn nicht rechtzeitig oder gar nicht bezahlt hätten und in einigen Abteilungen seines Ministeriums Korruption herrsche. Ruhani hatte noch am Montag an die politische Führung appelliert, solidarisch gegen die US-Sanktionen und den »psychologischen Krieg« von Präsident Donald Trump vorzugehen. Doch neben den Hardlinern im Parlament stimmten auch neutrale Abgeordnete gegen seinen Vertrauten. Rabiei ist nach dem Chef und Vize-Chef der Zentralbank das dritte politische Opfer der akuten Wirtschaftskrise im Land“ – aus der Meldung „Iran: Misstrauensvotum stürzt Arbeitsminister“ am 09. August 2018 in neues deutschland, worin allerdings die These vertreten wird, die Krise des iranischen Kapitalismus sei aktuelles Ergebnis der aggressiven neuerlichen US-Sanktionen… Siehe dazu auch einen aktuellen Beitrag über die Fortsetzung der sozialen Proteste im Iran – und einen über die zahlreichen Repressionsmaßnahmen weiterlesen »
stahlarbeiterstreik_ahvaziran_1.2.2018Irans Parlament hat mit einem Misstrauensvotum den Arbeitsminister von Präsident Hassan Ruhani seines Amtes enthoben. 129 der insgesamt 243 Abgeordneten stimmten am Mittwoch für die Entlassung von Ali Rabiei, meldete die Nachrichtenagentur IRNA. Dem Minister wurde vorgeworfen, dass die Zahl der Arbeitslosen weiterlesen »

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Massenproteste im Iran: Gegen Teuerung
Demo Iranischer Bergarbeiter Februar 2016Im Iran ist es am Samstag in mehreren Städten den fünften Tag zu Protesten gegen die Führung gekommen. Hunderte Demonstranten versammelten sich staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen und den Sozialen Medien zufolge in Teheran, Schiras, Karadsch und Ghom. Die Menschen protestierten gegen gestiegene Lebenshaltungskosten. Die hohe Inflation geht auch auf den Verfall der Landeswährung Rial wegen der angedrohten US-Sanktionen zurück, die von Dienstag an wieder gelten sollen. Die Kundgebungen schlugen aber auch in Proteste gegen Korruption und gegen die Regierung um. (…) Am Freitag hatte die Polizei rund 500 Demonstranten auseinandergetrieben, die in Eschtehard, rund 100 Kilometer westlich von Teheran, gegen die Regierung protestiert hatten. Einige Demonstranten hätten Steine und Backsteine geworfen und ein Seminargebäude der schiitischen Geistlichen beschädigt, meldete die Nachrichtenagentur Fars…“ – aus der Meldung „Erneute Proteste gegen das Mullah-Regime in Iran“ am 05. August 2018 in der NZZ über die Fortsetzung der aktuellen Proteste gegen die Teuerung im Iran weiterlesen »
Demo Iranischer Bergarbeiter Februar 2016Im Iran ist es am Samstag in mehreren Städten den fünften Tag zu Protesten gegen die Führung gekommen. Hunderte Demonstranten versammelten sich staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen und den Sozialen Medien zufolge in Teheran, Schiras, Karadsch und Ghom. Die Menschen weiterlesen »

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Arbeiterproteste im Iran gehen weiter
Stahlarbeiter protestieren im iranischen ahvaz im Juni 2018 - monatelang ohne lohn im privatisierten BetriebSeit 10 oder 15 Jahren hat es eine leise Welle der Privatisierungen und »Teilprivatisierungen« gegeben, wobei Industrien von Staatsbeamten oder anderen staatlichen Institutionen aufgekauft werden. Die Regierung hat die Verfassung geändert, um Privatisierungen zu erleichtern. Unter der Vorgängerregierung von Mahmoud Ahmadinedschad machten Verfassungsänderungen privaten Investoren den Weg für Investitionen im Staatssektor frei. Das Hauptproblem dabei ist der sinkende Schutz für die Arbeitnehmer. Die Arbeitsgesetzgebung wurde so verändert, dass sie nicht mehr für kleinere Betriebe gilt. Dabei ist die gesamte Wirtschaft von Kleinstbetrieben und -fabriken mit zehn oder so Arbeitern dominiert. Die Folge ist eine weitgehende »Flexibilisierung« des Arbeitsmarkts, sodass mittlerweile ein enormer Anteil der Arbeiterschaft nur noch Zeitverträge hat. (…) Die Proteste des Dezembers verflüchtigten sich allerdings sehr schnell. Beteiligt hatten sich vor allem Arbeitslose, die es schwerer haben, zusammenzuhalten. Was wir jetzt erleben, sind Aktionen am Arbeitsplatz, die einen längeren Atem entfalten und die Grundlage für die Schaffung neuer Organisationen bilden können. (…)Die Aktionen der Arbeiterinnen und Arbeiter hingegen werden weitgehend ignoriert, weil sie zeigen, wie die Iraner ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und für ein besseres Leben kämpfen können. Diese Kämpfe zeigen, dass wir Grund für Hoffnung auf Veränderung von unten haben – ohne auf den Westen zu schielen“ – aus dem Interview mit Peyman Jafari  „Iran: Arbeiterklasse gegen Ayatollah“ am 08. Juni 2018 bei marx21.de in deutscher Übersetzung veröffentlicht, worin neben dem Streik der LKW-Fahrer (siehe den Hinweis auf unseren Bericht dazu am Ende dieses Beitrags), auch die Proteste der Lehrer und der Streik der Hepco-Belegschaft konkrete Themen sind, stets vor dem Hintergrund des nötigen „Zwei Fronten Kampfes“ gegen das Regime und gegen imperialistische Einmischungsversuche. Siehe dazu auch einen aktuellen Beitrag zum Streik der Stahlarbeiter in Ahvaz, sowie einen Hintergrundbeitrag und den Hinweis auf unseren letzten Bericht über Proteste der LKW-Fahrer im Iran weiterlesen »
Stahlarbeiter protestieren im iranischen ahvaz im Juni 2018 - monatelang ohne lohn im privatisierten BetriebSeit 10 oder 15 Jahren hat es eine leise Welle der Privatisierungen und »Teilprivatisierungen« gegeben, wobei Industrien von Staatsbeamten oder anderen staatlichen Institutionen aufgekauft werden. Die Regierung hat weiterlesen »

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Einen anderen Weg gehen. Gespräch mit Davood Razavi, Vertreter des »Syndikats der Arbeiter der Verkehrsgesellschaft Teheran und Umland«
express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und GewerkschaftsarbeitIm express Nr. 1/2018 hatte Said Hosseini über die Proteste im Iran berichtet. Auch wenn man darüber in der deutschen Medienlandschaft aktuell nur noch wenig liest: Die soziale Situation hat sich nicht verbessert – Arbeitslosigkeit, extrem prekäre Beschäftigungsverhältnisse, soziale Unsicherheit und Ungleichheit bieten nach wie vor Anlass für Proteste. Am 30. Mai 2018 hatte der DGB Frankfurt zu einer Veranstaltung eingeladen, auf der drei Vertreter iranischer Gewerkschaften über die schwierigen Bedingungen bei Gewerkschaftsgründungen und Arbeitskämpfen berichteten. Die drei Kollegen befinden sich anlässlich der Internationalen Arbeitskonferenz der ILO in Genf auf einer Reise durch Europa, um Kontakt zu hiesigen GewerkschafterInnen aufzunehmen. Im Rahmen der Veranstaltung sprach unser Kollege Nasser Barin* mit dem Gewerkschaftssekretär Davood Razavo vom »Syndikat der Arbeiter der Verkehrsgesellschaft Teheran und Umland« (SAV).“ Das Interview ist erschienen in: express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, Ausgabe 6/2018 weiterlesen »
express, Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit"Im express Nr. 1/2018 hatte Said Hosseini über die Proteste im Iran berichtet. Auch wenn man darüber in der deutschen Medienlandschaft aktuell nur noch wenig liest: Die soziale Situation hat sich nicht verbessert – Arbeitslosigkeit, weiterlesen »

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Iranischer LKW-Fahrer Streik: Trotz Versprechungen fortgesetzt
Streikende iranische Trucker bei Isfahan am 1.6.2018Seit beinahe zwei Wochen protestieren inzwischen Tausende iranischer LKW-Fahrer in verschiedenen Provinzen des Landes: „Im Iran dauern die Streiks der Lkw-Fahrer an – den elften Tag in Folge. Inzwischen hat sich auch eine der größten US-amerikanischen Gewerkschaften – die „Teamsters“ – mit den Truckern solidarisiert. In einer Erklärung der Gewerkschaft heißt es, die iranischen Fahrer seien in 25 Provinzen und 160 Städten im Ausstand, unter anderem wegen ihrer Bezahlung, wegen steigender Betriebskosten und Gebühren. Die Regierung ist bemüht, den Streikenden etwas entgegenzukommen, um die Proteste möglichst klein zu halten. Die Lastwagenfahrer beklagen auch Schwierigkeiten, bezahlbare Ersatzteile zu finden. Hintergrund ist die wieder aufflammende Wirtschaftskrise in der Islamischen Republik, nachdem US-Präsident Trump das Atomabkommen aufgekündigt und mit neuen Sanktionen gedroht hat“ – so die Meldung „LKW Fahrer streiken den 11. Tag in Folge“ am 02. Juni 2018 im Deutschlandfunk – woraus sowohl die Frage entsteht, wieso die Teamsters plötzlich gerade hier Solidarität betonen, als auch, ob der angegebene Hintergrund von Trumps Politik nicht vielleicht irgendetwas mit bundesdeutschen Geschäftsinteressen zu tun haben mag…Was beides nichts daran ändert, dass der Protest der LKW-Fahrer sowohl gerechtfertigt ist, als auch Ergebnis einer längeren wirtschaftlichen Entwicklung. Siehe dazu zwei weitere aktuelle Beiträge, ein kurzes Video über eine der Streikaktionen, sowie einen Beitrag über erste Proteste im April 2018 weiterlesen »
Streikende iranische Trucker bei Isfahan am 1.6.2018Seit beinahe zwei Wochen protestieren inzwischen Tausende iranischer LKW-Fahrer in verschiedenen Provinzen des Landes: „Im Iran dauern die Streiks der Lkw-Fahrer an - den elften Tag in Folge. Inzwischen hat sich auch eine der größten US-amerikanischen weiterlesen »

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Iranische Gewerkschafter auf Europa-Rundreise: Erste Veranstaltung in der BRD am 30. Mai 2018 in Frankfurt mit Reza Shahabi
Reza ShahabiZur Rundreise von Reza Shahabi und Davood Razavi (beide von der Teheraner Busgewerkschaft Vahed) und einem Kollegen der Lehrergewerkschaft (Loghman Veisi), die am 30. Mai in Frankfurt sein werden – und später am 18. Juni in Hamburg und am 19. Juni in Berlin (genauere Angaben folgen noch) – folgender Auszug aus der Einladung:„Wir haben sehr kurzfristig die Möglichkeit bekommen, drei führende Iranische Gewerkschafter zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung nach Frankfurt einzuladen: Sie sind am 30.5. um 19.00 Uhr im Saalbau Gallus, Frankenallee 111 (mit Deutsch-Iranischer Übersetzung, der Eintritt ist frei!). Für die berufstätigen Menschen im heutigen Iran ist es äußerst schwierig, sich für ihre legitimen beruflichen Belange einzusetzen. Sie werden drangsaliert, verfolgt und ins Gefängnis gesteckt, wenn sie sich gegen staatlich verordnete Betriebsschließungen und Privatisierungen wehren, oder wenn sie z. B. ihre monatelang nicht bezahlten Löhne und Gehälter einfordern. Trotz Verbot und massiver Unterdrückung jeglicher gewerkschaftlicher Aktivität sind kontinuierliche Bestrebungen zur Selbstbestimmung und Selbstorganisation offen sichtbar. Vertretungsorgane u. a. der größeren Industriebetriebe, der Verkehrs- und Transportgesellschaften, der LehrerInnen und des Krankenhauspersonals kämpfen unter schwierigsten Bedingungen für ihre Rechte und bessere Arbeitsbedingungen. Drei dieser Vertreter (zwei von der Teheraner Verkehrsgesellschaft und einer von der Lehrergewerkschaft) sind momentan auf einer Europarundreise und besuchen auch Deutschland. Sie berichten über die Lage der iranischen Werktätigen“ – aus der Einladung „Einladung: Iranischer Gewerkschaftsführer berichtet am 30.05. im Saalbau Gallus in Frankfurt“ des DGB Frankfurt, zu der auch noch weitere Informationen über die Gewerkschaftsbewegung im Iran hinzu gefügt sind. weiterlesen »
Reza ShahabiZur Rundreise von Reza Shahabi und Davood Razavi (beide von der Teheraner Busgewerkschaft Vahed) und einem Kollegen der Lehrergewerkschaft (Loghman Veisi), die am 30. Mai in Frankfurt sein werden – und später am 18. Juni in Hamburg und am weiterlesen »

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[1. Mai 2018] Maidemonstration der unabhängigen Gewerkschaften in Teheran
Vor dem "Haus der arbeit" am 1. Mai 2018 in TeheranMehrere Hundert Anhänger der unabhängigen Gewerkschaften im Iran sammelten sich am 1. Mai 2018 vor dem „Haus der Arbeit“ (dem Sitz dessen, was das iranische Regime als Gewerkschafts-Ersatz „anbietet“), um an diesem Tag ihre Forderungen öffentlich zu vertreten. Die unabhängigen Gewerkschaften hatten zuvor beim Gouverneur von Teheran die Erlaubnis für eine Maidemonstration beantragt, die ihnen wieder einmal verwehrt worden war. Als sie ihre Kundgebung beginnen wollten, marschierten Sicherheitskräfte auf und gaben Befehl, den Platz zu verlassen. Die Meldung „Workers take to the streets despite the regime ban in Iran“ am 01. Mai 2018 bei der ANF endet mit der Information, dass die GewerkschafterInnen dieser Aufforderung nachkamen – mit einem Demonstrationszug Richtung Innenstadt. weiterlesen »
Vor dem "Haus der arbeit" am 1. Mai 2018 in TeheranMehrere Hundert Anhänger der unabhängigen Gewerkschaften im Iran sammelten sich am 1. Mai 2018 vor dem „Haus der Arbeit“ (dem Sitz dessen, was das iranische Regime als Gewerkschafts-Ersatz „anbietet“), um an diesem weiterlesen »

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Iranische Stahlarbeiter im Streik – trotz Verfolgung
stahlarbeiterstreik_ahvaziran_1.2.2018Seit Ende Januar 2018 kämpfen rund 3.500 Stahlarbeiter in Ahvaz – auch sie, wie so oft und so viele im Iran, im Kampf um die Ausbezahlung ausstehenden Lohns. Den sie seit drei Monaten nicht bekommen haben. Wie ebenfalls öfter unter dem iranischen Regime, nach der Privatisierung (in dem Fall eine zweite, nach einer zwangsweisen Wieder-Verstaatlichung, zugunsten eines einzelnen Unternehmers) unter abermals dubiosen Bedingungen. In der Meldung „Authorities Move To Intimidate Steel Workers; More Than Ten Arrested“ am 02. März 2018 bei Radio Farda wird sowohl darauf verwiesen, dass es zur selben Zeit auch noch vergleichbare Proteste bei kleineren Stahlunternehmen des Landes gegeben hat und wohl noch gibt, als auch, dass das Regime reagiert hat: In dem es nun auch für diesen Proteste ausländische Agenten am Werk sieht. Dabei steht das Regime nicht allein: Der Unternehmer sieht das genau so… Siehe dazu zwei weitere aktuelle Beiträge weiterlesen »
stahlarbeiterstreik_ahvaziran_1.2.2018Seit Ende Januar 2018 kämpfen rund 3.500 Stahlarbeiter in Ahvaz – auch sie, wie so oft und so viele im Iran, im Kampf um die Ausbezahlung ausstehenden Lohns. Den sie seit drei Monaten nicht bekommen haben. Wie ebenfalls öfter unter dem iranischen weiterlesen »

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