Aktionstage/Camp/Demos am Produktionsstandort in Unterlüß bei Celle: „Rheinmetall entwaffnen – Rüstungsproduktion blockieren!“

Dossier

Aktionstage/Camp/Demo vom 1.-9. September 2019 am Produktionsstandort in Unterlüß bei Celle: „Rheinmetall entwaffnen - Rüstungsproduktion blockieren!“Im Jahr 2019 werden wir unsere Aktionstage vom 1. bis 9. September in Unterlüß veranstalten – mit Camp, Workshops, Demonstration und der Blockade-Aktion, zu der wir euch hiermit einladen möchten. Wir werden am Freitag, den 6. September, ab dem frühen Morgen gemeinsam die Produktion der Rheinmetall-Fabrik in Unterlüß lahmlegen. Rheinmetall als größter deutscher Rüstungskonzern und Waffenexporteur profitiert vom Krieg im Jemen und baut Munitionsfabriken in aller Welt. Mit deutschen Panzern besetzt die Türkei das nordsyrische Rojava, deutsche High-Technology dient zur Abschottung der europäischen Außengrenzen. Rheinmetall umging das temporäre deutsche Exportverbot, indem ein 100%iges Tochterunternehmen auf Sardinien bis vor kurzem Bomben für Saudi-Arabien herstellte, die im Jemen-Krieg eingesetzt wurden. In Unterlüß befindet sich eine wichtige Produktionsstätte von Rheinmetall. Knapp 2000 Menschen produzieren dort Waffen, Munition, Panzer und anderes Kriegsgerät. Die Schießanlange in Unterlüß ist das größte private Testgelände in Deutschland. Mit der Blockade des Rheinmetall-Standorts wollen wir uns der Kriegsmaschinerie in den Weg stellen…“ Aufruf und Termine der Protesttage auf der Homepage der Kampagne „Rheinmetall entwaffnen“ externer Link. Siehe weitere Infos und die Proteste seitdem:

  • Rheinmetall: Einweihung größter Munitionsfabrik in Mitteleuropa in Unterlüß am 27. August mit viel Prominenz – und Demo von „Friedensratschlag Lüneburger Heide“ New
    • Friedensinitiative vor Ort. Unterlüß: Pistorius, Klingbeil und Rutte am Mittwoch zur Einweihung von Rheinmetall-Munitionsfabrik erwartet
      Am Mittwoch, 27. August 2025, wird in Unterlüß die neue Rheinmetall-Munitionsfabrik feierlich eingeweiht, zu der prominente Gäste wie Vizekanzler Lars Klingbeil und Verteidigungsminister Boris Pistorius erwartet werden. Doch der Ausbau stößt auch auf Widerstand: Eine Friedensinitiative will vor Ort Präsenz zeigen. (…)
      Produziert werden dort vor allem 155-Millimeter-Artilleriegeschosse, daneben auch Sprengstoff und Komponenten für Raketenartillerie. Insgesamt 300 Millionen Euro investiert der Konzern in das neue Werk, 500 Arbeitsplätze sollen langfristig entstehen.
      „Friedensratschlag Lüneburger Heide“ plant Demonstration
      Anlässlich der Eröffnung des Werks will die „Friedensratschlag Lüneburger Heide“ Präsenz in Unterlüß zeigen. „In der lieblichen Heide sollen immer mehr Waffen und Munition produziert werden“, kritisiert die Friedensinitiative in einer Pressemitteilung. (…)
      Unterlüß ist weltweit der größte Rheinmetall-Standort. In den Gesellschaften Landsysteme und Waffe & Munition sowie bei IT Solutions sind rund 3200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Am Standort sollen 2026 auch Raketentriebmotoren gefertigt werden
      …“ Artikel von Oliver Gatz vom 22.08.2025 in Cellesche Zeitung online externer Link
    • Einweihung der neuen Munitionsfabrik der Firma Rheinmetall am 27. August 2025 in Unterlüß
      Liebe Mitstreiter,
      Wir – der FriedensRatschlag Lüneburger Heide – befinden uns in der Gründungsphase und wir sind nicht in der Lage kurzfristig eine große Friedensaktion abzustimmen und zu organisieren. Charly und ich sind zur Zeit anderweitig gebunden. Anderen Aktivisten geht es ähnlich. Wir versuchen deshalb eine große Öffentlichkeit herzustellen und viele Menschen aufzufordern unorganisiert am 27. August einfach mit der Bahn, dem Auto, dem Rad oder zu Fuß nach Unterlüß zu kommen um sich vor Ort zu informieren.
      Mit diesem Hinweis bitten Charly und ich Euch auch Eure persönlichen Friedenskontakte zu informieren. Wir wissen dabei, dass viele in der Vorbereitung von Antikriegstagen Anfang September und der Demo am 3. Oktober stecken. Vermutlich genau aus diesem Grund haben die Kriegstreiber den 27. August gewählt und haben den Termin bisher praktisch geheim gehalten.
      Am 12. Februar 2024 erfolgte die Grundsteinlegung der größten Munitionsfabrik in Mitteleuropa, als Erweiterung der Rüstungsfabrik Rheinmetall in Unterlüß. Jetzt am 27. 08.2025, nach eineinhalb Jahren, ist diese Fabrik aus der nichts Gutes kommt, schon fertiggestellt – zivile und notwendige Baumaßnahmen dagegen dauern oft Jahrzehnte oder scheitern an den Finanzen. Liebe Grüße Hans-Dietrich
      “ Aufruf per e-mail  
    • Friedensratschlag Lüneburger Heide: 2025 gegründetes Bündnis von Friedensaktivist*innen und Mitgliedern verschiedener Organisationen in der Region Lüneburger Heide, siehe Infos in der jungen Welt vom 02.08.2025 externer Link
  • „Abrüstung JA – arbeitslos NEIN!“ Rede von Paul Stern (DGB Celle) und Charly Braun (DGB Heidekreis) bei der Demo „Rheinmetall entwaffnen“ am 7.9.19 in Unterlüß
    „Abrüstung JA – arbeitslos NEIN!“ Für aktive Friedenspolitik und Militär- und Rüstungskonversion in Niedersachsen. Rede von Paul Stern (DGB-Kreisvorsitzender Celle) und Charly Braun (DGB-Kreisvorsitzender Heidekreis) zu Konversion und militärischer Konzentration inmitten der Lüneburger Heide für die Demo „Rheinmetall entwaffnen“ 7.9.19 Unterlüß
  • “Rheinmetall bewaffeln”-Blockade am 05.09.2019: “Rheinmetall zu Waffeleisen!”
    „Am heutigen Tag den 05.09.2019 blockieren wir den Produktionsstandort “Waffe und Munition” der Firma Rheinmetall in Unterlüß. Wir sehen uns gezwungen den Protest gegen Krieg und Vertrieb von totbringenden Kriegsmaschinen auf die (Zufahrts-)Straßen zu tragen: War starts here – Let’s stop it here!...“ Pressemitteilung vom 5.9.2019 bei Rheinmetall entwaffnen externer Link
  • Kritische Aktionäre besuchen Rheinmetall-Vorstandsvorsitzenden
    Etwa 80 Aktionär*innen haben heute in einer Pressekonferenz vor dem Wohnsitz des Rheinmetall-Vorstandsvorsitzenden Armin Papperger in Hermannsburg Proteste bei der Hauptversammlung des Unternehmens im kommenden Jahr angekündigt. Bereits Ende Mai diesen Jahres hatten sie im Hotel Maritim in Berlin-Mitte die Hauptversammlung des Rheinmetall-Konzerns lautstark für fast eine Stunde unterbrochen. In ihrem Statement betonten die kritischen Aktionär*innen, Rheinmetall trage eine Mitverantwortung für die Kriegsverbrechen der unter saudisch-arabischer Führung agierenden Kriegskoalition. Mit Bomben aus der Produktion der hundertprozentigen Rheinmetall-Tochter RWM Italia Spa wurde laut Recherchen des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) ein Wohnhaus im Jemen bombardiert. Die Bombardierung forderte zivile Opfer. Auch bei der laut des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages völkerrechtswidrigen Invasion der türkischen Armee im nordsyrischen Kanton Efrîn im Jahre 2018 kam es zum Einsatz von deutschen Leopard-2-Panzern. Komponenten des Panzers werden von Rheinmetall gefertigt. Die kritischen Aktionär*innen betonten die Mitverantwortung des Konzerns und des Vorstandvorsitzenden Armin Papperger an diesen Kriegsverbrechen. (…) Die antimilitaristischen Aktionär*innen erklärten sich darüber hinaus solidarisch mit der am 6. September angekündigten Blockade der Rheinmetall-Produktionsstätte in Unterlüß. In dem Aktionsaufruf wurde angekündigt, die Produktion der Rheinmetall-Fabrik lahm zu legen. Der Besuch fand im Rahmen des Antikriegscamps unter dem Motto „Rheinmetall Entwaffnen“ statt…“ Bericht mit Bildern vom 4.9.2019 bei ANF externer Link, siehe auch ein Video der Aktion bei Rheinmetall entwaffnen externer Link

Grundinfos:

  • Finanzielle Unterstützung nötig – bitte unter dem Spendenstichwort „RHEINMETALL entwaffnen“ an: EthikBank, IBAN DE58 8309 4495 0003 0455 36, BIC GENO DEF1 ETK
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=153703
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