Gegen Arbeitsplatzabbau in der Deutschen Welle: 2015 und auch 2026

ver.di: Gegen Arbeitsplatzabbau in der Deutschen WelleDie Deutsche Welle ist im Kern bedroht. Die massive Unterfinanzierung des Auslandssenders gefährdet Programm und Arbeitsplätze. Sollten die Sparpläne von Intendant Limbourg Realität werden, stehen zehn Sprachredaktionen am Standort Bonn vor der Schließung. In Berlin droht den linearen Fernsehprogrammen in Deutsch, Spanisch und Arabisch das Aus. Am Montag, 23.02.2015, demonstrieren die Beschäftigten der Deutschen Welle in Bonn. Ihnen sitzt die Existenzangst im Nacken. Ihre Arbeitsplätze und das Programm sind akut bedroht, wenn die Pläne des Intendanten umgesetzt werden. Am Standort Bonn stehen zehn Sprachredaktionen vor der Schließung. In Berlin droht den linearen Fernsehprogrammen in Deutsch, Spanisch und Arabisch das Aus. Siehe dazu erneut:

  • Aktionsbündnis ruft auf zur Demonstration gegen Entlassungen bei der Deutschen Welle am Mittwoch, 22. April in Berlin ab 14:00 Uhr New
    • Deutsche Welle: Demonstration gegen Entlassungen
      Wegen Sparzwang sollen rund 200 Beschäftigte bei der Deutschen Welle (DW) entlassen werden. Ein fatales Signal in einer Welt, in der unabhängige Medien täglich unter Beschuss stehen. Der Bund hat für dieses Jahr den Zuschuss der DW gekürzt – ver.di berichtete. Um die von Entlassungen bedrohten Beschäftigten der Deutschen Welle zu unterstützen, ruft ver.di zusammen mit einem gewerkschaftlichen Aktionsbündnis zu einer Demonstration am morgigen Mittwoch (22. April 2026) auf. Die Demo unter dem Motto: „Deutsche Welle stärken! Für Dialog und Medienfreiheit – weltweit!“ wird mit anschließender Kundgebung am Brandenburger Tor stattfinden. „Die Welt gerät zunehmend in einen Krisenmodus. Gerade in dieser Situation sind zuverlässige demokratische Medienstimmen wie die der Deutschen Welle in der Welt wichtiger denn je“, sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen„ der auf der morgigen Kundgebung sprechen wird…“ ver.di-Meldung vom 21.4.2026 externer Link, siehe auch:
    • Nach der Ankündigung einer Entlassungswelle: ver.di unterstützt Demonstration zur Stärkung der Beschäftigten bei der Deutschen Welle am Mittwoch
      „… Die Bundesregierung spart an der falschen Stelle, wenn sie den Etat der Deutschen Welle drastisch absenkt. Medienfreiheit und unabhängiger Journalismus werden deutlich geschwächt. Denn rund 200 vorwiegend freie Beschäftigte drohen ihre Arbeit zu verlieren. Für die Deutsche Welle werden wichtige Investitionen auf unbestimmte Zeit aufgeschoben. Die Folge wird ein gravierender Reichweitenverlust sein, während Stimmen der Desinformation stärker werden. Dies beschädigt die Demokratie und ist nicht hinnehmbar.
      Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Deutsche Welle ihre weltweite Reichweite bisher ausbauen: Mit Angeboten in 32 Sprachen erreicht die DW inzwischen 337 Millionen Menschen pro Woche – ein zentraler Beitrag im Kampf gegen Desinformation, Propaganda und autokratische Tendenzen. Dieser Erfolg und Einfluss ist bedroht, weil der Bund das Budget der Deutschen Welle für 2026 drastisch gekürzt hat, obwohl im Koalitionsvertrag vereinbart ist, die DW zu stärken
      …“ Pressemitteilung vom 21.04.2026 beim ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg externer Link
    • Die Demonstration startet am Mittwoch (22. April 2026) in Berlin um 14:00 Uhr ab Alexanderplatz / Ecke Dircksenstraße, 10178 Berlin-Mitte.
      Die Kundgebung beginnt um 15:00 Uhr am Brandenburger Tor (Pariser Platz) 10117 Berlin.
  • Von Mittwoch, den 26.11. bis Freitag den 28.11.: Protest der Deutsche-Welle-Beschäftigten gegen qualitätsgefährdende Kürzungen beim deutschen Auslandssender ‚
    Von Mittwoch, den 26.11. bis Freitag den 28.11. werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Welle (DW) von 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr an der Marschallbrücke in Berlin-Mitte gegen die geplanten massiven Kürzungen im Etat des deutschen Auslandssenders protestieren: Sie wollen so die Bundestagsmitglieder auf ihrem Weg ins Parlament um Unterstützung für eine ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung der Deutschen Welle bitten – deren Budget der Haushaltsausschuss des Bundestages kürzlich auf Vorschlag des Staatsministers für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, um zehn Millionen Euro gekürzt hat. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) organisiert die Aktion mit und stellt sich klar an die Seite aller DW-Beschäftigten. (…)
    In den Haushaltsberatungen des Bundestages war für die Deutsche Welle zuletzt überraschend eine Etatreduzierung auf 395 Millionen Euro im kommenden Jahr beschlossen worden – im Regierungsentwurf standen zuvor noch 405,5 Millionen Euro. Dagegen hatten ver.di und die DW-Beschäftigten bereits Mitte November protestiert. Die Deutsche Welle, die weltweit Sendungen in 32 Sprachen produziert und wöchentlich von 337 Millionen Menschen genutzt wird, wird anders als die übrigen öffentlich-rechtlichen Sender der ARD, des ZDF und des Deutschlandradios nicht aus der Rundfunkabgabe, sondern aus Mitteln des jährlichen Bundeshaushaltes finanziert. Der finale Haushaltsbeschluss ist für kommenden Freitag, 28. November 2025, geplant.“ Pressemitteilung vom 25.11.2025 bei ver.di BB externer Link
  • Erfolg: Redaktionsschließungen bei der Deutschen Welle abgewendet
    „Die Bundesregierung weist der Deutschen Welle künftig ein höheres Budget zu. Das Geld reicht um Arbeitsplätze, Sprachen- und Programmvielfalt zu sichern…“ Artikel auf Soliseite.de vom 04.03.2015 externer Link.  Aus dem Text: „Redaktionsschließungen vom Tisch. GewerkschafterInnen haben auf allen Ebenen an einer Lösung gearbeitet. Auf soliseite.de unterzeichnenden tausende Menschen unseren Appell an den Intendanten. 350 MitarbeiterInnen demonstrierten auf dem Bonner Münsterplatz, am Berliner Standortmachten gar 600 Beschäftigte und AuftragnehmerInnen ihrem Ärger Luft. PersonalrätInnen, RundfunkrätInnen und der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske zogen an einem Strang…“
  • Aufruf bei ver.di-Rundfunk externer Link zur Protestaktion der DW Mitarbeiter/innen am 23. Februar 2015 auf dem Münsterplatz in Bonn, dort auch Hintergründe

Siehe auch zu DW in 2021: Konflikte bei der Deutschen Welle: „Intendant äußert ungerechtfertigte Vorwürfe“

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=75586
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