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Erneute Streiks in Zalando-Logistik-Zentren für Anerkennungstarifvertrag – nun auch bundesweit in den Stores
Dossier
„… ver.di fordert den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages mit dem Versandhändler. Damit sollen die Regelungen der Flächentarifverträge des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen auch für die Beschäftigten bei Zalando gelten. (…) Im Gegensatz zum Tarifvertrag, der 37,5 Stunden vorsieht, müssten die Beschäftigte am Lagerstandort mindestens 40 Stunden pro Woche arbeiten. Darüber hinaus hätten die Beschäftigten nur einen Anspruch von 26 statt 30 Urlaubstagen. (…) Der mehrtägige Streik beginnt am Montagmorgen um 5:00 Uhr und läuft über alle Schichten bis Mittwochmorgen um 5:30 Uhr…“ Pressemitteilung vom 08.09.2024 bei ver.di NRW
zu Streiks am 9./10.9.2024 und später:
- Donnerstag, 18., um 05:30 Uhr bis Samstag, 20.12.2025, um 24:00 Uhr: Weihnachtsstreik bei Zalando in Mönchengladbach für Tarifbindung beim Online-Riesen
„Auch im Weihnachtsgeschäft kämpfen Beschäftigte des Zalando-Logistikzentrums in Mönchengladbach für faire Arbeitsbedingungen und eine tarifliche Absicherung. Am kommenden Donnerstag (18.12.2025) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten ab 05:30 Uhr am Standort Mönchengladbach bis Samstagnacht (20.12.2025) erneut zum Streik auf. ver.di fordert den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrags auf Basis der Tarifverträge des Einzelhandels NRW. Zalando verweigert bislang jegliche Verhandlungen.
„Nach wie vor zeigt das Unternehmen keine Gesprächsbereitschaft“, sagt Guido Meinberger, zuständiger Gewerkschaftssekretär.
Trotz regelmäßiger Streikaktionen und erster Verbesserungen lehnt Zalando weiterhin verbindliche Standards ab. Die Beschäftigten fordern endlich Rechtssicherheit und faire Bedingungen – so, wie sie in den Flächentarifverträgen vorgesehen sind. Ein Beispiel: Im Lager Mönchengladbach gilt weiterhin eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, obwohl der Tarifvertrag lediglich 37,5 Stunden vorsieht…“ Pressemitteilung vom 18.12.2025 beim ver.di-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen
- Am Donnerstag (18.12.2025) sind um 10:00 Uhr und um 16:00 Uhr Demonstrationszüge von Zalando über den Regioparkring zum Kreisverkehr an der L39, zurück über den Regioparkring zum Kreisverkehr an der L19 und wieder zurück zu Zalando, geplant.
- Am 19.12.2025 werden die Streikenden ab 09:00 Uhr auf dem Europaplatz (Fläche vor dem Haus Westland) in 41061 Mönchengladbach eintreffen. Ab 10:00 Uhr wird es eine Kundgebung mit anschließendem Demozug durch die Innenstadt geben. Dieser startet gegen 11:30 Uhr.
- Zu anderen Standorten nichts gefunden
- Zalando: Erneute Streiks und Aktionen für Tarifvertrag zwischen 28. November und 2. Dezember 2025 bundesweit in den Logistikzentren und Outlet-Stores
„Zalando erwirtschaftet in diesem Jahr nach eigenen Prognosen einen Vorsteuergewinn von mehr als einer halben Milliarde Euro, pro Mitarbeiter*in sind das 36.000 Euro. Die Beschäftigten sollen indes nur Brosamen bekommen. ver.di fordert deshalb von Zalando die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels (…) Bereits seit dem 28. November 2025 streiken die Beschäftigten des Mode-Versandhändlers in den Logistikzentren in Mönchengladbach und Erfurt. Ab dem 1. Dezember werden sich Zalando-Beschäftigte in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Berlin mit gezielten Aktionen in 14 der deutschlandweit 16 Zalando-Outlet-Stores den Forderungen nach Tarifverhandlungen und fairen Arbeitsbedingungen anschließen. Die Streiks und Aktionen werden bis zum 2. Dezember 2025 andauern.
Zalando erwirtschaftet in diesem Jahr nach eigenen Prognosen einen Vorsteuergewinn von mehr als einer halben Milliarde Euro, pro Mitarbeiter*in sind das 36.000 Euro. Die Beschäftigten sollen indes nur Brosamen bekommen. ver.di fordert deshalb von Zalando die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels. Trotz erzielter Verbesserungen durch vorangegangene Streiks liegen die Löhne und Regelungen zur Arbeitszeit bei Zalando nach wie vor deutlich unter dem tariflichen Niveau.
Mit den Aktionen vor den Outlet-Stores in fünf Bundesländern macht ver.di auch Kundinnen und Kunden auf die Forderungen nach Verhandlungen aufmerksam. Was sie jetzt tun können, ist sich mit den Beschäftigten in ihrem Kampf um einen Tarifvertrag zu solidarisieren…“ ver.di-Meldung vom 30.11.2025
(„Zalando: Streiks für Tarifvertrag und faire Bedingungen“) und:
- 1.12.2025: Solidaritätsaktion mit Streiks bei Zalando – Protest vor Outlet in Berlin / Betriebsratsgründung in Ludwigsfeld
„… Zalando Logistik Ludwigsfelde: Beschäftigte initiieren Betriebsratsgründung
Parallel zu den Tarifkonflikten besteht ein strukturelles Problem: Zalando arbeitet mit einer hochgradig zersplitterten Unternehmensstruktur. Viele der rund 60 Gesellschaften haben bis heute keinen Betriebsrat. Ein wichtiger Schritt ist nun am Logistikstandort in Ludwigsfelde gelungen, dem zentralen Lieferanten der stationären Outlet Stores: Dort wurde mit Unterstützung von ver.di die Gründung eines Betriebsrats initiiert. Anfang Oktober wählten die Beschäftigten einen Wahlvorstand, der aktuell die Gründungswahl des Betriebsrates vorbereitet. Eine ver.di Mitgliederbefragung zeichnet ein höchstkritisches Bild der der dortigen Arbeitsrealität und unterstreicht die Notwendigkeit einer gewählten gesetzlichen Interessenvertretung…“ Pressemitteilung vom 28.11.2025 beim ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg
- Bundesweite Proteste bei Zalando: ver.di fordert Tarifverhandlungen und faire Arbeitsbedingungen
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weitet ihren Kampf für einen Tarifvertrag bei Zalando aus: In den Logistikzentren in Mönchengladbach und Erfurt streiken Kolleginnen und Kollegen seit Freitag. Darüber hinaus verleiht ver.di in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Berlin am Montag mit Aktionen in vierzehn der deutschlandweit sechzehn Zalando-Outlet-Stores den Forderungen nach Tarifverhandlungen Nachdruck. Streiks und Aktionen dauern bis Dienstag (2. Dezember 2025) an. (…)Als Reaktion auf zurückliegende Arbeitskampfmaßnahmen und öffentlichen Druck hatte Zalando bereits in der Vergangenheit Löhne und Gehälter einseitig unterdurchschnittlich angehoben und Urlaubsregelungen angepasst, den Abschluss eines Tarifvertrags aber weiterhin verweigert. „Unsere Streiks zeigen Wirkung“, betont Zimmer, „wir werden den Druck aufrechterhalten, bis Zalando seinen Beschäftigten endlich die angemessene Wertschätzung entgegenbringt und sich zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag bereit erklärt.““ Meldung vom 28.11.2025 von ver.di im Handel
- 1.12.2025: Solidaritätsaktion mit Streiks bei Zalando – Protest vor Outlet in Berlin / Betriebsratsgründung in Ludwigsfeld
- Mies wie Amazon: Geburtstagsstreik in Mönchengladbach und dritter Streik im Zalando Logistikzentrum Erfurt gegen Bezahlung nach Nasenprinzip
- Zalando-Beschäftigte kämpfen für Anerkennungstarifvertrag: Geburtstagsstreik in Mönchengladbach
„Seit einem Jahr kämpfen die Beschäftigten des Zalando-Logistikzentrums in Mönchengladbach für faire Arbeitsbedingungen und eine tarifliche Absicherung. Zum Jahrestag ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erneut zum Streik auf – von Dienstag (08.07.) bis Mittwochmorgen (09.07.). ver.di fordert den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrags auf Basis des Tarifvertrags für den Einzelhandel NRW. Zalando verweigert bislang jegliche Verhandlungen…“ Meldung vom 08.07.2025 bei ver.di Handel NRW
- Dritter Streik im Zalando Logistikzentrum Erfurt
„Nachdem im April und im Mai die ersten Streiks in der zwölfjährigen Geschichte des Zalando-Standortes in Erfurt stattfanden, zeigt der Arbeitgeber nach wie vor keine Bereitschaft, mit der Gewerkschaft ver.di über einen Tarifvertrag zu verhandeln. Um weiter Druck zu machen, werden die Streiks am Dienstag, 8. Juli 2025 mit Beginn der Frühschicht fortgesetzt…“ Pressemitteilung vom 07.07.2025 bei ver.di SAT
- Streiks bei Zalando: Bezahlung nach Nasenprinzip, Verweigerung von Tarifverhandlungen. Die Beschäftigten von Zalando wehren sich dagegen zunehmend mit Streiks
„Zalando ist zwar ein europäischer Versandhändler von Schuhen und Textilien, orientiert sich im Umgang mit Beschäftigtenrechten allerdings stark am US-Logistikkonzern Amazon. In dieser Woche haben Beschäftigte an den Logistikstandorten in Mönchengladbach und Erfurt deshalb für faire Arbeitsbedingungen und tarifliche Absicherung gestreikt.
Vor einem Jahr gab es bereits die ersten Arbeitskämpfe, zu denen Verdi aufgerufen hatte, ebenfalls im Frühjahr. Anlässlich des Jahrestages der ersten Streiks versammelten sich Dienstag und Mittwoch Teile der Belegschaft an den beiden Standorten, um ihre Forderungen zu untermauern. Für Mönchengladbach will die Gewerkschaft den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages auf der Grundlage des Flächentarifvertrages für den Einzel- und Versandhandel in Nordrhein-Westfalen erreichen. Für Erfurt gilt analog die Forderung nach einem solchen Tarifvertrag, der sich an den entsprechenden Regelungen in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen orientiert. Zalando hat bisher Verhandlungen verweigert. (…)
Bei Zalando Erfurt gab es im April und Mai erstmals Streiks in der zwölfjährigen Geschichte dieses Standortes. Da auch hier bislang keine Bewegung auf Seiten des Unternehmens hin zu Verhandlungen erkennbar gewesen sei, so teilte Verdi in Thüringen mit, sei der nächste Arbeitskampf mit Beginn der Frühschicht am Dienstag gestartet worden. Der Abstand zu den Tarifentgelten ist bei Zalando Erfurt noch größer als in Mönchengladbach: Sie liegen für Lagerbeschäftigte um etwa 15 Prozent unter dem Niveau des Flächentarifvertrages für den Einzel- und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Hinzu kämen bei Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages höhere Zuschläge, kürzere Wochenarbeitszeiten, tarifliche Altersvorsorge und weitere Verbesserungen, so Verdi…“ Artikel von Gudrun Giese in der jungen Welt vom 10.07.2025
- Zalando-Beschäftigte kämpfen für Anerkennungstarifvertrag: Geburtstagsstreik in Mönchengladbach
- Menschenkette geplant: Weihnachtsstreik bei Zalando in Mönchengladbach von Donnerstagmorgen (19.12.) bis Samstagmorgen (21.12.2024) für Anennungstarifvertrag
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten des Zalando-Logistikzentrums in Mönchengladbach in der Woche vor Weihnachten erneut zum Streik auf. Die Streikmaßnahmen sollen von Donnerstagmorgen (19.12.) bis Samstagmorgen (21.12.) andauern. Am Freitag werden Streikende eine Menschenkette vor dem Standort bilden.
Die Gewerkschaft fordert weiterhin den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages mit dem Versandhändler. Damit sollen die Regelungen der Flächentarifverträge des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen auch für die Beschäftigten bei Zalando gelten. Das Unternehmen lehnt die Aufforderung der Gewerkschaft zu Verhandlungen ab. (…)
Guido Meinberger, zuständiger Gewerkschaftssekretär für das Zalando-Lager in Mönchengladbach: „Die Arbeitgeberseite signalisiert nach wie vor keine Verhandlungsbereitschaft. Trotz der bereits durch Streiks erreichten Verbesserungen, ist Zalando nach wie vor nicht bereit, den Beschäftigten und deren Leistungen für das Unternehmen mit dem entsprechenden Respekt zu begegnen. Zalando könnte mit einer Unterschrift unter dem geforderten Tarifvertrag zeitgleich für bessere Arbeitsbedingungen und für Rechtssicherheit sorgen.“
Im Gegensatz zum Tarifvertrag, der 37,5 Stunden pro Woche vorsieht, müssen die Kolleginnen und Kollegen aus dem Lager von Zalando mindestens 40 Stunden pro Woche arbeiten.
Beim Urlaub konnten durch vorangegangene Streikmaßnahmen bereits Verbesserungen erzielt werden. Neue Beschäftigte erhalten nun im ersten Beschäftigungsjahr 27 Tage Urlaub. Nach dem ersten und dem zweiten vollen Kalenderjahr der Beschäftigung ab dem 01. Januar 2025 je einen Tag mehr und ab dem dritten Jahr 30 Tage Urlaub, statt wie bisher für alle nur 26 Tage. Darüber hinaus haben die Beschäftigten in diesem Jahr eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 7,6 Prozent erhalten, statt, wie bisher, maximal 1,5 Prozent. „Das zeigt, dass unsere Streiks wirken und wir den Druck auf das Unternehmen weiter aufrecht halten müssen“, so Meinberger.
Trotz der drastischen Erhöhung der Löhne und Gehälter liegen die Beschäftigten immer noch knapp vier Euro pro Stunde unter dem tarifvertraglichen Stundenlohn…“ Pressemitteilung vom 17.12.2024 bei ver.di-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen