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Nach Streik deutsche Arbeitsverträge: Papenburger Werftarbeiter setzen sich durch
„Zwei Tage lang haben 150 osteuropäische Werkvertragsarbeiter auf der Papenburger Meyer Werft gestreikt. Sie forderten deutsche Arbeitsverträge. Erst dann wollten sie an den Arbeitsplatz zurück. Nach acht Stunden Verhandlung erreichten sie am Freitagnachmittag ihr Ziel. Unter den Rumänen und Bulgaren brach Jubel aus. Eigentlich sollte in diesem Jahr alles besser werden: Die Meyer Werft hatte Mindestlöhne und verbesserte Sozialstandards für Hunderte Werkvertragsarbeiter eingeführt, die über Subunternehmen auf dem Betriebsgelände beschäftigt sind. Das Papenburger Traditionsunternehmen setzte viele daran, deren Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu verbessern. Schließlich hatte eine Taskforce unter Leitung des ehemaligen niedersächsischen Justizministers Walter Remmers aufgedeckt, dass einzelne Werkvertragsarbeiter bis zu 300 Stunden pro Monat auf der Werft arbeiten. (…)Hinter den Arbeitern steht ein kompliziertes Firmengeflecht. Die meisten rumänischen und bulgarischen Werftarbeiter waren bei einer rumänischen Firma beschäftigt, die einen Vertrag mit einem Personaldienstleister aus dem ostfriesischen Emden hatte. Diese wiederum lieh die Osteuropäer an die Meyer Werft aus. So undurchsichtig wie diese Firmenstruktur ist auch die Lohnabrechnung. Welcher Teil des Geldes – von der Auszahlung durch die Werft bis zum Empfänger – bei den Subunternehmen blieb, erfuhren die Arbeiter nicht. Das soll sich jetzt ändern.“ Artikel von Stefan Prinz in der Osnabrücker Zeitung vom 07.03.2014
. Siehe dazu auch im LabourNet Germany unser Dossier »Tod von zwei rumänischen Leiharbeitern der Papenburger Meyer Werft«