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System Change Camp 2026 vom 13. bis 25. August in Karlsruhe: „Hinter den Barrikaden- Care miteinander lernen“

Aktionstage 9.-15. August 2022 in Hamburg: „System Change Camp & Ende Gelände 2022“In diesem Jahr wollen wir ein tieferes Verständnis dafür entwickeln, was es bedeutet, Sorge zu tragen: für uns selbst, füreinander, für unsere Beziehungen, für Gesellschaft und Welt. Das System Change Camp ist ein selbstorganisiertes Camp mit dem Ziel, einen bewegungsübergreifenden Bildungs-, Austausch- und Vernetzungsraum zu schaffen. (…) Wir wollen dieses Jahr, passend zu dem Campmotto „Hinter den Barrikaden- Care miteinander lernen“, ausprobieren, wie wir das Camp kollektiver gestalten können. Auf dem diesjährigen Camp wollen wir über Care nicht nur theoretisch diskutieren, sondern auch in unserem alltäglichen Handeln in den Vordergrund stellen. Dafür werden alle Campteilnehmenden in verschiedenen Gruppen, den sogenannten Haufen, organisiert sein. Jeder dieser Haufen wird verschiedene Aufgaben übernehmen, um gemeinsam mit den anderen Haufen das Camp zu stemmen…“ Siehe alle Infos externer Link und das Programm externer Link

  • Ein selbstorganisierter Haufen: System Change Camp in Karlsruhe New
    Aktive aus verschiedenen sozialen Bewegungen zelten zusammen, um sich zu vernetzen und weiterzubilden. Dieses Jahr steht Care-Arbeit im Fokus. (…)
    In Karlsruhe sind Aktivist*innen zusammengekommen, die das System verändern wollen. Das System Change Camp ist ein jährlich stattfindendes selbstorganisiertes Vernetzungstreffen, das dieses Jahr in Karlsruhe stattfindet. Die Camps entstanden aus der Klimagerechtigkeitsbewegung, das erste fand 2022 in Hamburg statt. Das derzeitige hat am 13. August begonnen, und noch bis zum Dienstag sollen hier Räume für Bildung und Austausch innerhalb sozialer Bewegungen entstehen. »Hinter den Barrikaden – Care miteinander lernen« lautet das diesjährige Motto. »Wir wollen ein tieferes Verständnis dafür entwickeln, was es bedeutet, Sorge zu tragen: für uns selbst, füreinander, für unsere Beziehungen, für Gesellschaft und Welt«, führen die Veranstalter*innen auf ihrer Webseite aus.
    Das bleibt nicht nur theoretisches Geplänkel. Im Gespräch erzählen zwei Sprecher*innen des Camps, Paula Fuchs und Anouk Maier, vom Konzept der »Kollektivierung« anfallender Care-Arbeit im Camp. Alle Aufgaben, die den Ort am Laufen halten – vom Toilettenputzen über das Kochen bis zur Kinderbetreuung – stemmen die Teilnehmenden während der fast zwei Wochen gemeinsam. Dazu organisieren sie sich in acht »Haufen«. Den Begriff haben sie dem Jahr 1524 entliehen. Während des Deutschen Bauernkriegs von 1524 bis 1526 waren die »Bauernhaufen« Zusammenschlüsse bäuerlicher Gemeinden, die gegen Leibeigenschaft und feudale Ausbeutung kämpften.
    Im Jahr 2026 steht auf dem Camp jeden Morgen eine »Haufenversammlung« auf dem Plan, danach ein »haufenübergreifendes Treffen«. Dann gibt es Mittagessen und den Nachmittag über Programm. Laut Fuchs und Maier wird die Idee der Arbeitsteilung gut angenommen und macht im Vergleich zu den vergangenen Jahren einen echten Unterschied in der Verteilung von Verantwortung. Auch die beiden sind keine »offiziellen Pressesprecher*innen«, sondern haben die Aufgabe als Teilnehmende übernommen.
    Für das Programm konnten alle interessierten emanzipatorischen Gruppen vorab Vorschläge senden. Bei rund 18 Workshops, die jederzeit parallel stattfänden, sei es oft schwierig, sich zu entscheiden, erzählt Fuchs. So finden von Freitag bis Sonntag die »Enthinderungstage – Krüppel, die sich kümmern« statt. Das ist ein Programm von und vor allem für behinderte Menschen, bei dem es um Barrieren im Aktivismus geht. »Auf den Enthinderungstagen machen wir sie sichtbar, reißen sie ein und tragen die Ideen und neuen Netzwerke zurück in unsere alltägliche aktivistische Arbeit«, erklären die Veranstaltenden. (…)
    Insgesamt gehen Fuchs und Maier von 2000 Teilnehmenden über die gesamte Zeit des Camps aus. Am kommenden Wochenende wird nochmal ein Peak erwartet. So nett sie es auch zusammen haben, nur unter sich bleiben wollen die Teilnehmenden aber auch nicht. Jeden Abend bieten sie eine Führung für interessierte Besucher*innen an. Diese sei immer gut besucht
    …“ Bericht von Henrike Stier vom 21.08.2026 in ND online externer Link

Siehe zuletzt System Change Camp 2023 vom 30.07. bis 06.08. in Hannover und das Dossier: Aktionstage 9.-15. August 2022 in Hamburg: „System Change Camp & Ende Gelände 2022“ – Das System ist die Krise! Raus aus dem fossilen Amoklauf!

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=237253
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