- Automobilindustrie
- Bauindustrie und Handwerk
- Chemische Industrie
- Elektro- und Metall(-Zulieferer)
- Elektrotechnik
- Energiewirtschaft (und -politik)
- Fahrzeugbau (Vom Fahrrad, über Trecker bis zum Flugzeug)
- Gewerkschaften als Arbeitgeber
- Holz, Papier, Glas und Kunststoffe
- Landwirtschaft und Gartenbau
- Lebens- und Genussmittelindustrie
- Maschinen- und Anlagenbau
- Medien und Informationstechnik
- Rüstungsindustrie und -exporte
- Sonstige Branchen
- Stahl-Industrie
- Stoffe und Bekleidung
- Abfall/Umwelt/Ver-/Entsorgung
- Banken und Versicherungen
- Bildungs- und Erziehungseinrichtungen
- Call-Center
- Dienstleistungen allgemein/diverse
- Gastronomie und Hotelgewerbe
- Groß- und Einzelhandel
- Kultur und/vs Freizeitwirtschaft
- Öffentlicher Dienst und Behörden
- Reinigungsgewerbe und Haushalt
- Sex-Arbeit
- Soziale Arbeit, Kirche und Wohlfahrts-/Sozialverbände
- Sportwirtschaft
- Transportwesen: (Öffentlicher) Personen (Nah)Verkehr
- Transportwesen: Bahn
- Transportwesen: Hafen, Schiffe und Werften
- Transportwesen: Luftverkehr
- Transportwesen: Post- und Paketdienste
- Transportwesen: Speditionen und Logistik
- Wachdienste und Sicherheitsgewerbe
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- Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen
- Arbeitskämpfe im Gesundheitswesen allgemein
- Gesundheitswesen allgemein
- Kampf gegen Privatisierung im Gesundheitswesen allgemein
- Kampf gegen Privatisierung im Gesundheitswesen in diversen Kliniken
- Konflikte und Arbeitskämpfe in diversen Kliniken
- Pflegedienste und Care-Arbeit
- Rettungsdienste
Bundesweite Befragung: Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung als strukturelles Problem im ärztlichen Arbeitsalltag im Krankenhaus
„Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung sind ein relevantes Problem im Klinikalltag. Das zeigt eine bundesweite Mitgliederbefragung des Marburger Bundes, an der 9.073 angestellten Ärztinnen und Ärzten teilgenommen haben, die zu 90 Prozent in Krankenhäusern arbeiten. (…) Knapp die Hälfte der Befragten (49 %) berichtet, in den vergangenen zwölf Monaten Machtmissbrauch durch ärztliche Beschäftigte erlebt zu haben. Die Vorfälle treten häufig wiederholt auf, die Hälfte der Betroffenen (51 %) erlebt sie mehrmals im Jahr, ein erheblicher Anteil sogar monatlich (30 %) oder wöchentlich (14 %). Weit überwiegend geht der Machtmissbrauch von männlichen ärztlichen Vorgesetzten aus. (…) Etwa drei Viertel der Betroffenen hat sexuelle Belästigung in den zurückliegenden zwölf Monaten mehrmals erlebt, 59 Prozent „mehrmals im Jahr“, 17 Prozent „mehrmals im Monat“ und 6 Prozent sogar „mehrmals in der Woche“; 18 Prozent berichten von einem einmaligen Vorfall in den vergangenen zwölf Monaten…“ Pressemitteilung des Marburger Bundes vom 14. April 2026
mit den bundesweiten Umfrageergebnissen – siehe mehr zum Problem und den Konsequenzen:
- Während der Deutsche Ärztetag über Anträge gegen Machtmissbrauch debattiert, vermelden Medizinstudentinnen übergriffiges Verhalten zu vieler der Tagungsteilnehmer
- Deutscher Ärztetag: Medizinstudentinnen berichten von Übergriffen
„Denkwürdige Debatte auf dem Deutschen Ärztetag: Mehrere Medizinstudentinnen berichteten in einer persönlichen Erklärung von einem übergriffigen Verhalten vor Ort in den vergangenen Tagen in Hannover.
„Kommentare über unser hübsches Auftreten sind unangebracht. Kommentare über unsere Ausschnitte sind unangebracht. Hände auf Rücken und Gesäßen sind unangebracht“, erklärten sie heute vor den Delegierten des Ärzteparlaments. Zusätzlich habe es Einladungen auf Hotelzimmer gegeben, über Berufspolitik sei eher mit den männlichen Kollegen gesprochen worden, nicht mit den Frauen aus der Delegation der Bundesvertretung der Medizinstudierenden (bmvd ).
Für diese Erklärung (siehe Infokasten) hielten sie von der gesamten Versammlung Standing Ovations – für den Mut, so öffentlich über die Erlebnisse zu sprechen. Es gab viele Solidaritätsbekundungen und Delegierte berichteten über eigene persönliche Erlebnisse zu Machtmissbrauch und übergriffigen Verhalten im Berufsalltag. (…)
Auf dem Podium wurden die Studentinnen sichtbar durch den Kammerpräsidenten Sven Dreyer (Nordrhein) und die Vorsitzende des Marburger Bundes (MB), Susanne Johna, unterstützt. Dreyer überließ sichtlich bewegt sein Rederecht den Studentinnen.
Zu dem Zeitpunkt der persönlichen Erklärung wollten die Delegierten zum Thema Machtmissbrauch generell debattieren – die Aussprache nahm dann eine deutliche Wendung. Viele Delegierte veränderten spontan ihre Redebeiträge. Der 130. Deutsche Ärztetag stimmte am Ende mit großer Mehrheit zu, dass sich das Ärzteparlament in Wiesbaden im kommenden Jahr ausführlich mit Machtmissbrauch und Übergriffen in der Medizin beschäftigen soll. (…)
Den sechs Anträgen zum Thema Machtmissbrauch, die schon vor der Erklärung der Medizinstudentinnen verfasst wurden, wurde im Anschluss an die Debatte mit großen Mehrheiten zugestimmt. Die Delegierten stimmten dafür, sich für einen standardisierten Umgang mit sexualisierter Gewalt durch Ärztinnen und Ärzte einsetzen zu wollen.
Gemeinsam mit den zuständigen Stellen, darunter die Aufsicht- und die Approbationsbehörden der Länder, soll ein bundesweit einheitlicher, transparenter und konsequenter Umgang mit sexualisierten Übergriffen durch Ärztinnen und Ärzte gegenüber Patientinnen und Patienten entwickelt und umgesetzt werden. Um diese zu schützen, zukünftigen Taten präventiv vorzubeugen und das Vertrauen in den ärztlichen Berufsstand zu stärken, sollen neben bundesweit einheitlichen Verfahrensstandards berufsrechtliche Maßnahmen verschärft und eine strukturierte Dokumentation innerhalb der Kammern aufgebaut werden. (…)
Weiterhin wurde beschlossen, die Themen Machtmissbrauch und Diskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im ärztlichen Bereich in die Inhalte der Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten aufzunehmen und den Schutz vor sexualisierter Belästigung und Diskriminierung zu einer expliziten Aufgabe des Arbeitsschutzes zu machen. Konkret sollen demnach der Paragraf 4 Nr. 1 und Paragraf 5 Abs. 3 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) um den Schutz vor sexualisierter Belästigung und Diskriminierung erweitert werden, damit diese Gefährdungen zwingender Teil der Gefährdungsbeurteilung (GBU) werden.“ Artikel vom 15. Mai 2026 in Deutsches Ärzteblatt online
mit der Erklärung der Medizinstudentinnen in voller Länge:
- „Uns allen fünf weiblichen Mitgliedern unserer Delegation sind in den letzten drei Tagen Übergriffe passiert. Einige der hier Anwesenden haben sich uns und sicherlich auch anderen Personen gegenüber übergriffig und inakzeptabel erhalten. Wir möchten Ihnen davon berichten. (…) Wir möchten uns bewusst nicht als Einzelfälle hinstellen, sondern auf ein systemisches Problem hinweisen und aufmerksam machen. 73,5 Prozent der Studentinnen erleben im Praktischen Jahr sexualisierte Gewalt.“
- 130. Deutscher Ärztetag: Klares Zeichen gegen Machtmissbrauch und Grenzüberschreitungen im Gesundheitswesen
„Der 130. Deutsche Ärztetag hat sich heute intensiv mit Machtmissbrauch, Grenzüberschreitungen und sexueller Belästigung im Gesundheitswesen befasst und umfassende Beschlüsse zur Prävention, Aufarbeitung und konsequenten Sanktionierung gefasst.
In der Debatte wurde deutlich, dass Machtmissbrauch in unterschiedlichen Formen auftritt. Oftmals äußert er sich in einem respektlosen und herablassenden Umgangston. Ebenfalls verbreitet sind die unbegründete Infragestellung fachlicher Kompetenz, Mobbing oder öffentliche Bloßstellung vor Kolleginnen und Kollegen oder vor Patientinnen und Patienten. Auch sexualisierte Belästigung von Kolleginnen und Kollegen tritt häufig im Kontext solcher Machtstrukturen auf, in denen Grenzüberschreitungen begünstigt und Gegenwehr erschwert werden. (…)
Grenzüberschreitungen werden in verschiedensten beruflichen Kontexten erlebt, wie in der Debatte von Medizinstudentinnen berichtet, sogar auf dem Ärztetag selbst. Die Medizinstudentinnen stellten klar, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein systemisches Problem. Ein solcher Umgang sei „nicht nur respektlos, sondern absolut inakzeptabel“. Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt stellte unmissverständlich klar, dass Grenzüberschreitungen und sexualisierte Gewalt – ob verbal oder körperlich – den Werten des ärztlichen Berufs fundamental widersprechen. Der Vorstand der Bundesärztekammer stellt sich dieser Problematik und wird klare Compliance-Vorgaben sowie umfassende Schutzkonzepte entwickeln…“ Pressemitteilung vom 15.05.2026 der Bundesärztekammer
- Deutscher Ärztetag: Medizinstudentinnen berichten von Übergriffen
- Hauptversammlung 2026 des Marburger Bundes: Krankenhäuser müssen konsequent gegen Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung vorgehen
„Marburger Bund für vertrauliche Anlaufstellen, bessere Meldemöglichkeiten und neue Führungsmodelle
Die 147. Hauptversammlung des Marburger Bundes hat sich mit großer Mehrheit für umfassende Maßnahmen gegen Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung in den Krankenhäusern ausgesprochen. Grundlage der Beschlüsse ist eine bundesweite Mitgliederbefragung des Marburger Bundes vom Februar/März dieses Jahres, an der mehr als 9.000 angestellte Ärztinnen und Ärzte teilgenommen haben. Die Umfrage zeigt, dass Grenzüberschreitungen häufig wiederholt auftreten und bei Betroffenen zu erheblichen persönlichen und beruflichen Belastungen führen. Ein großer Teil der Vorfälle wird nicht gemeldet. Gründe dafür sind insbesondere mangelndes Vertrauen in wirksame Konsequenzen, die Sorge vor beruflichen Nachteilen sowie fehlende unabhängige und vertrauliche Anlaufstellen. „Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung sind beschämend für ein System, das auf Vertrauen angewiesen ist“, heißt es im Beschluss der Hauptversammlung. Begünstigt würden solche Vorfälle durch überkommene hierarchische Strukturen, persönliche Abhängigkeiten und problematische Führungskulturen im Klinikbetrieb…“ Pressemitteilung vom 10.Mai 2026
, siehe auch:
- Marburger Bund: Gemeinsam gegen sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch vorgehen
„Krankenhäuser sowie Ärztinnen und Ärzte müssen sich entschlossen gegen Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung stellen. Darauf pochte der Marburger Bund (MB) heute bei seiner 147. Hauptversammlung. Weiter fordert die Ärztegewerkschaft den Gesetzgeber sowie die Bundesärztekammer (BÄK) und Landesärztekammern auf, entsprechende wirkungsvolle Maßnahmen einzuführen. Mehr als die Hälfte der Ärztinnen und Ärzten haben in den vergangenen zwölf Monaten Machtmissbrauch am Arbeitsplatz erlebt. Das zeigt eine Umfrage des MB, die im Februar/März durchgeführt und Mitte April vorgestellt worden ist
. (…) Dass es in der Medizin so viele Vorfälle geben würde, sei unter anderem mit dem extremen Machtgefälle und steilen Hierarchien zu erklären. (…) Grenzen seien strukturell unklarer als in anderen Berufen. „Man kommt sich nahe und ist im Stress. Das Klima führt deshalb zu einem erhöhten Risiko“…“ Artikel vom 9. Mai 2026 in aerzteblatt.de 
- Marburger Bund: Gemeinsam gegen sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch vorgehen