[Buch] Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand. Eine Einladung zum Kampf für das Gute Leben für Alle

Cover des Buches "Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand. Eine Einladung zum Kampf für das Gute Leben für Alle" von Katja Diehl, Thorsten Donnermeier und Tobi Rosswog im Verlag Die BuchmachereiWas passiert, wenn ein VW-Arbeiter, ein Aktivist und eine Mobilitätsexpertin an einem Tisch sitzen? Ziemlich viel – und vor allem: Es knistert. Hier treffen Welten aufeinander, die sonst gerne gegeneinander ausgespielt werden: Fabrikhalle vs. Klimacamp. Blaumann vs. Fahrradhelm. Schichtplan vs. Systemwandel. Aber was wäre, wenn genau aus diesen Unterschieden etwas Gemeinsames entstehen kann? Ausgerechnet in Wolfsburg, mitten in der Höhle des Löwen der Automobilindustrie, wurde diese unwahrscheinliche Allianz Realität. Und sie zeigt: Es geht nicht darum, Autos zu hassen oder Arbeitsplätze zu feiern. Es geht darum, sich ehrlich zu fragen: Was brauchen wir wirklich? Und wer entscheidet das eigentlich? Ein Gespräch über Antifaschismus, Antimilitarismus, den Umbau der Industrie und gesamten Gesellschaft hin zum Guten Leben für Alle. Über die Verbindung von sozialer und ökologischer Gerechtigkeit. Und darüber, dass Veränderung nur gemeinsam funktioniert. Dieses Buch macht Hoffnung.“ Klappentext zum Buch von Katja Diehl, Thorsten Donnermeier und Tobi Rosswog im Verlag Die Buchmacherei – siehe vor dem Buchstart am 05.12.2025 mehr Informationen und eine Leseprobe:

  • [Rezension] Ohne Vergesellschaftung keine Verkehrswende: Neuerscheinung zur Debatte über die notwendige Transformation in der Autoindustrie New
    „Ausgerechnet in der VW-Stadt Wolfsburg warb Tobi Rosswog mit mehreren Mitstreiter*innen für die Verkehrswende weg vom Auto. Sie organisierten Demonstrationen, Straßenfeste und weitere Aktionen, die auch bundesweit für Aufmerksamkeit sorgten. Dazu gehörte die Besetzung eines Autozugs im März 2023: Die Aktivist*innen überdeckten die Autos mit einer großen Plane, auf der Straßenbahnen zu sehen waren. (…) In dem kürzlich erschienenen Buch »Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand« wird diese Diskussion fortgesetzt. »Die dialogische Struktur, der persönliche Zugang und die anschaulichen Praxisbeispiele machen das Buch zu einem niedrigschwelligen aber zugleich tiefgehenden Angebot – ins Gespräch über unterschiedliche Milieus zu kommen«, schreibt Ko-Autor Tobi Rosswog im Vorwort. Neben dem Aktivisten gehören der VW-Arbeiter und IG-Metall-Vertrauensmann Thorsten Donnermeier und die Verkehrswendeexpertin Katja Diehl zu den Verrfasser*innen des gut lesbaren Bandes. (…) In dem Buch diskutieren Diehl, Rosswog und Donnermeier darüber, wie VW sozialökologisch umgebaut werden könne und welche Rolle die Lohnarbeit als Notwendigkeit oder Zwang dabei spiele. Die »Scheinlösung« des E-Autos wird ebenso angesprochen wie die Frage, was der Kampf mit Antifaschismus zu tun hat. So wird an die Geschichte des Konzerns erinnert. »Volkswagen wurde nicht als Zivilgesellschaftsprojekt gegründet, sondern als Prestigeprojekt der Nazis.« Obwohl Ferdinand Porsche als SS-Mann Mitverantwortlicher für Zwangsarbeit und Kriegsproduktion war, wird er in Wolfsburg weiter mit Büsten und auf Straßenschildern geehrt. Im Buch geht auch um Vergesellschaftung. Dabei geht Gewerkschafter Donnermeier in einen historischen Exkurs mehr als 100 Jahre zurück. »Nach dem Ersten Weltkrieg war die zentrale Erkenntnis der Arbeiterbewegung, die Produktion muss vergesellschaftet werden.« Daran möchte man anknüpfen, denn ohne Vergesellschaftung von VW ist eine Konversion von Autos zu Bussen und Bahnen nicht möglich. »Eine sozial-ökologische Konversion – also der Umbau unserer Industrie zu sinnvollen, klimagerechten Produkten – lässt sich innerhalb kapitalistischer Logiken kaum realisieren«, sind sich die Autor*innen einig. In einen Kapitel setzt sich das Trio mit der »katastrophalen Konversion« von der Auto- in die Rüstungsindustrie auseinander, wie sie im VW-Werk Osnabrück und bei Pierburg in Berlin-Wedding geplant ist. Dagegen setzen antimilitaristische Kolleg*innen die Parole: »Wir produzieren nicht für den Tod.« Ausführlich wird beschrieben, dass Automobilarbeiter*innen und Verkehrswendeaktivist*innen in der Initiative gemeinsam agieren. Man merkt den drei Gesprächsteilnehmer*innen noch an, wie begeistert sie von den Aktionen 2023 waren. Etwas zu kurz kommt dabei die Frage, wie es in Wolfsburg konkret weitergehen soll. Dennoch eine empfehlenswerte Lektüre, die Mut macht.“ Rezension von Peter Nowak vom 21. Dezember 2025 in Neues Deutschland online externer Link
  • [Buch] Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand. Eine Einladung zum Kampf für das Gute Leben für Alle
  • Mehr Infos, Termine der Lesereise, Anfragen für Lesungen, Videos und vieles mehr auf der Aktionsseite zum Buch: https://nwdlwsidh.de/  externer Link
  • Bisherige Termine der Lesereise:
    • 08.12.2025, 20 Uhr | Hannover, Pavillon / Lister Meile 4, 30161 Hannover
    • 09.12.2025, 18 Uhr | Osnabrück, Kleiner Saal im Haus der Jugend / Große Gildewart 6-9, 49074 Osnabrück
    • 10.12.2025, 19 Uhr | Braunschweig, Saal im Kinderschutzbund / Hinter der Magnikirche 6a, 38100 Braunschweig
    • 11.12.2025, 19 Uhr | Kassel, Café Buchoase / Germaniastraße 14, 34119 Kassel
  • Gewerkschaften am Wendepunkt – neue Allianzen denkbar
    Die Rolle der IG Metall im Kontext von sozial-ökologischem Umbau und Klimagerechtigkeit ist hochaktuell. Standortschließungen und Arbeitsplatzabbau scheinen zur Normalität zu werden. Der Wettbewerbsdruck aus China wächst dramatisch. Verzicht auf Errungenschaften der Lohnabhängigen bis zur Selbsterniedrigung, um Standorte zu retten oder Widerstand leisten? Innerhalb der Gewerkschaften und Belegschaften finden derzeit intensive Debatten darüber statt, wie man mit ökologischen Anforderungen umgehen soll, ohne die Beschäftigten zu verraten. Dieses Buch bietet eine mutige Antwort und öffnet den Raum für Bündnisse mit der Klimabewegung – ein Impuls, der dringend gebraucht wird und aktuell kaum so klar und zugänglich formuliert wird…“ Aus „Warum das Buch genau jetzt wichtig ist“ in der Vorab-Leseprobe im LabourNet Germany mit dem Vorwort und Inhaltsverzeichnis

    • Das Vorwort beginnt wie folgt: „„Tut mir leid, Sie darf ich nicht hereinlassen“, sagt der Mann hinter der Plexiglasscheibe und zeigt auf Tobi Rosswog. „Warum denn das?“, fragt Tobi überrascht und zeigt dem Wachmann eine Bestätigungsmail. Mitte Dezember 2024 stehen wir zusammen im ostfriesischen Emden an der Pforte des VW-Werks. Wir haben uns zu einer Besichtigung angemeldet und wollen gemeinsam die Autofabrik besuchen. „Sie haben Hausverbot“, sagt der Mann streng. Denn für die Volkswagen-Bosse ist der Aktivist, der den Laden gemeinsam mit den Beschäftigten zu einem gemeinwohlorientierten und klimagerechten Kooperativbetrieb umkrempeln will, der Feind Nummer eins…“

Siehe zum Hintergrund im LabourNet von vielen:

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=232265
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