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Die Solidarität mit den südkoreanischen Gewerkschaften ist ungebrochen: Gegen eine Regierung, die jeden Streik, jede Aktion als „illegal“ bekämpft

Der Vorsitzende des südkoreanischen Gewerkschaftsbundes KCTU, Han Sang-gyun, soll am 4.7.2016 zu 8 Jahren gefängnis verurteilt werden - weil er zu einer Demonstration aufriefDie Verurteilung von Han Sang-gyun ist der vorläufige Höhepunkt des Angriffs der Regierung von Park Geun-hye auf die südkoreanische ArbeiterInnenklasse und deren Verteidigungskampf. Formell wird Han Sang-gyun wegen Verstosses gegen das Verkehrsgesetz an Demonstrationen verurteilt, diese sollen im Zeitraum zwischen April und 14. November 2015 stattgefunden haben. Zu diesem absurden juristischen Winkelzug fühlt sich die Klassenjustiz genötigt, weil Demonstrationen in Südkorea formell nur eine Anmeldung, jedoch keine Bewilligung brauchen. Die Regierung will die Versammlungsfreiheit also noch nicht offiziell außer Kraft setzen. Praktisch wird die klassenkämpferische Gewerkschaftsbewegung in Südkorea aber auf allen Ebenen angegriffen“ – aus dem Artikel „Südkorea: Gewerkschaftspräsident zu 5 Jahren verurteilt“ bereits vom 21. Juli 2016 beim Aufbau (Schweiz) externer Link, worin aber um aktuelle Solidaritätsaktionen ergänzt wird – Erklärungen von Unia und VPOD beispielsweise. Zum Abschluss des Beitrags eine aktuelle Einschätzung zu den Auseinandersetzungen: „Mit dem gestrigen Massenstreik am 20. Juli 2016, bei dem sich wieder 100.000 beteiligt haben, und der Ankündigung einer Massenmobilisierung auf den 12. November 2016 scheint sich die KCTU aber wieder konsolidiert zu haben und in die Offensive zu gehen. Umso wichtiger ist jetzt die internationale Solidarität. Denn es muss darum gehen, der Klassenjustiz durch praktische Solidarität die Legitimation zu entziehen“. Siehe dazu auch zwei dokumentierte Solidaritätserklärungen

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=104955
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