Termine und Veranstaltungen

(Die Veranstaltungshinweise stellen nicht zwingend eine Empfehlung der Redaktion des LabourNet Germany dar!)

 

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Terminübersicht:

  • 28. Mai 2026 /

    WIE WEITER MIT DEM KAMPF GEGEN DEN KLIMAWANDEL?

    Wie weiter im Kampf gegen den Klimawandel?
    ERFAHRUNGSBERICHTE, ANALYSEN, UTOPIEN

    Podiumsdiskussion
    mit
    Johanna Schellhagen
    Tobi Rosswog

    Moderation: Peter Nowak

    In den letzten Monaten wurde viel über die Krise der Klimabewegung geredet. Wir wollen auf der Veranstaltung mit Menschen und Initiativen diskutieren, für die ein Erfolg der Klimagerechtigkeitsbewegung nur in Allianz mit den Lohnabhängigen möglich ist.
    Wir wollen unter anderem diskutieren:
    Wie nachhaltig sind Initiativen wie „VW steht für VerkehrsWende“ und „Wir fahren zusammen“?
    Konnte eine dauerhafte Kooperation aufgebaut werden?
    Wo liegen Erfolge und wo die Probleme und Hindernisse?
    Welche utopischen Potentiale finden sich darin, den Mut zu haben, ein eigenes Projekt voranzutreiben und wieder von der Revolution statt der Verteidigung des Status Quo zu reden?
    Auf dem Podium diskutieren:
    Johanna Schellhagen ist Mitbegründerin des Kollektivs Labournet.tv, das Kämpfe von Arbeiter*innen in aller Welt dokumentiert. Im Film „Der laute Frühling“ entwickelte Schellhagen die Utopie eines Kampfes von Lohnabhängigen und Klimaaktivist*innen in der Autostadt Wolfsburg. In ihrem kürzlich im Büchner-Verlag erschienenen Buch „Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen“ formuliert Schellhagen diese Utopie weiter aus.
    Tobi Rosswog gehörte zu einem Kreis von Aktivist*innen, die zwischen 2022 und 2024 auch inspiriert von Schellhagens Film in Wolfsburg die Verkehrswende voranbringen wollten. Zur Arbeit der Initiative „VW steht für VerkehrsWende“ gibt es mehrere Bücher und einen Dokumentarfilm. Im letzten Jahr erschien im Verlag Buchmacherei der Band „Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand“, in dem neben Rosswog der VW-Arbeiter und Gewerkschafter Thorsten Donnermeier und die Verkehrswendeaktivistin Katja Diehl ihre Erfahrungen aus zwei Jahren Verkehrswendinitiative in Wolfsburg auswerten und diskutieren.
    Eingeladen sind außerdem Aktivist*innen von Initiativen, die Arbeitskämpfe der Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr unterstützen und so eine Kooperation von Klimaaktivist*innen und Beschäftigten vorantreiben wollen.

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  • 29. Mai 2026 /

    Zum Verhältnis von Anarchismus und Antisemitismus

    Lesung und Diskussion mit Rudolf Mühland und anschließendem Konzert von Geigerzähler und Kneipenabend.

    Rudi, seit den 90ern in der anarchistischen und anarchosyndikalistischen Bewegung aktiv, will von seinen Erfahrungen aus Diskussionen über Antisemitismus in der linken Szene berichten und mit uns ins Gespräch kommen.

    In Zeiten des Rechtsrutsches, wachsendem Autoritarismus und immer mehr Krieg wollte Rudi thematisieren, wie sich Antisemitismus in unserer Szene auswirkt und wie er weltweit einen Aufschwung hat:
    „Eben nicht abstrakt im Sinne von Leute äußern sich so, sondern ganz konkret, indem Menschen angegriffen werden. Das wollte ich eigentlich thematisieren.
    Was machen wir gegen Antisemitismus in unserer Stadt, in unserem Viertel?
    Da ist dann ein Effekt, wenn man mit Anarchist*innen oder auch mit anderen Linken über Antisemitismus diskutieren möchte. Man kommt dann sehr schnell zu Israel und Gaza und schiebt die Schuld sehr schnell auf Israel. Und man hat auf einmal so eine What-About-Diskussion. Es geht gar nicht mehr um Antisemitismus hier, sondern es geht darum, dass Israel die Palästinenser unterdrückt. Das ist aber gar nicht das Thema unter Umständen. Sondern tatsächlich, was machen wir hier um unsere Kolleg*innen, unsere Nachbar*innen, unsere Freund*innen, unsere Verwandten oder uns selbst zu verteidigen gegen diese antisemitischen Angriffe. Und wie kriegen wir das hin, dass wir diesen Antisemitismus, der sich eben tatsächlich physisch äußert, zurückzudrängen.
    Das ist ein Punkt, der mich richtig schockiert hat, weil keine einzige Anarchist*in oder Linke*r auf die Idee käme, durch die Stadt zu ziehen mit Holzlatten, um Türken zu verprügeln, nur weil Erdogan Rojava überfällt, oder Russen zu überfallen, weil Russland gerade die Ukraine überfällt, oder demnächst Amerikaner zu verprügeln.
    Es gibt ja so ein ganz einfaches und klares Verständnis dafür, dass Menschen, auch wenn sie aus einem bestimmten Land kommen, nicht verantwortlich sind für das, was ihre Regierungen tun.
    Nur bei Juden trifft das nicht zu. Die werden verantwortlich gemacht. Und das ist eine Verschärfung, weil es trifft auf Juden zu, nicht nur auf Israelis. Es wird nicht gesagt, du bist Israeli, bist du für die israelische Regierung? Ja, nein, dann beschimpfen wir dich. Sondern Leute werden als Juden markiert und dann angegriffen.
    Und darüber nicht diskutieren zu können und sagen zu können, aber das genau ist doch falsch.
    Das hilft niemandem. Das hilft keiner Palästinenser*in. Das hilft auch keiner Iraner*in. Das hilft einfach niemandem, wenn wir das zulassen in den Ländern, in denen wir leben.“

    Lasst es uns also versuchen und über Antisemitismus diskutieren. Vor allem aber über unseren Anarchismus. Denn wie Rudi sagt:

    „Der Staat ist ja nichts, was wir zerschlagen werden. Das ist kein Stuhl, kein Tisch, den wir umschmeißen. Und anzünden oder so etwas. Sondern er ist ein Verhältnis. Ein ökonomisches, ein soziales und kulturelles Verhältnis. Es ist ein Verhältnis zwischen Menschen. Und wenn wir den Staat abschaffen wollen, dann müssen wir die Verhältnisse zwischen den Menschen, die ökonomischen, die sozialen, die kulturellen Verhältnisse, die müssen wir verändern. Und dazu gehört dann eben auch, dass es dann keinen Antisemitismus gibt.“

    Offen ab 19:00
    Start ab 19:30

    Preis
    umsonst
    Ort
    Schreina47
    Schreinerstr. 47
    10245 Berlin

    U-Bhf. Samariterstrasse

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  • 30. Mai 2026 /

    Zum Verhältnis von Anarchismus und Antisemitismus

    Lesung und Diskussion mit Rudolf Mühland, anschließend Kiezkneipe.

    Rudi, seit den 90ern in der anarchistischen und anarchosyndikalistischen Bewegung aktiv, will von seinen Erfahrungen aus Diskussionen über Antisemitismus in der linken Szene berichten und mit uns ins Gespräch kommen.

    In Zeiten des Rechtsrutsches, wachsendem Autoritarismus und immer mehr Krieg wollte Rudi thematisieren, wie sich Antisemitismus in unserer Szene auswirkt und wie er weltweit einen Aufschwung hat:
    „Eben nicht abstrakt im Sinne von Leute äußern sich so, sondern ganz konkret, indem Menschen angegriffen werden. Das wollte ich eigentlich thematisieren.
    Was machen wir gegen Antisemitismus in unserer Stadt, in unserem Viertel?
    Da ist dann ein Effekt, wenn man mit Anarchist*innen oder auch mit anderen Linken über Antisemitismus diskutieren möchte. Man kommt dann sehr schnell zu Israel und Gaza und schiebt die Schuld sehr schnell auf Israel. Und man hat auf einmal so eine What-About-Diskussion. Es geht gar nicht mehr um Antisemitismus hier, sondern es geht darum, dass Israel die Palästinenser unterdrückt. Das ist aber gar nicht das Thema unter Umständen. Sondern tatsächlich, was machen wir hier um unsere Kolleg*innen, unsere Nachbar*innen, unsere Freund*innen, unsere Verwandten oder uns selbst zu verteidigen gegen diese antisemitischen Angriffe. Und wie kriegen wir das hin, dass wir diesen Antisemitismus, der sich eben tatsächlich physisch äußert, zurückzudrängen.
    Das ist ein Punkt, der mich richtig schockiert hat, weil keine einzige Anarchist*in oder Linke*r auf die Idee käme, durch die Stadt zu ziehen mit Holzlatten, um Türken zu verprügeln, nur weil Erdogan Rojava überfällt, oder Russen zu überfallen, weil Russland gerade die Ukraine überfällt, oder demnächst Amerikaner zu verprügeln.
    Es gibt ja so ein ganz einfaches und klares Verständnis dafür, dass Menschen, auch wenn sie aus einem bestimmten Land kommen, nicht verantwortlich sind für das, was ihre Regierungen tun.
    Nur bei Juden trifft das nicht zu. Die werden verantwortlich gemacht. Und das ist eine Verschärfung, weil es trifft auf Juden zu, nicht nur auf Israelis. Es wird nicht gesagt, du bist Israeli, bist du für die israelische Regierung? Ja, nein, dann beschimpfen wir dich. Sondern Leute werden als Juden markiert und dann angegriffen.
    Und darüber nicht diskutieren zu können und sagen zu können, aber das genau ist doch falsch.
    Das hilft niemandem. Das hilft keiner Palästinenser*in. Das hilft auch keiner Iraner*in. Das hilft einfach niemandem, wenn wir das zulassen in den Ländern, in denen wir leben.“

    Lasst es uns also versuchen und über Antisemitismus diskutieren. Vor allem aber über unseren Anarchismus. Denn wie Rudi sagt:

    „Der Staat ist ja nichts, was wir zerschlagen werden. Das ist kein Stuhl, kein Tisch, den wir umschmeißen. Und anzünden oder so etwas. Sondern er ist ein Verhältnis. Ein ökonomisches, ein soziales und kulturelles Verhältnis. Es ist ein Verhältnis zwischen Menschen. Und wenn wir den Staat abschaffen wollen, dann müssen wir die Verhältnisse zwischen den Menschen, die ökonomischen, die sozialen, die kulturellen Verhältnisse, die müssen wir verändern. Und dazu gehört dann eben auch, dass es dann keinen Antisemitismus gibt.“

    Einlass 17:00, Beginn 17:30
    Anschließend Kiezkneipe!

    Sprache des Events: deutsch

    Rollstuhlgerecht? JA

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  • 3. Juni 2026 /

    Von Protest zu Widerstand – Chancen und Risiken der Organisierung einer gewerkschaftlichen Opposition

    250. Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg
    Mit Andreas Buderus
    Mitinitiator von ´Sagt NEIN! Gewerkschafter*innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden´, Sozialarbeiter, seit 40 Jahren Gewerkschaftsaktivist (ötv/ver.di)
    Imperialistischer Krieg, Klimakollaps, Erdüberlastung, Kriegsertüchtigung, Aufrüstung, Militarisierung, Standortlogik, Reallohnverlust, Sozialkahlschlag autoritäre Zuspitzung und Faschisierung verändern nicht nur die Gesellschaft — sondern auch die Gewerkschaften selbst.
    Führende haupt- wie ehrenamtliche Gewerkschaftsfunktionär*innen sprechen mittlerweile offen und öffentlich über ´Rüstungsproduktion als industriepolitische Perspektive´; fordern diese sogar von den Konzernbossen und ihrer Kriegsregierung ein, wie zum Beispiel Jürgen Kerner, stellvertretender Bundesvorsitzender der IG Metall und Daniela Cavallo, Gesamtbetriebsratsvorsitzende bei VW.
    Gleichzeitig erleben viele Kolleg*innen, wie betriebliche Gegenwehr, Streikfähigkeit und Streikbereitschaft und gewerkschaftliche Konfliktorientierung immer weiter zurückgedrängt werden.
    Doch was folgt daraus?
    Warum reicht Protest längst nicht mehr aus?
    Wie wird aus Unzufriedenheit organisierte Gegenmacht?
    Wie kann aus vorhandenem Protest wirksamer Widerstand entstehen?
    Wie lassen sich gewerkschaftliche Handlungsfähigkeit und politische Eigenständigkeit zurückgewinnen?
    Und wie kann das geschehen, ohne in folgenlose Szenepolitik, sektiererische Abspaltung oder symbolische Radikalität abzugleiten?
    Von Protest zu Widerstand.
    Kriegsertüchtigung, Sozialabbau, Militarisierung und autoritäre Zuspitzung verändern längst auch die Gewerkschaften selbst.
    Wie entsteht unter diesen Bedingungen wieder organisierte Gegenmacht?
    Ausgangspunkt des Abends ist eine kontroverse strategische Debatte über „Burgfrieden“, Sozialpartnerschaft, Kriegspolitik und die Frage nach einer erneuerten gewerkschaftlichen Opposition.
    Diskutiert werden unter anderem:
    die Gefahr gewerkschaftlicher Integration in die Logik und politische Ökonomie der Kriegsvorbereitung,
    die Verbindung von Tarif- und Friedenspolitik,
    die Einschränkung gewerkschaftlicher Kampfmittel,
    der politische Streik,
    die Rolle betrieblicher Aktivist*innen,
    sowie die Frage, wie wir die zunehmenden Faschisierung (auch in den Betrieben) wirksam bekämpfen können.
    Eingeladen sind insbesondere:
    gewerkschaftliche Basisaktivist*innen, Vertrauensleute, Betriebsrät*innen, Antifaschist*innen sowie antiautoritäre und undogmatische Linke.

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  • 19. Juni 2026 /

    Lange Nacht der Bildung

    Endlich ist es wieder so weit! Die Lange Nacht der Bildung geht in die nächste Runde.

    Am 19. Juni werden Vorträge, Lesungen und Diskussionen stattfinden, in denen sich kritisch mit den gesellschaftlichen Verhältnissen auseinandergesetzt wird. Während vermeintliche Friedensordnungen in die Brüche gehen und die Sparzange an jedes Bildungsprojekt und Krankenhaus angelegt wird, das nicht bei drei auf dem Baum sitzt, steuern wir dagegen.
    Eine bessere Welt können wir erst dann schaffen, wenn wir verstehen, was in dieser so falsch läuft.

    Die Veranstaltung ist wie immer kostenlos, außerdem wird es ausgezeichnete Verköstigung (ja, die Sojasteaks), kalte Getränke und spannende Literatur beim Bücherstand geben.

    Also – tragt euch den Termin ein, gebt Freunden, Verwandten und Bekannten Bescheid. Wir sehen uns am 19. Juni zur Langen Nacht der Bildung!

    Weitere Infos »

 

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=84761
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