Streikmonitor zu Streikaktivitäten in Deutschland in der Zeitschrift Marxistische Erneuerung “Z”

Dossier

Zeitschrift Marxistische Erneuerung "Z" Heft 108 vom Dezember 2016 Das Projekt „Streikmonitor: Standardisierte Erhebung zur langfristigen Erfassung von Streikaktivitäten in Deutschland“ wird von der Heinz Jung-Stiftung (Frankfurt am Main) gefördert und von Stefan Schmalz (Friedrich-Schiller-Universität Jena) geleitet. Siehe die Vorstellung des Projekts im Heft 106 (Juni 2016) und des Streikmonitors mit einem Streiküberblick für das erste Halbjahr 2016 im Heft 108 von „Z. Zeitschrift für marxistische Erneuerung“ – wir danken der Redaktion der Z und Ulrich Leicht für die Vorbereitung dieser Empfehlung, darin weitere Informationen und weitere Streikmonitore aus der Z:

  • Streikmonitor: Arbeitskonflikte im Jahr 2018 New
    Zeitschrift Marxistische Erneuerung-“Z” Nr. 118 vom Juni 2019Das Streikjahr 2018 war hauptsächlich durch die großen Tarifauseinandersetzungen in der Metall- und Elektroindustrie und im öffentlichen Dienst geprägt. Nach langer Zeit ging die IG Metall wieder mit der offensiven Forderung nach Arbeitszeitverkürzung in die Verhandlungen, was auch zur Mobilisierung der Mitglieder beitrug (Müller/Kilroy 2018, WSI 2019). Das erklärt auch den dramatischen Anstieg der Streikbeteiligten, der im Vergleich zum Vorjahr mit rund 1,2 Millionen auf das Vielfache anstieg. Um mehr Dynamik in die Tarifauseinandersetzungen zu bringen, kamen neue Streikformen zum Einsatz. Die 24 Stunden-Streiks wurden flächendeckend genutzt und haben sich in der Praxis bewährt. Weiterhin werden die Kämpfe immer härter ausgefochten. Bei vielen Konflikten wurde verstärkt auf Union Busting zurückgegriffen. Zudem kam es zu einzelnen nicht-institutionalisierten Konflikten wie den Bildungsstreiks an den Berliner Hochschulen. Die Proteste waren mit einer Dauer von sechs Monaten einer der längsten Tarifkonflikte in der deutschen Hochschullandschaft. Nach einem kämpferischen ersten Halbjahr beruhigte sich das Streikgeschehen im zweiten Halbjahr 2018 jedoch wieder. (…) Nach einem Überblick über das Streikgeschehen 2018 untersuchen wir mit dem Ryanair-Konflikt eine Auseinandersetzung, die besonders bedeutsam war. (…) Bei der Organisierung spielte in beiden Fällen die Koordination von transnationalen Kampagnen und Netzwerken und bottom-up Aktivitäten an den einzelnen Unternehmensstandorten eine wichtige Rolle. Sicherlich ist der Transportsektor günstig für solche  grenzüberschreitende Organizing-Aktivitäten; aber die Erfahrungen bei diesen Prozessen bieten wichtige Inspirationen, wie einer der großen Herausforderungen der Gewerkschaftsarbeit im 21. Jahrhundert begegnet werden kann…” Artikel von Dirk Müller und Juri Kilroy aus der Zeitschrift Marxistische Erneuerung-“Z” Nr. 118 vom Juni 2019  – wir danken! Siehe die gesamte neue Ausgabe der “Z” – Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Nr. 118 (Juni 2019) externer Link. Schwerpunkt des Heftes: Hegemonieverschiebungen in der Weltwirtschaft – neue Konfliktfelder
  • Streikmonitor: Arbeitskonflikte im ersten Halbjahr 2018
    Mit 138 Konflikten war das erste Halbjahr 2018 das konfliktträchtigste seit Beginn des Streikmonitor-Projekts im Jahr 2016.1 Neben den großen  Tarifauseinandersetzungen in der Metall- und Elektroindustrie und im öffentlichen Dienst gab es mehrere kleinere Branchentarifauseinandersetzungen, u.a. in der Nährmittelindustrie, der Holz- und Kunststoffindustrie sowie der Edelmetallindustrie. Ein bedeutender Konfliktherd waren die über Juni hinaus noch stattfindenden Tarifauseinandersetzungen im Zeitungsgewerbe. Auch im Baugewerbe fanden anlässlich der Tarifverhandlungen Streiks und Aktionen statt. Wie schon im ersten Halbjahr 2017 konzentrierte sich das Streikgeschehen vor allem auf den Maschinen- und Fahrzeugbau, das Gesundheitswesen sowie den Personentransport. Die in der Vergangenheit beobachteten Trends einer Zersplitterung und Dezentralisierung von Streiks behalten weiterhin ihre Gültigkeit…” Artikel von Dirk Müller und Juri Kilroy aus der Zeitschrift Marxistische Erneuerung-“Z” Nr. 116 vom Dezember 2018 – wir danken!
  • Streikmonitor: Arbeitskonflikte im 1. Halbjahr 2017 
    Zeitschrift Marxistische Erneuerung “Z” 112Das Streikgeschehen im ersten Halbjahr 2017 wurde von den Konflikten im Gesundheitswesen, im Maschinen- und Fahrzeugbau und dem Personentransport geprägt. Auch der Handel war stärker vertreten als 2016. In der Datenbank des Streikmonitors wurden für die erste Jahreshälfte insgesamt 126 Konflikte registriert. Neben der Fortsetzung bisheriger Trends – etwa die Zersplitterung und Dezentralisierung von Streiks (vgl. Schneidemesser/Kilroy 2016a; Schneidemesser et al. 2017) – traten neue Konfliktthemen auf oder gewannen an Präsenz. Dies sind vor allem die Forderungen nach mehr Personal im Dienstleistungssektor, wie sie auch 2016 schon vereinzelt thematisiert wurden. Ein gänzlich neues Thema wurde im Tarifkonflikt des Versicherungsinnendienstes aufgegriffen…” Streikmonitor von Lea Schneidemesser, Dirk Müller und Juri Kilroy aus der Zeitschrift Marxistische Erneuerung “Z” Nr. 112 vom Dezember 2017 . Wir danken! Siehe Inhaltsverzeichnis und Editorial der Z. – Zeitschrift Marxistische Erneuerung Nr. 112 externer Link mit den Themenschwerpunkten “Rechtsentwicklung in Europa” und “Weltwirtschaft, G20 und die Nationalstaaten”
  • Streikmonitor: Arbeitskonflikte im Jahr 2016 
    Z Marxistische Erneuerung Nr. 110 vom Juni 2017Die Zahl der streikbedingten Ausfalltage hat sich nach dem außergewöhnlichen Streikjahr 2015 wieder normalisiert. Diese Entwicklung hatte sich bereits im ersten Halbjahr 2016 abgezeichnet. Auch der Trend zur Zersplitterung und Dezentralisierung der Konflikte hat sich fortgesetzt. Der Großteil der 199 Konflikte, die 2016 in der Datenbank des Streikmonitors aufgenommen wurden, fand in einzelnen Unternehmen statt. 15 Konflikte wurden im Rahmen von Flächentarifverhandlungen geführt, davon nur vier in der zweiten Jahreshälfte. Neben der Aufsplitterung des Arbeitskonfliktes lässt sich eine weitere Dynamik beobachten. Die Privatisierung und Deregulierung der öffentlichen  Infrastrukturdienstleistungen seit den frühen 1990er Jahren schlägt heute wie ein Bumerang zurück und führt zu neuen Konflikten…” Streikmonitor von Lea Schneidemesser, Jannik Widon und Juri Kilroy aus der Z. Nr. 110 vom Juni 2017   – wir danken! Siehe Inhaltsverzeichnis und Editorial der Z. – Zeitschrift Marxistische Erneuerung Nr. 110 externer Link zu „Feminisierung der Lohnarbeit“, “Postkapitalismus” und “1917-2017″
  • Der Streikmonitor
    Zeitschrift Marxistische Erneuerung "Z" Heft 108 vom Dezember 2016 Die Veränderung des Arbeitskonflikts in Deutschland bedarf also einer genaueren Beobachtung. Hier setzt der Streikmonitor an. Seit dem 1. Januar 2016 werden alle Streikaktivitäten in der Bundesrepublik in einer Datenbank gesammelt. Das schafft die Möglichkeit, den Wandel von Konfliktformen und -themen zu verfolgen. Es ist ein langfristig angelegtes Projekt, durch das eine dauerhafte Begleitung von Streikaktivitäten in der Bundesrepublik gewährleistet werden soll. Im Folgenden wird das Vorhaben vorgestellt. Dafür werden zunächst die gängigen Verfahren zur Streikmessung in Deutschland (Gewerkschaften, WSITarifarchiv, offizielle Streikstatistik) beschrieben. Danach wird herausgearbeitet, welche zusätzlichen Erkenntnisse durch den Streikmonitor gewonnen werden können. Hierfür werden die Vorüberlegungen und die Erhebungsmethodik vorgestellt, die dem Ansatz zugrunde liegen. Abschließend wird ein Ausblick auf die künftigen Aktivitäten des Streikmonitors gegeben. (…) Die Ergebnisse der Erhebung werden zukünftig regelmäßig in dieser Zeitschrift vorgestellt, kontextualisiert und durch die Streikdaten anderer Institutionen, vor allem denen des WSI und der Einzelgewerkschaften, ergänzt. Zudem soll jeweils auf ausgewählte Konflikte eingegangen werden…” Artikel von Lea Schneidemesser und Juri Kilroy in der Zeitschrift Marxistische Erneuerung “Z” Nr. 106 vom Juni 2016 
  • Streikmonitor: Die Arbeitskonflikte im ersten Halbjahr 2016
    “… Neben der Forderung nach Lohnerhöhungen, die in irgendeiner Form in fast allen Konflikten mitschwang, ging es in den genannten Konflikten vor allem um einen Tarifvertrag sowie um die Angleichung von Lohn- und Arbeitsbedingungen an die Standards anderer Standorte oder Beschäftigtengruppen. In 25 Prozent der Konflikte spielten Tarifverträge eine zentrale Rolle, in den meisten Fällen als Forderung nach einem Haustarifvertrag, oft aber auch nach der Rückkehr in die Tarifbindung, wie z.B. bei der SB-Warenhauskette real. Forderungen nach Tarifangleichung wurden in 13 Prozent der Konflikte gestellt. Hier ging es oft um eine Angleichung der Löhne und Arbeitsbedingungen in Unternehmensstandorten in Ostdeutschland an das Niveau der  westdeutschen Standorte – dieses Thema war in fünf Konflikten zentral. Bei elf Konflikten ging es auch darum, dass Teile der Belegschaft durch Ausgründungen schlechter gestellt waren als ihre Kolleginnen und Kollegen; hier wurde in Streiks eine Angleichung der Löhne und Arbeitsbedingungen gefordert. Diese Streiks sind Reaktionen auf die zunehmende Zahl von Ausgründungen, mit denen Teile der Belegschaften aus dem Tarifgefüge der Mutterunternehmen herausgelöst und in den neu gegründeten Servicegesellschaften oder Tochterunternehmen zu schlechteren, nicht tariflichen Konditionen eingestellt werden…” Artikel von Lea Schneidemesser und Juri Kilroy in der Zeitschrift Marxistische Erneuerung “Z” Nr. 108 vom Dezember 2016 

Eine Empfehlung von Ulrich Leicht, Vorstandsmitglied bei LabourNet, Rentner, Industriebuchbinder, langjähriger BR-Vorsitzender, gesellschaftskritischer Aktivist in der IG-Druck, IG Medien, zuletzt ver.di und bei der Gewerkschaftslinken

Für nähere Informationen zur Zeitschrift Marxistische Erneuerung “Z”siehe homepage externer Link. Einzelheftbezug (10,-Euro) im Abonnement (35.-Euro, vier Hefte)