[30.8. – 2.9. 2017] VI. Globales Treffen selbstverwalteter Betriebe in ArgentinienNicht zufällig findet das VI. Globale Treffen selbstverwalteter Betriebe erneut in Argentinien statt – gehört es doch zu jenen Ländern, in denen es die meisten Erfahrungen mit der solidarischen Ökonomie gibt. Das diesjährige globale Treffen – mit einer Auftaktveranstaltung im Hotel Bauen in Buenos Aires und dem weiteren Verlauf in der Cooperativa Textiles Pigüé in der Provinz gleichen Namens  – wird im Jahr nach kontinentalen Treffen in Europa, sowie Nord- und Zentralamerika eine globale Bilanz und Perspektivendebatte organisiert. Und dies genau 10 Jahre nach dem ersten Treffen, damals einberufen vom Programa Facultad Abierta, der Facultad de Filosofía y Letras de la Universidad de Buenos Aires. Die Organisatoren sind zum einen nahe liegender Weise selbstverwaltete Betriebe aus 8 Ländern von Argentinien bis Frankreich, aber auch zahlreiche unterstützende Universitätsabteilungen und eine Reihe alternativer Gewerkschaften, wie Solidaires aus Frankreich oder NCT aus Mexico. Siehe dazu eine knappe Zusammenfassung des bisherigen Programms sowie Informationen über den Ablauf der Vorbereitungen und Kontaktmöglichkeiten:

Das bisher vorgesehene Programm des Treffens – bei dem die argentinischen Organisatoren darauf hinweisen, dass sich die Möglichkeit bietet, in der Woche davor argentinische Betriebe zu besuchen – besteht im wesentlichen aus 8 Themen, von denen die meisten sich um die Diskussion der politischen und gesellschaftlichen Bedingungen selbstverwalteter Betriebe und ihrer Veränderung drehen: Sei es die Debatte um die aktuelle kapitalistische Krise oder der Selbstverwaltung als direkte Alternative dazu, der Gender-Problematik in der Selbstverwaltung oder der Erfahrungen mit dem Verhältnis zum bürgerlichen Staat – wozu es ja gerade aktuell in Argentinien einiges zu berichten und erst recht zu analysieren gibt. Aber auch praktische Dimensionen werden diskutiert: Die Vermittlung und die Debatten von beruflichen Fähigkeiten und Wissen beispielsweise ebenso, wie etwa unterschiedliche juristische Bedingungen, inklusive des Umgangs mit ihnen, oft genug gleichbedeutend mit dem Widerstand gegen Repression.

Für alle diese Bereiche gibt es jeweils Zeitfenster für die Einreichung von Vorschlägen und die Ausarbeitung von Thesenpapieren, zumeist in den Bereichen Ende Juni/Anfang Juli liegend.